Rezension zu "Starters" von Lissa Price

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LaLecture

Vor 10 Monaten

(23)

Eine interessante, wenn auch schreckliche Zukunftsvision, ein mörderischer Plan, eine mutige Heldin,...- Gelungene Dystopie für Jugendliche

Die USA in der Zukunft: Eine tödliche Krankheit hat eine ganze Generation ausgelöscht. Nun leben nur noch sehr junge Menschen (die Starters) und ganz alte Menschen (die Enders) in dem Land, in dem das Chaos ausgebrochen ist.
Die Enders haben das Sagen und nur wenige glückliche Kinder konnte bei ihren Großeltern ein Zuhause finden. Alle anderen werden in Waisenhäuser gesteckt, in denen grausame Zustände herrschen. Andere konnten sich bis jetzt vor den Marshals verstecken und kämpfen auf der Straße ums Überleben.

Die 16jährige Callie Woodland ist eine von ihnen. Zusammen mit ihrem kleinen Bruder Tyler und ihrem Kumpel Micheal lebt sie in verlassenen Gebäuden, wo sie sich gegen Schläger druchsetzten und vor der Polizei verstecken muss. Doch Tyler ist sehr krank und wird dieses Leben nicht lange überstehen.
In ihrer Verzweiflung unterschreib Callie einen Vertrag mit "Prime Destinations", einer Firma, die die Körper Jugendlicher für viel Geld an Enders vermietet, damit diese wieder jung sein können. Doch etwas geht schief, Callie erwacht zu früh und findet sich plötzlich in der Welt der Reichen und Schönen wieder. Schon bald findet sie heraus, dass ihre Mieterin nicht irgendeine vergnügungssüchtige Ender ist. Sie hat Callie gemietet, um einen Mord zu begehen!

Zunächst einmal etwas zur Aufmachung des Buches, die sehr gelungen ist. Das Cover ist passend und nach dem Motto "Weniger ist mehr" gestaltet. Ein Kopf ohne Gesicht ist auf einem dunkelblauen Hintergrund zu erkennen (das Cover des zweiten Bandes sieht ähnlich aus, nur dass es weiß ist), was sehr gut zum Inhalt des Buches passt, da auch Callie nie weiß, ob sie es mit echten Teenagern oder einem Mieter zu tun hat.
Insgesamt wirk das Cover auch etwas unheimlich, passend zu der Verschwörung, die Callie entdeckt...

Die Idee ist wirklich klasse. Es gibt zwar im Moment so viele Dystopien, aber wenn das Buch eine innovative Idee hat, kann es micht trotzdem begeistern.
Dass es nur noch junge und alte Menschen gibt ist wirklich interessant und sorgt für spannenden neue Erfindungen wie z.B. die Body Bank, auch wenn ich wirklich gerne mehr über diese Welt erfahren hätte.

Es kam mir auch ein bisschen seltsam vor, dass so viele Enders nichts anderes zu tun haben, als Starters zu quälen und jung sein zu wollen. Ein paar mehr Informationen über die wirtschaftliche und politische Lage hätten nicht geschadet. Schließlich musste ja auch irgendjemand die Jobs der ganzen verstorbenen Menschen übernehmen.

Was ich außerdem klasse finde, ist, dass es in Starters nicht vordergründig um irgendeine tragische Liebe geht (auch wenn es - keine Angst Mädels- natürlich einen süßen Typen gibt). Es wäre angesichts Callies momentaner Lage auch nicht realistisch, dass sie nichts anders zu tun hat, als für irgendeinen Typen alles hinzuschmeißen.

Die Handlung ist sehr spannend, immer wieder werden neue Verschwörungen und Intrigen aufgedeckt und immer wenn man denkt "Jetzt kann mich nichts mehr überraschen" gibt es neue Enthüllungen.

Das Ende fand ich nahezu perfekt. Es ist abgeschlossen, also kein Cliffhanger, aber es bleibt genug, um den Leser neugierig zu machen, auf den zweiten Teil, der Ende des Jahres erscheinen wird.

Das einzige, was mich total gestört hat, waren die Charaktere. Es war, als hätte die Autorin gedacht "Na wenn ich schon so ein spannendes Buch mit so einer tollen Idee schreibe, sind die Personen doch nicht wichtig" und dem ein oder anderen mag es auch egal sein, weil es den Lesespaß nicht übermäßig hemmt, aber mich haben die Figuren genervt!
Callie ist viel zu perfekt. Sie ist supersportlich, supernett zu allen Leuten, ist immer total unschuldig und supermutig. Ich hätte es nicht schlimm gefunden, wenn sie ab und zu Mal einen Fehler gemacht, etwas unüberlegtes gesagt oder Angst gehabt hätte.
Auch die Gefühle, die sie für Blake (der süße Typ ;-)) entwickelt, waren für mich nicht nachzuvollziehen.
Bei vielen der Nebencharaktere ging es mir leider genauso.

Fazit: "Starters" ist ein tolles, spannendes Jugendbuch mit einer wunderbaren Idee. Bis zur letzten Seite hat man tausend Fragen und erfährt ständig neue Details, sodass man die volle Bandbreite der Story erst zum Schluss durchschaut. Leider waren mir die Charaktere zu perfekt, weshalb ich nur 4 von 5 Sternen vergebe.
Trotzdem sehr empfehlesnwert für alle Dystopie-Fans!

Autor: Lissa Price
Buch: Starters
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