Kurt Drawert
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Bekannteste Bücher
Frühjahrskollektion
92 Seiten, Lyrik/Drama:
Kurt Drawerts Gedichte sind Zeugnisse einer unbestechlichen, außerordentlich präzisen Sicht auf die Dinge. Sie fragen nach unserem Herkommen, ziehen nüchterne Bilanz und verweigern sich nicht dem vernunftlosen Träumen. Es gibt viele schöne Dinge / für ein Gedicht, die ein Gedicht / nicht mehr brauchen, / weil sie schon schön sind, heißt es etwa, und weiter: Aber immer, zwischen den Zeilen, / bleibt etwas übrig. Gelassenheit ohne Selbstgewissheit zeichnet die Texte aus, die eine Bewegung des Suchens beschreiben und scheinbar gesicherte Antworten in Frage stellen. Der Vielfalt an poetisch verarbeiteten Sujets, in denen sich kultur- und gesellschaftskritische Themen mit individueller Erfahrung verbinden, entspricht der Formenreichtum dieser Gedichte. Er reicht vom strengen Metrum mit Reimbindung bis zum elegischen Langvers, vom Lakonischen bis zum Narrativen, vom "klagelied (barock)" bis zum Rollengedicht. Dass Ironie und Selbstironie immer wieder in den Texten aufblitzen, ist ge wiss ein neuer Ton bei diesem Autor, der als Lyriker begonnen hat, sich aber längst auch als Prosaautor, Dramatiker und Essayist einen Namen gemacht hat. Die drei Kapitelüberschriften geben eine Andeutung von dem weiten thematischen Bogen, den die Liebesgedichte, die Reisegedichte, die Gedichte über Städte und Reservate der Natur innerhalb eines komplexen gedanklichen Unterwegsseins spannen: "Ich liebe Industriegebiete", "Die Engel der Landstraße", "Geld & Gedichte".
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Fester Einband: 92 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 2002
Genre: Lyrik/Drama
ISBN: 9783518413043
Lagebesprechung
189 Seiten, Lyrik/Drama:
Kurt Drawert legt hier eine Auswahl von sämtlich nach 1990 veröffentlichten Gedichten vor, eine höchst aktuelle Zusammenstellung also, die das Gedeihen der deutschsprachigen Lyrik im Jahrzehnt nach der Wende dokumentiert.
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Flexibler Einband: 189 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 2001
Genre: Lyrik/Drama
ISBN: 9783518397978
Emma. Ein Weg
120 Seiten, Sach-/Fachbuch:
»Mit der Treue eines Touristen zu seinem Reiseführer fahre ich dem Emmaschild nach.« Kurt Drawert folgt den topografischen Spuren von Flauberts Madame Bovary, der »Promenade au pays d'Emma Bovary« in der Normandie. So beginnt dieser Essay in Etappen im kleinen Ort Ry, den sich Flaubert als Romanvorlage ausgesucht hat. Und die Schönheit der Landschaft erscheint dem Reisenden schließlich wie eine Erschaffung nach dem Vorbild des Romans.§Kurt Drawerts Weg geht weit über das Topografische hinaus: Er versucht die Faszination dieses Textes zu ergründen, den er »so oft wie keinen zweiten« gelesen hat. Und er stellt sich die Frage, wer diese Emma Bovary, die den Leser immer heftiger in ihren Bann zieht, ist.§Drawert schreibt dabei einerseits eine eindrückliche Leseerfahrungsgeschichte, andererseits zeichnet er - mehr genauer und begeisterter Leser denn Wissenschaftler - Flauberts Schreibarbeit konzis nach: Er ergründet Flauberts »bis zur Hysterie reichenden Streich- und Überschreibungszwang« - den 400 Seiten des Romans liegen etwa 10.000 Seiten Vorarbeiten zugrunde -, er geht der Problematisierung von Sprache nach und findet in der Flaubert'schen Erzählperspektive eine mögliche Antwort auf die Faszination des Textes.§Wie Flaubert die »Welt hinter der Welt« zum Vorschein bringt, macht Drawert die virulenten Fragen und Phänomene hinter der Landschaft und Textfläche von Madame Bovary sichtbar und in kulturgeschichtlichen Details griffig nachvollziehbar. Parallel zu Drawerts Analyse des Autors und seiner Figuren wird auch ein »Gedanke in Bildern« entwickelt, der aus der Gegenwart zurück auf die Geschichte verweist und unter Berufung auf den szientifischen Apotheker Homais in Auschwitz endet. Die Fotografien von Ute Döring in Verbindung mit dem historischen Bildmaterial werden damit selber zu einem Text.
