Rezension verfasst vor 1 Monat
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Auf der Dystopie-Welle. Ein weiterer Mehrteiler mit diesem Thema ist erschienen. Und da ich Dystopien im Moment sehr spannend finde, musste ich natürlich auch diese Serie beginnen.
Kurzinhalt:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.
Kritik:
Lena ist zunächst eine Mitläuferin im System. Obwohl ihre Mutter an der Liebe erkrankte, ist sie selbst zunächst sehr gesetzestreu. Erst durch Alex lernt sie ihren Staat neu kennen. Erkennt die Lügen und wird selbst zum Zweifler. Diese Wandlung erleben wir als Leser sehr schnell, für mich nicht nachvollziehbar schnell. Die inneren Konflikte, die mit solch einer Sinneswandlung einhergehen, werden mir nicht ausführlich genug erklärt. Andererseits werden andere Gedankengänge von Lena über mehrere Seiten ausgedehnt, die man hätte kürzen können. Dennoch hat mich die Liebesgeschichte in einer Welt ohne Loebe gefangen genommen. Ich fand die Charaktere überwiegend sympathisch, auch wenn Lena anfangs etwas zu naiv ist und auch später einfach unvorsichtig aus Unerfahrenheit. Wer eine Heldin wie Katniss aus "Die Tribute von Panem" erwartet, wird enttäuscht, zumindest in diesem ersten Band. Dennoch find ich dieses Buch lesenswert. Ich denke, dass sich viele Mädchen mit Lena identifizieren können. Se ist "normal", "durchschnittlich" wie sie selbst immer wieder betont. Und am Ende wehrt sie sich gegen ihr Schicksal. Soll uns zeigen, auch Normalos können sich auflehnen, nicht nur starke Persönlichkeiten wie Katniss.
Fazit:
Eine weitere Dystopie-Reihe. Sicher eine, die es lohnt zu lesen. Auch wenn ich finde, dass diese Reihe etwas schwächer ist als "Die Tribute von Panem". Doch vielleicht ist der Vergleich auch unfair. Die Idee der Liebe als Krankheit, ist auf jeden Fall mal was anderes und interessant. Nebenbei ist es auch eine Liebegeschichte, die einen gefangen nimmt. Die englische Sprache ist gut verständlich und der Schreibstil schön flüssig. Also eindeutig eine Leseempfehlung.
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