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Titel: Tagebuch eines Vampirs - Rückkehr bei Nacht
Originaltitel: The Vampire Diaries - The Return: Nightfall
Autor: Lisa J. Smith
Seitenzahl: 608
Verlag: cbt
Erschienen: 5 6. April 2010
Preis
Taschenbuch: 9,95€
Klappentext:
Elena hat es geschafft, der Schattenwelt zu entkommen. Doch niemand außer ihren engsten Freunden darf von ihrer Rückkehr erfahren – denn in Fell’s Church lauert bereits eine höllische Gefahr, gegen die noch nicht einmal Damon gefeit ist. Der Kampf zwischen Gut und Böse nimmt eine völlig neue Dimension an. Und Elena ist die Einzige, die der blutrünstigen Übermacht entgegentreten kann. Doch dann verschwindet Stefano plötzlich spurlos ...
Rezension;
Jaaaaa…ähhm…schrecklich! Ich weiß nicht, was Lisa J. Smith sich dabei gedacht hat, aber das ging gar nicht!! Die Geschichte ist extrem weit hergeholt und…nein! Irgendwie hat Mrs Smith, die gesamte Geschichte umgekrempelt. Der ganze Schreibstil ist total verändert. Sie benutzt übermäßig viele Adjektive, was ja nicht schlimm wäre, aber sie macht andauernd irgendwelche Feststellungen, von denen man gar nicht mitkriegt, das sie in irgendeiner Weise auch stimmen. Außerdem scheint sie versucht zu haben, das Ganze der Serie mehr anzupassen, nicht von der Handlung, sondern von der Art der Charaktere, jedenfalls, was Damon betrifft. Der ist jetzt auf einmal ironisch und nicht mehr ganz so pseudo-böse.
Was Elena angeht: Wer den 4. Teil gelesen hat, wird ja wissen, dass sie so mir nichts dir nichts als Mensch auf die Erde zurückgekommen ist. Jetzt ist sie aber auf einmal ein Geist und soooooooooo unschuldig und ist geistig so weit entwickelt, wie ein Kleinkind. Sie versteht ja überhaupt nicht, warum sie nicht nackig rumlaufen sollte, schwebt die ganze Zeit durch die Gegend und alle vergöttern sie. Warum muss sie immer von allen vergöttert werden? Sie benimmt sich so oft mies gegenüber ihren Freunden und die behandeln sie trotzdem als wäre sie ein höheres Wesen oder so. Es ist auf jeden Fall etwas nervig, dass es außer Caroline irgendwie niemanden gibt, der Elena nicht mag. Selbst ihre Feinde stehen auf sie. Diese Geistphase ist einfach nur nervig. Ich meine hallo, sie fässt Kleidungstücke an und sieht wo sie herkommen, deswegen nimmt sie keine, die mit Kinderarbeit usw. hergestellt wurden. Ich meine, die Idee ist ja ganz nett, aber das sozusagen nur so eine Randbemerkung, damit man nochmal sieht, wie unschuldig Elena ist. Ungefähr nach der Hälfte des Buches wacht sie dann wieder als die alte Elena auf und mein erster Gedanke war: „Ein Glück, endlich!!“ Wirklich, ich war echt nur erleichtert, mal wieder was etwas normaleres zu lesen, viel länger hätte ich es glaube ich nicht ausgehalten. Ich saß nur noch vor dem Buch und dachte „Oh Gott, jetzt geht das schon wieder los“, wenn Stefano und Elena mal wieder geturtelt haben (selbst als Geist mit Kleinkindverstand konnte sie das!). Habt ihr schonmal so einen Schrott wie „das heilige Band des Blutgebens“ oder so gehört?? Und Stefano wollte sie ja nicht ausnutzen, weil er ja soooooooo gut ist.
Stefano mochte ich im Verlaufe des Buches immer weniger, obwohl ich ihn ja schon am Anfang nicht wirklich mochte, er redet total schwülstig und die ganze Zeit nur: „Ach, Liebste! Ich will dir ja nicht wehtun!!“ Nur sowas. Dieses Liebste hat mir mit der Zeit echt zum Hals rausgehangen. Und dann ist er stark, sogar stärker als Damon, weil er von Elenas Geiserblut getrunken hat. Und kann sich trotzdem nicht gegen Shinichi wehren!
Kommen wir zurück zu den vielen Adjektiven, die hätten nämlich wahrscheinlich gar nicht so gestört, wenn es nicht immer die gleichen gewesen wären, alle sind stark, sanft und anmutig, da kommt es einem vor als hätten alle die gleiche Persönlichkeit und es nervt so, dauernd dieses sanft zu lesen, vor allem wenn es da nicht hinpasst. Manchmal waren die Adjektive aber auch schön gesetzt, sodass man sich eine Szene bildlich vorstellen konnte, aber leider kam das viel zu selten vor.
Dann war es auch so, dass ich manchmal etwas verwirrt warf, wie jetzt etwas passiert ist. Ich bin fest davon ausgegangen das Shinichi Damon anlügt, weil er ja sowieso die Kontrolle über ihn hat (ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten für die, die das Buch noch lesen wollen, das ist aber eigentlich so ziemlich von Anfang an klar) und habe dann irgendwie nicht alles so wirklich nachvollziehen können.
Die Grundidee an sich war eigentlich ganz gut, es war eben nur so, dass ich mit der Umsetzung, dem Schreibstil und den Charakteren nicht klargekommen bin und die machen schon sehr viel von einem Buch aus.
Bei mir ist es ja so, dass ich ein Buch zu Ende lesen muss, wenn ich es erst einmal angefangen habe, deswegen habe ich mich weiter durchgekämpft und siehe da, es wurde besser! Zwar nicht viel aber immerhin, zum Schluss war es sogar relativ spannend. Naja…
Fazit:
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich vom Anfang des Buches so angenervt war, aber ich fand es definitiv nicht gut. Für Leute, die die anderen „Tagebuch eines Vampirs“-Bücher bisher auch mochten, ist es, denke ich eine kleine Umgwöhnung vom Schreibstil, es kann aber trotzdem gefallen, wie gesagt die Grundidee ist nicht schlecht.
(3/10)