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Flexibler Einband: 120 SeitenErschienen bei: Sonderzahl, 2005
Genre: Sach-/Fachbuch
ISBN: 9783854492283
Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte
317 Seiten, Gegenwartsliteratur:
"Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte" ist der erste umfangreiche Roman des vor allem als Lyriker und Essayisten bekanntgewordenen Autors. In Anverwandlung an den spektakulären Kriminalfall des Kaspar Hauser im 19. Jahrhundert nimmt Kurt Drawerts Roman das Motiv des verwahrlosten Findlings auf, um vom Untergang der DDR und dem Übergang in eine neue Zeit zu erzählen. Dieser verunstaltete "Kaspar der Revolution" erinnert sich mit schonungsloser Sprachgewalt, so ernst wie komisch, so realistisch wie surreal, an sein Leben als bestürzende Höllenfahrt durch die neun "Schuldbezirke" der "Deutschen D. Republik". Er ist ein Zeuge jener Nichtwelt unter der Erde, in der sich die Proletarier aller Länder einst im Sumpf vereinigt haben. In seinen Merk- und Beobachtungsheften notiert dieser "ostdeutsche Erdling" die Zeit in der Zelle mit Holzpferd und Abfallkübel bis er Titelaufschreiber, Magazinläufer und Nachtwächter in der "Nationalen Bücheranstalt" wird, ehe er nach dem Ende der Höhlenrepublik an die Grenze zum feindlichen Ausland nach oben gelangt. "Hier und da sahen wir noch Betonmauerreste, aus den Erdfugen gesprengte Stahlwände und Schachteinlässe, Zollbaracken und Kontrollpostentürme, aber alles nur noch in der eher albtraumhaften Verweisung darauf, einmal existiert zu haben, wie letzte, locker herumliegende Knochenrückstände, die an ein Schlachtfest erinnern." Seine phantasiereichen Erzählmonologe sind ein Antrag auf "Anwesenheitsberechtigung" in einem sich selbst unselbstverständlichen Dasein: Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte. Kurt Drawerts Existenzbilder vom "Verbrechen am Seelenleben des Menschen" sind unabweislicher denn je und eine Metapher auf unsere moderne innere Obdachlosigkeit.
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Fester Einband: 317 SeitenErschienen bei: Beck, C H, 2008
Genre: Gegenwartsliteratur
ISBN: 9783406576881
Privateigentum
136 Seiten, Lyrik/Drama:
Seinen ersten Gedichtband in der Bundesrepublik nennt der damals in Leipzig lebende Lyriker Kurt Drawert Privateigentum: In diesen Gedichten versichert sich ein 1956 in die DDR Hineingeborener seines privaten Lebens im staatlich-öffentlichen Alltag - "was war sie wert, meine / Anwesenheit in einer Welt, die dekliniert war." §Kurt Drawerts Gedichte formen mit ihren sparsam eingesetzten Mitteln die nüchtern-illusionslosen Beobachtungen und Blicke, die von außen nach innen führen und das "Sichtbare" sichtbar machen wollen: "Zu sagen die wenigen Dinge, / auf die morgens mein Blick fällt, / mit einer Hand voll Vokabeln." §In seiner spannungsgelandenen lyrischen Existenzerkundungen erprobt und befreit Kurt Drawert auch die Worte, indem er sich in seinen komplex verspannten Gedichtgebilden der Sprache neu versichert: "die Worte gehören mir nicht, / kalt lagen sie unter der Zunge als / nichtgemachte Erfahrungen". §Der Gedichtband umspannt die Jahre 1983-1989.
