Leser-Rezension zu „Durch stürmische Zeiten” von Lesley Pearse
am 1.12.2011
England 1786. Die junge Mary Broad wird wegen einem Diebstahl zum Tode verurteilt. Bald darauf wird sie jedoch begnadigt und erhält eine neue Strafe: sieben Jahre Deportation nach dem damals erst vor wenigen Jahren entdeckten Australien. Auf der Reise müssen die Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen versuchen zu überleben. Kranke scheinen keine Chance zu haben, Australien lebend zu erreichen. Doch Mary setzt sich für gerechte Lebensbedingungen ein und erreicht dies auch teilweise.
Als das Schiff in Australien ankommt, sind alle geschockt. Sie sollen eine Siedlung bauen, doch sie haben weder Proviant noch Material, geschweige den asugebildete Handwerker. Zudem sind die Eingeborenen feindlich, niemand scheint Ahnung über Landwirtschaft zu haben. Bald leiden sowohl Häftlinge als auch die Besatzung des Schiffes schlimmer denn je. Doch Mary gelingt es, zu überleben. Und den Traum von der Flucht hat sich auch nicht aufgegeben. Schließlich wagt sie die gefährliche Flucht...
Lesley Pearse hat sich - bis auf die zwischenmenschlichen Beziehungen - weitgehend an die historischen Fakten gehalten. Einige von Marys Schicksalsschlägen haben mich an den Rand der Tränen gebracht. Auch wenn ich mir das Ende anders vorgestellt hatte, ist das Buch insgesamt sehr gelungen und für Fans von Büchern des frühen Australiens und von Büchern von Sarah Lark ein Muss.

