Inhalt:
Als Kind wird Grace von einem Rudel Wölfe in den nahen Wald gezerrt. Bevor sie ernsthaft verletzt wird, wird sie von einem jungen gelbäugigen Wolf vor den anderen Wölfen beschützt. Seither ist Grace fasziniert von den Wölfen. Insbesondere von ihrem Retter. Jeden Winter, wenn die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren, beobachtet sie sie. Doch eines Tages wird ein Junge aus ihrer Schule von Wölfen getötet. Eine Jagd auf die Wölfe beginnt und Grace findet kurz darauf vor ihrer Tür einen verletzten Jungen mit gelben Augen. Den Augen ihres Wolfs. Grace und Sam – so heißt der Junge – verlieben sich ineinander. Alles könnte so schön sein, würde Sam sich nicht mit Beginn des Winters für immer in einen Wolf verwandeln…
Die einzelnen Kapitel sind entweder mit Grace oder Sam überschrieben. Je nachdem, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Außerdem gibt es auch immer eine Angabe der Außentemperatur. Denn mit sinkenden Temperaturen rückt die Zeit von Sams Verwandlung näher.
Obwohl ich das Buch in der englischen Originalversion gelesen habe und dadurch anfangs etwas langsamer voran kam, konnte ich es nach einer Weile kaum noch aus der Hand legen und am Ende hatte ich einen dicken Kloß im Hals.
Ein kleiner Erfahrungsbericht: (Für die, die es interessiert. Sonst einfach bei „Meinung:“ weiterlesen. ;))
Ich habe übrigens seit meiner Schulzeit, die schon lange, lange, laaaange zurück liegt, kein Buch mehr in Englisch gelesen. Aber vielleicht interessiert euch ja meine Erfahrung damit:
Vor ein paar Tagen hab ich begonnen dieses Buch zu lesen, das mir eine Freundin netterweise geliehen hatte. Auf den ersten paar Seiten hätte ich so ungefähr jedes 2. Wort nachschlagen können. Hab ich aber nicht, weil ich dachte, wenn ich damit anfange, hab ich spätestens nach drei Seiten keine Lust mehr. Also hab ich erstmal so weiter gelesen.
Dann, nach den ersten vier Kapiteln, die recht kurz waren, kam mir die Idee, Kapitel weise vorzugehen. Ich hab mich also noch mal durch das 1. Kapitel gekämpft und die Wörter, die ich nicht kannte nachgeschlagen. Auch doof! Ich wollte nicht alles mehrmals lesen. Bin ja schließlich nicht mehr in der Schule und das hier ist keine Hausarbeit.
Der nächste Plan sah dann vor, erstmal zu lesen, die unbekannten Wörter raus zu schreiben und später nachzuschlagen. Den Plan fand ich gut. Damit konnte ich „arbeiten“. Also hab ich gelesen, Zettel und Stift griffbereit. Hab hin und wieder ein Wort, einen Satz, eine Redewendung aufgeschrieben und dann weiter gelesen. Irgendwann hab ich dann aufgehört, Sachen aufzuschreiben…
Ja und jetzt – jetzt hab ich das Buch durchgelesen. Vor mir liegt die Liste, aus der ich nicht ein Wort nachgeschlagen habe, und soll ich euch was sagen? Es ist auch nicht mehr wichtig!
Es kommt nicht darauf an, jedes Wort zu verstehen. Es kommt darauf an, die Geschichte an sich zu verstehen. Und das habe ich!
Also an alle, die sich auch überlegen, ob sie nicht mal ein Buch auf Englisch lesen sollen:
Probiert es einfach! Wenn ich das geschafft hab, schafft ihr das auch.
Meinung:
Die beiden Hauptprotas mochte ich sehr. Sam mit seiner furchtbaren Vergangenheit und Maggie, die ihr Leben mehr oder weniger allein meistert, da sich ihre Eltern nicht wirklich für sie zu interessieren scheinen. (??And just like that, her parental energies were expended. She had played Mom by driving us to the hospital, watching the nurse tend to my wounds, and warning me off my psychotic boyfriend, and now she was done. It was obvious I was going to live, so she was off duty.?? S. 268) Für beide tickt die Uhr und die versuchen sie zu nutzen (??We don’t have time to be sad.?? S. 225)
Graces Freundinnen Rachel und Olivia sind eigentlich nur Randfiguren, wobei Olivia im Verlauf des Buches eine etwas größere Rolle spielt.
Man lernt die einzelnen Rudelmitglieder kennen. Insbesondere Sams Beziehung zu Beck, seinem „Ziehvater“.
Gut gefallen hat mir auch Isabel Culpeper. Ihres Zeichens Schulschönheit und Schwester des getöteten Jungen. Schien sie mir zu Anfang noch ein oberflächliches Modepüppchen zu sein, entwickelt sie doch einen beachtlichen Ehrgeiz, wenn es um ihren Bruder geht. Letztendlich entpuppt sie sich sogar als überaus einfallsreich und hilfsbereit.
Fazit:
Für mich war dieses Buch endlich mal wieder ein richtiges Highlight und ich freue mich schon darauf, die nächsten beiden Teile der Trilogie zu lesen.
Shiver (Nach dem Sommer)
Linger (Ruht das Licht)
Forever