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Flexibler Einband: 136 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 1989
Genre: Lyrik/Drama
ISBN: 9783518115848
Wo es war
121 Seiten, Lyrik/Drama:
Diese Gedichte, die ihre Zerbrechlichkeit auch in strenge poetische Formen zu zwingen wissen und deren lyrische Beweglichkeit sich als Bewegung des Gedankens vollzieht, befinden sich auf den Spuren der Vergangenheit - einer verloschenen Geschichte und wie verloren wirkenden Biographie; und sie schreiben an gegen die verleugnete Geschichte und ein zum Verstummen gebrachtes Erwachsenwerden.
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Fester Einband: 121 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 2000
Genre: Lyrik/Drama
ISBN: 9783518407486
Spiegelland
157 Seiten, Gegenwartsliteratur:
Spiegelland. Ein deutscher Monolog ist ein essayistischer Roman und das erste Prosabuch des in Leipzig lebenden Autors Kurt Drawert, der sich als Lyriker mit dem Gedichtband Privateigentum einen Namen machte. Spiegelland. Ein deutscher Monolog gründet auf den Erfahrungen eines Lebens in der untergegangenen DDR. §In diesen Monologen der Selbstvergewisserung, geschrieben im Zeitraum von fünfzehn Monaten zwischen 1990 und 1991 in Schleswig-Holstein, setzt sich Kurt Drawert in kunstvoll gefügten Sprachbewegungen der Erinnerung und der Wiederholung , erzählend und reflektierend, mit der eigenen Biographie und der Geschichte des Herkunftslandes auseinander - um das eigene biographische "Niemandsland" besser zu verstehen. §"Denn der Gegenstand des Denkens ist die Welt der Väter gewesen, von ihr sollte berichtet werden, und wie verloren sie machte und wie verloren sie war - als herrschende Ordnung, als Sprache, als beschädigtes Leben."
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Flexibler Einband: 157 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 2006
Genre: Gegenwartsliteratur
ISBN: 9783518117156
Alles ist einfach
116 Seiten, Lyrik/Drama:
( Neue Folge). 1 Phot. 116 S.
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Flexibler Einband: 116 SeitenErschienen bei: Suhrkamp, 1995
Genre: Lyrik/Drama
ISBN: 9783518119518
Nacht. Fabriken
157 Seiten, Gegenwartsliteratur:
In Prosatexten von hintergründiger Dichte legt Kurt Drawert den Blick frei auf die Beschädigung des Individuums durch die Gewalt sozialer Systeme. Den Phrasen bis zu dem Punkt nachgehend, wo sie verkörpert sind, diagnostiziert er die Krankheit der Welt als die Krankheit ihrer Texte. Literarisch anspielungsreich und in luziden gedanklichen Verknüpfungen erzählt er die Geschichte des Körpers als die eines Fremdkörpers, legt Brüche der Identität und der Erinnerung offen. In seinem Hauser-Material – in diesem Band erstveröffentlicht – bedient sich Drawert der Figur Kaspar Hauser als einer Metapher für das ausgegrenzte Irrationale, das mit der Auflösung der antipodischen Gesellschaftssysteme von Ost und West in die aufgeklärte Welt einbricht.
