Leser-Rezensionen zu „Ash” von Malinda Lo
Rezension verfasst vor 1 Woche (1)
over
Das Cover erinnert an ein kleines, verlorenes Mädchen, das ganz allein auf der Welt ist- was echt gut zum Buch passt. Trotzdem finde ich die Originalvariante schöner, es hat mehr mir Märchen auf sich und den ganzen Feenwesen... das 2. Bild ist das Original, das erste die deutsche Variante.
Meine Inhaltsangabe
Teil eins
Als die Eltern von Ash sterben, muss sie bei ihrer Stiefmutter und deren zwei Töchter leben, die sie wie den letzten Dreck behandeln. Sie muss für sie die Haushälterin spielen und auf ein eigenes Leben verzichten, und dass über mehrere Jahre hinweg. Doch während dieser Zeit flüchtet sie sich in freien Momenten unerlaubt in den Wald und begegnet dabei einen Feenprinzen, mit dem sie mehrere Jahre lang befreundet ist und weiß, dass sie irgendwann einen Preis für diese Freundschaft zahlen muss.
Teil zwei
Im Buch sind zwei "Teile" vorhanden, und im zweiten geht es darum, wie sie eine Jägerin kennenlernt und sich in sie verliebt. Währenddessen bittet sie den Feenprinzen um zwei Wünsche, für die sie eigentlich zahlen müsste, doch unerwartet kommt alles anders als geplant....
Charaktere
Ash: Zu Ash findet man nie so wirklich eine Nähe als Leser, da von ihr auch immer nur in der dritten Person gesprochen wird. Allgemein tut sie mir schon ziemlich Leid, aber ich an ihrer Stelle hätte mich schon längst gewährt, anstatt diese Leben mitzumachen! Allgemein ein nicht so ansprechender Charakter.
Das ist auch eigentlich die einzige richtige Hauptperson...
Schreibstil und Gestaltung
Der Schreibstil des Buches ist etwas komisch. Anfangs wird es wie in einem Märchen geschrieben, aber jetzt nicht so wie "Es war einmal", sondern eher so Legenden-Ähnlich. Das zieht sich ganz schön hin und man kommt nur schwer in die Geschichte rein. Hätte ich es nicht als Reziexemplar bekommen, hätte ich es wahrscheinlich wieder weggelegt. Aber ich habe mich dann durchgekämpft, bis es mal ETWAS besser wurde. Von der Gestaltung her ist das Buch total schön handlich und man bekommt keinen Krampf beim Halten ;) Aber das ist auch schon allen :/
Meine Meinung
Das Buch war ein Flop. Ich war wirklich enttäuscht, es ging gar nicht so sehr um die Elfen oder Feen und die Handlung, die über mehrere Jahre hinweg spielte, wurde immer nur so leicht angeschnitten. Es war eher so eine Art "Nacherzählung" und Kurzgeschichte irgendwie, anstatt ein gutes Buch mit richtiger Spannungskurve und richtigem Inhalt! Die Idee, "Aschenputtel" nachzuahmen, war zwar da- Eltern tot, eine böse Stiefmutter, zwei böse Schwestern, aber sogar der Prinz fehlte !! Ich finde, man hätte aus dem Buch vieeel mehr herausholen können und ich bin echt enttäuscht, obwohl mir das Cover so zugesagt hat. Ich weiß auch gar nicht, was ich dazu noch schreiben soll- einfach vielleicht nur, dass das Buch für diejenigen geeignet ist, die eine ruhige und kurze Geschichte zum entspannen wollen und keine große Erwartungen daran stellen, aber es sonst eher einschläfernd ist, so Leid mir das auch tut...
Fazit
Flop des Jahres. großzügige 2/5 Sternchen wegen den guten Ansätzen !
Rezension verfasst vor 1 Monat (12)
Als Ash noch ganz klein ist stirbt ihre Mutter und lebt von daan mit ihrem Vater alleine in Rook Hill. Mit etwa 12 Jahren lernt ihr Vater eine neue Frau kennen und heiratet sie. Ihre Stiefmutter Lady Isobel hat noch 2 Töchter, Clara und Ana. Kurz nach der Hochzeit stirbt ihr Vater und Ash lebt fortan bei ihrer Stiefmutter und den beiden Stiefschwestern im Quinn House. Ihre Stiefmutter behauptet, dass ihr Vater einen Berg Schulden hinterlassen hätte, die Ash nun als Dienstmädchen abarbeiten soll. Doch Ash zieht es immer wieder in den Wald, zurück nach Rook Hill. Eines Tages begegnet sie einem Feenmann und bittet ihn, er solle sie zu ihrer Mutter führen. Denn Ash hat viel über Feen und ihre Macht gelesen. Doch immer wieder wird sie von dem Feenmann Sidhean zurück gewiesen, denn es sei noch nicht an der Zeit. Mit der Zeit wird Ash immer älter, doch nichts ändert sich für sie. Ihre Stiefmutter versucht wie verrückt ihre Tochte Ana mit dem Prinzen zu verkuppeln. Und als alle zusammen zum königlichen Hof geladen sind, lernt Ash die königliche Jägerin Kaisa kennen. Ash und Kaisa freunden sich mit der Zeit immer mehr an und entwickeln tiefe Gefühle für einander. Doch da erscheint Sidhean wieder und fordert Ash ein.
