Rezension verfasst vor 1 Woche
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Zitat von S. 97:
"Ich glaub, mein Schwein pfeift!", sagte Rebecca.
Die Schafe waren zu erleichtert, um nach Rebeccas Schwein Ausschau zu halten. Oder sich darüber zu empören, dass Rebecca in der kurzen Zeit ohne sie schon ein Schwein angeschafft hatte. Ausgerechnet ein Schwein!
Dies ist nur ein Beispiel für das naive und immer wieder lustige Verhalten der Schafsherde, dass ich bereits durch den 1. Teil Glennkill so schätzen und lieben gelernt habe.
Leider war gerade dieser Wortwitz in Teil 2 irgendwie sehr selten und die Story so gestrickt, dass die liebenswürdigen Charaktere der Schafe nicht mehr so überragend rüberkommen konnten. Daher bin ich nach dem Lesen nicht ganz so zufrieden.
Zum Inhalt: Die Schafsherde tritt endlich die versprochene Reise nach Europa an. Sie landen auf einer Wiese in Frankreich, zusammen mit ihrer Schäferin Rebecca und deren Mutter. Eines Tages jedoch sterben Rehe und die Ziegen von der Nachbarsweide verraten den Schafen, dass hier ein Werwolf sein Unwesen treibt! Bald schon liegt ein Toter unter der Eiche und die Schafe versuchen nun Rebecca und die Herde zu beschützen.
Der 2. Teil ist inzwischen als "Thriller" gekennzeichnet, weshalb ich vermutlich mehr Spannung erwartet hatte als in dem vorherigen "Krimi". Irgendwie wurde die Charaktere jedoch nur sehr lieblos gezeichnet. Selbst die Schafe und ihre Schäferin kommen einfach nicht mehr so toll rüber wie noch am Anfang.
Sehr schade fand ich auch, dass die Reise an sich, die sicher sehr lustig war, komplett übergangen wurde. Zu Anfang des Buches sind die Schafe bereits in Frankreich und berichten immer mal wieder von ihrer abenteuerlichen Reise. Trotzdem schade, ich hätte gern mehr gewusst.
Spannung kommt zwar immer mal wieder auf, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass das Buch eher konfus geschrieben ist. Die Beschreibungen wechseln immer zwischen den Schafen und am Ende des Buches bleibt vieles unklar. Die Schafe haben viel beschrieben, viele Geheimnisse, die um ihre Wiese herum herrschen, doch geklärt wurde in der schnellen Auflösung für mich leider nur wenig.
Genauso treffen sie immer wieder Tiere, über die leider nur sehr wenig bekannt wird. Natürlich ist das Buch aus Sicht von Schafen geschrieben und die wissen eher wenig, aber mir fehlte hier einfach der rote Faden des Ganzen. Für mich wirkte der "Thriller" doch sehr konstruiert und komisch (was bei Glennkill nie der Fall war).
Das Buch erscheint mir daher insgesamt eher wie ein schlechter Versuch an den Erfolg von Glennkill anzuknöpfen.
Für Fans von Glennkill ist das Buch vermutlich trotzdem zu empfehlen, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung kann ich aber für diese Durchschnittsversuch leider nicht aussprechen.
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