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Vor 1 Jahr
(4)Mit „Geliebte der Nacht“ erschafft Lara Adrian einen wunderbaren Auftakt zu ihrer Vampirreihe „Midnight Breed“. Zwar ist die Idee einer Vampir-Untergrund-Organisation, die sich einerseits um die Sicherheit ihres eigenen Volkes kümmert und Verstöße gegen die Geheimhaltung ahndet und andererseits einen Kampf gegen eine böse Gegenpartei führt, nicht neu, aber Lara Adrian gelingt es den Leser trotz vielem Altbekannten noch mit neuen Wendungen zu überraschen.
Da wäre zum Beispiel die Geschichte des Vampirvolkes, welches sich aus einer Rasse von Außerirdischen, die auf der Erde gestrandet war, entwickelt hat. Sie mussten um die Nährstoffe der neuen Atmosphäre aufnehmen zu können den Mensch als Filter benutzen und ernährten sich fortan von ihrem Blut. Die Vampire sind ausschließlich Männer, die um sich fortpflanzen zu können Frauen mit einem ganz besonderen Muttermal (Eine Träne in einem Halbmond) verbinden müssen. Nach einem Krieg in dem die Söhne ihre blutrünstigen Väter ermordeten, verschwanden die Vampire in die Schatten.
Die Autorin schreibt flüssig und detailliert und erschafft eine gelungene Mischung aus Brutalität und Erotik. Die Spannung wird schon zu Anfang aufgebaut und verliert während des gesamten Romans nicht an Wirkung. Der Wechsel der Sichtweisen zwischen den „Guten“ und den „Bösen“ gelingt auch sehr gut und es ist nicht wie bei einigen anderen Romanen so, dass man die Kapitel der anderen Seite überließt um zu den beiden Hauptcharakteren zurück zu gelangen. Die Handlung ist ineinander Verwoben und lädt zum kontinuierlichen weiterlesen ein.
Die Hauptcharaktere in diesem Teil der Reihe sind Gabrielle und Lucan. Gabrielle ist eher eine Außenseiterin, die zudem als Fotografin magisch von Orten angezogen wird, bei denen sich Vampire aufgehalten haben oder noch aufhalten. Sie ist selbstbewusst und lässt sich auch von einem Lucan nicht den Mund verbieten. Lucan ist ein Vampir der ersten Generation und auch das Oberhaupt der Unterirdischen Kämpferorganisation. Er ist eher eine Respektsperson und will fast immer seinen Willen durchsetzen, doch da beißt er bei Gabrielle manchmal auf Granit. Die Charakterzusammenstellung ist ausgewogen. Zwischen einigen Draufgängern, Schönlingen und Spaßvögeln sind auch in diesem Buch Widersacher und Integranden zu finden.
Die Autorin erschafft mit dem ersten Teil ihrer Reihe einfach nur Lust auf mehr. Man möchte mehr von der Romantik, der Gewalt und natürlich will man auch erfahren wie die Charaktere, die zwar in den nächsten Teilen in den Hintergrund gerückt sind, sich entwickeln. Ich kann diesen ersten Teil nur weiterempfehlen.
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