Leser-Rezension zu „Bittersüße Schokolade” von Laura Esquivel
am 24.01.2012
Was für eine skurrile, verworrene, märchenhafte Geschichte um die Liebe, das Leid und das Essen ... Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob es sich um ein mexikanisches Märchen handelt, aber geschrieben wurde die Geschichte 1989.
Im 19. Jahrhundert, zu Zeiten der Revolution herrschen in Mexiko harte Sitten und Gebräuche, gerade die Mädchen sind gefangen in engen Traditionen und das Schicksal hängt oft an der Reihenfolge der Geburt.
So geht es auch Tita, jüngste Tochter von Mama Elena, eine boshafte Matrone, die ihre Farm mit harten Zügeln führt ... Tita soll niemals heiraten und sich stattdessen im Alter um ihre Mutter kümmern. Doch Tita verliebt sich in Pedro und Pedro in Tita ... der bescheuerte Kerl macht genau das Falsche. Anstatt mit Tita zu fliehen, heiratet er deren ältere Schwester Rosaura, um in Titas Nähe zu sein. Ja, vorhersehbar, totales Chaos in der Familie und die meisten Menschen in der Geschichte finden leider kein Glück.
Tita hat von der alten Nacha die Geheimnisse der Küche gelernt und ist in der Lage, ihre Emotionen in die Gerichte einfließen zu lassen. Sodass diese entweder erotisch verlockend oder bitter schmecken können.
Über die Jahre hinweg findet Tita viel Unglück und wenig Liebe ... wird es ein Happy End geben? Das verrate ich nicht ... allerdings sind die Geschichten und die Wege um Tita ziemlich skurril beschrieben, eben märchenhaft.
Jedes Kapitel ist einem mexikanischen Gericht zugeordnet, welches beschrieben wird ... ich habe so einen Hunger auf das Essen bekommen. Mal schauen, ob ich ein mexikanisches Rezeptbuch finde =)
Skurriler Lesespaß, empfehlenswert ...

