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Alle anzeigenIlary
Vor 1 Jahr
(8)Nachdem Mary Linleys Vater auf See geblieben ist, will seine Schwester Henriette sie verheiraten. Davon möchte Mary allerdings nichts wissen, sie wurde durch ihren Vater in seine Arbeit als Botaniker mit einbezogen und ausgebildet, deshalb möchte sie auf Reisen gehen, um ihre Kenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.
Da sie als Frau niemals genommen wird, verkleidet sie sich als Mann und bewirbt sich bei einer Expedition von Carl Belham notgedrungen erst mal als Zeichner. Da ihre vorgelegten Arbeiten überzeugen, erhält sie diese Stelle und flieht klammheimlich von zu Hause und geht an Bord.
Der Leser wird nun mitgenommen auf eine Schiffsreise im 18. Jahrhundert und lernt das harte Leben an Bord genau kennen. Es ist eine aufregende Fahrt und man erfährt einiges über den Stand der damaligen Medizin, von Freundschaften an Bord, von Krankheiten und auch vom Tod. Unter anderem erhalten wir z. B. interessante Einblicke in das Leben und die Natur auf Tahiti.
Die Protagonisten werden sehr genau und liebevoll vorgestellt, mir waren sie auch durchwegs sympathisch.
Der vorliegende Debütroman der Autorin sticht als erstes durch die hochwertige Aufmachung ins Auge. Das Cover ist wunderschön, vor allem die glänzenden Motive machen sich hervorragend. Hervorzuheben ist dann noch die eingefügte Landkarte, die Personenübersicht sowie den sehr aufschlussreichen Anhang mit dem Portrait von Jeanne Baret, der die Story abrundet, sowie das Glossar.
Anfangs hatte ich noch Bedenken wegen der Frau-in-Hosen-Geschichte, am Ende konnte ich nur feststellen, daß diese völlig unbegründet waren.
Der Schreibstil liest sich flüssig, unterhaltsam, aber auch spannend. Die Seiten fliegen nur so dahin. Was man dem Buch auch anmerkt ist, daß dahinter viel Recherchearbeit liegt.
Ich bin auf das nächste Buch der Autorin sehr gespannt.
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