Rezension zu "Jeder Augenblick ist ewig" von Konstantin Wecker

Neuer Beitrag

WinfriedStanzick

Vor 11 Monaten

(5)

Seit Jahrzehnten schon ist der Sänger und Dichter Konstantin Wecker für viele Menschen mit seinen Texten und seiner Musik ein wichtiger Wegbegleiter ihres Lebens. Besonders die Generation der über 50 jährigen, die seine Karriere schon von Anfang verfolgt haben und sich nie wirklich satt hören konnte an „eine ganze Menge Leben“, haben sein kulturelles und politisches Engagement immer geschätzt.

Sie haben bewundert, mit welcher Kraft er seine Lebenskrisen bewältigte und von seiner Poesie, mit der er das beschrieb, immer wieder für ihr eigenes Leben Nektar gesogen.

Von den frühesten Jugendgedichten bis hin zu späten, teilweise noch unveröffentlichten Gedichten, sind sie hier in diesem DTV-Band alle versammelt.

Bewegt haben mich viele davon, doch am nachdrücklichsten sind folgende Strophen aus dem Gedicht „Wut und Zärtlichkeit“ hängen geblieben:

„Hoch gestiegen, tief gefallen,
zwischen Geistesblitz und Lallen
bin ich auf dem Weg zum Lieben
meinem Innern treu geblieben.

Denn mich führn auf meiner Reise
zum Verstehen viele Gleise.
Zwischen Zärtlichkeit und Wut
fasse ich zum Leben Mut.“

Ja, darum geht es beim Älterwerden, beim Reifen hin zu einem Leben, das Wecker so beschreibt:
„Menschen müssen sich verändern,
um sich selber treu zu sein.
Nur das Wechseln von Gewändern,
kann kein wahrer Wandel sein.“

Autor: Konstantin Wecker
Buch: Jeder Augenblick ist ewig
Neuer Beitrag