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Fester Einband: 157 SeitenErschienen bei: Edition Korrespondenzen Reto Ziegler, 2001
Genre: Gegenwartsliteratur
ISBN: 9783902113023
Revolten des Körpers
76 Seiten, Gegenwartsliteratur:
Ein Essay im besten Sinne: provozierend, analytisch, literarisch brillant Kurt Drawerts Essay über die Abschaffung der Wirklichkeit lässt sich als Bestandsaufnahme des Heute lesen. Der Autor verfügt über den kalten Blick desjenigen, der das Operationsmesser ansetzt, der jedoch weiß, dass es dabei ums Ganze geht. Oder ist es doch bereits eine Sezierung? Ausgehend von einem gesellschaftlichen Zustand, in dem Simulationen die Stelle des Realen besetzt haben, fragt Drawert nach den verbleibenden Möglichkeiten des Einzelnen. Findet sich das Subjekt gerade da vollendet, wo sämtliche Inhalte beseitigt wurden? Wie reagiert der Körper auf diese Situation? Der weit gespannte Bogen dieses gleichermaßen anspruchsvoll wie luzide geschriebenen Essays benennt schließlich die letzte Revolte des Körpers gegen dessen Ausschaltung: der Skandal Aids macht eine geistige Verfassung physisch sichtbar. «Der Ausverkauf der Leere» markiert einen wichtigen Punkt in der Arbeitsbiographie des Autors. Das «Haus ohne Menschen» hinter sich lassend ist der Autor im Westen angekommen. Geprägt von dieser Erfahrung und ausgestattet mit der intimen Kenntnis der Fortschrittsmentalität des Westens geht er einen wichtigen Schritt weiter. Mit den Kategorien des entleerten Subjekts und der Ersetzung des Realen durch Virtualität verwendet Drawert analytische Werkzeuge, die seine Wahrnehmung schärfen. Wie er dabei zentrale Gedanken der französischen Theoretiker der Gegenwart aufgreift (Baudrillard, Lacan, Virilio), macht seinen Text zu einem provozierenden, höchst aktuellen Beitrag. Drawert fragt schließlich, ob eine Rückführung in die Welt des Realen denkbar sei. Sein Essay zeigt, dass es eine Sprache noch gibt, die über den Verlust der Sprache Auskunft geben kann. An den Essay «Der Ausverkauf der Leere» schließt sich «Text» an, ein literarischer Text, der 1990/93 nach einem Besuch in Auschwitz entstand. Er ist dem Essay ebenso zugeordnet wie die 12 s/w Fotografien von Ute Döring. Der Essay wurde mit dem Förderstipendium Essay der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Teilabdruck in «Sinn und Form». Rundfunkbearbeitung durch Radio Bremen.
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Flexibler Einband: 76 SeitenErschienen bei: Edition Solitude
Genre: Gegenwartsliteratur
ISBN: 9783929085228
Idylle, rückwärts
264 Seiten, Lyrik/Drama:
Der Band „Idylle, rückwärts“ versammelt das Beste aus Kurt Drawerts bisherigen Gedichtbänden sowie neue Gedichte. Nach seinem großen, von der Kritik hoch gelobten Roman „Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte“ (2008) legt Kurt Drawert, der sich vor allem als Lyriker und Essayist auch international einen Namen gemacht hat und bereits jetzt zum Kanon der deutschen Literatur gehört, eine Auswahl seiner Gedichte aus drei Jahrzehnten vor. Ein wesentliches Thema der Gedichte ist, die Verlorenheit in der Welt als Verlust von Sprache zu beschreiben. Dabei bezieht seine ebenso lakonische wie erzählende, melancholisch grundierte oder ironisch überzeichnete Lyrik immer auch einen Standort der Kritik und flüchtet sich nicht in das reine Spiel der Zeichen. Zugleich schreibt Drawert die vielleicht schönsten Liebesgedichte der Gegenwartslyrik: „Ich wollte noch sagen, ich liebe dich,/ glaube ich,/ sehr,// aber da war mir der Hörer/ schon aus den Händen und auf die Kacheln/ des Bodens gefallen.// Doch ich mochte es,/ dir in der Ferne näher zu sein/ als in der Nähe die Ferne zu spüren,// hob das Telefon auf und versuchte/ das alles,/ alles noch einmal.“ Drawerts Lyrik, in der das Private allgemein und das Allgemeine privat wird, vermag die Beschaffenheit und Befindlichkeit einer Gesellschaft aufzuspüren, die sich in einem radikalen Veränderungs- und Anpassungsprozess befindet, dessen Ausgang völlig offen ist.
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Fester Einband: 264 SeitenErschienen bei: Beck, C H, 2011
Genre: Lyrik/Drama
ISBN: 9783406612633
Was ich den Toten las
Nachged. v. Drawert, Kurt ; Erb, Roland ; Grüning, Uwe Aus d. Poln. v. Herbst-Rosocha, Ulrike 6 Graf. v. Rosocha, Wieslaw 132 S. - 19 X 12 cm
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Sonstige FormateErschienen bei: KIEPENHEUER GUSTAV, 1995
Genre: Sonstiges
ISBN: 9783378002869
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