Rezension zu "Starters" von Lissa Price

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Summer-green

Vor 1 Jahr

(7)

Ein furchtbarer Krieg und eine damit verbundene Epidemie hat einen Großteil der Weltbevölkerung dahingerafft. Nur die Alten (die sogenannten Enders) und die Kinder (Starters) haben überlebt. Beide Parteien sind sich jedoch fremd geworden, stehen sich teilweise sogar feindlich gegenüber. Die Schere zwischen reich und arm wird immer größer und betrifft vor allem die Jugendlichen. Wer keinen Vormund in Form von reichen Großeltern hat landet oftmals mittellos auf der Straße.
So auch Callie. Sie lebt mit ihrem kranken Bruder in absoluter Armut auf der Straße. Der Krieg hat ihr alles genommen, auch ihre Eltern. Auf Dauer kann sie sich jedoch nicht als Hausbesetzerin durchschlagen, denn ihr Bruder braucht dringend Medikamente um gesund zu werden. Um schnell an Geld zu kommen entschließt sie sich zu einem riskanten und illegalem Schritt. Sie “vermietet“ ihren jungen Körper an Ender, die sie dann lenken und kontrollieren und somit wieder jung sein können. Das dabei eine Menge schief gehen kann, merkt Callie am eigenen Leib. Eh sie sich versieht steckt sie in einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes und entfernt sich immer weiter von ihrem eigenen Ziel.
Ich finde es wirklich schwer diesem Buch gerecht zu werden. Oberflächlich gesehen kann man kaum etwas schlechtes sagen: Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, man kommt schnell in die Story rein und es wird auch nie langweilig. Ständige Wendungen und Überraschungen am laufenden Band halten den Leser bei der Stange. Das Cover gefällt mir zudem auch besonders gut! Was mir fehlte waren vor allem ein paar Hintergrundinfos. Ich hätte gern mehr über den Krieg und die Sporen und über das ganze Szenario erfahren. Wie es zu der jetzigen Situation kam wurde nur oberflächlich erklärt und ich hatte den Eindruck, wenn man tiefer gräbt fallen einem die ganzen Ungereimtheiten auf. So ist es auch im Verlauf der Story, wo man ab und zu den Eindruck hat das offensichtlich rasante Tempo soll vom Fragen stellen abhalten. Am meisten hat mich jedoch gestört, dass die Autorin für mich kaum Emotionen transportieren konnte. Sie hat es nicht geschafft das ich mit Callie fühle. Ich kann nicht genau sagen woran das gelegen haben mag, aber es kam mir manchmal regelrecht tot vor. Dadurch kam für mich auch keine “echte“ Spannung auf, da die Figuren nicht sehr nah an mich herankamen. Nicht mal der dramatische Showdown konnte mich überzeugen. Das Buch hat dadurch meiner Meinung nach Potential verschenkt. Es ist jedoch kein schlechtes Buch, es liest sich schnell, man kann es gut zwischendurch lesen und es bietet ein paar interessante Ideen. Leser die schon viele anspruchsvolle Dystopien kennen, werden aber vielleicht enttäuscht sein.

Autor: Lissa Price
Buch: Starters
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