Ash ist eine moderne Variante von Aschenputtel, was am Anfang ziemlich schnell klar wird und auch zum Ende hin noch mal aufgegriffen wird. Doch ist diese Geschichte mit Feen und einem lesbischen Hauch versehen. Das macht diese Geschichte umso interessanter, besonders mit der Homosexualität. So richtig warm geworden bin ich mit diesem Buch jedoch nicht. Man hat meiner Meinung nach wirklich die ganze Zeit das Gefühl, ein altes Märchen zu lesen. Normalerweise wird man entweder direkt in die Geschichte reingeworfen oder es baut sich langsam auf, dann wird es immer spannender bis dann der Hohepunkt am Ende kommt. Doch hier war es alles eher schleppend und so wirklich richtig was passiert ist eigentlich auch nicht. Dieses Buch war nicht schlecht aber auch nicht wirklich richtig gut. Ziemlich schwer zu beschreiben. Sowas hatte ich bis jetzt selten. Da dieses Buch nur knapp 300 Seiten hat, ist es keine Zeitverschwendung, sich sein eigenes Bild darüber zu machen.
Rezension verfasst vor 5 Monaten (7)
Klappentext:
>>Bist du zu mir gekommen, um mir ein Märchen zu erzählen?<<, fragte er mit spöttisch verzogenem Mund. Ash ließ sich davon nicht abschrecken. >>Stimmt es?<<, hakte sie nach. >>Ist die Geschichte wahr?<<
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleciht sie sich in die Wälder - denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt...
Meine Meinung:
Der Klappentext lässt daraus schließen, dass es sich um "Aschenputtel" handelt, nur als Remake. Das stimmt nur zum Teil. Anfänglich wird man in die Geschichte eingeführt, rund um Ash und ihr Umfeld. Man könnte meinen, dass man 1 zu 1 hier von "Aschenputtel" redet, allerdings spielen Feen, insbesondere eine männliche Fee, eine tragende Rolle, so dass "Ash" doch anders ist. Anders und speziell. Speziell musst nicht schlecht heißen, aber dennoch wurde ich nicht so ganz warm mit dem Buch.
Ich hatte Mühe in die Geschichte zu finden, was größtenteils auch an dem Schreibstil von Lo lag. Anfangs schweift sie sehr oft ab, wenn sie etwas erläutern möchte. Sie schweift so sehr ab, dass sie dann schon ein neues Thema anschneidet und ich wusste gar nicht mehr, worum es im ersten Moment ging. Das geschah ziemlich zu Beginn der Lektüre. Und gen Ende war es genau anders herum. Da sparte sich die Autorin, gewisse Erklärungen bzw. schmückte gewisse Situationen nicht genügend aus. So beschreibt sie zum Beispiel zwei Seiten lang, wieso der Glaube ihrer Mutter, einer Kräuterhexe und von vielen anderen Menschen, dem Glauben der Kirche weichen musste. Doch nicht eine Seite wurde beschrieben, durch welche Gesten oder durch welches Verhalten sich Ash langsam aber sicher in Kaisa verliebt. Es muss ja nichts romantisches oder kitschiges sein, aber kleine Ausführungen zu "unauffälligen Blicken", "das kurze Berührunen am Arm, welches eine kleine Gänsehaut verursacht" oder irgendetwas anderes. Das blieb jedoch leider aus.
Generell würde ich sagen, dass die Idee zu "Ash" anders und gut ist, andererseits bin ich der Meinung, dass die Aschenputtel-Geschichte sich nicht so gut in die Feen-Sage einreiht, um daraus ein tolles geschichtliches Zusammenspiel hervorzurufen. Wenn ich diesen Punkt weiter ausarbeite, würde ich zu viel verraten, daher versuche ich so wenig wie möglich preiszugeben und hoffe, dass man meinen Leseeindruck versteht. Lo beschreibt "Ash" in Kurzform so: Lesbische Aschenputtel-Neuerzählung. Hätte sie sich also nur von den Elementen von diesem Märchen bedient, hätte es mir besser gefallen. Zumal die Ausarbeitung von Kasia und Ash, bzw. die Bindung die sie zueinander aufbauen, nicht so untergegangen wäre. Die Feen-Saga und die stets eingebauten Feenmärchen haben ein wenig den Lesefluss gestört. Normalerweise bin ich ein riesengroßer Feen-, und Engel-Fan. Aber hier hätte es mir besser gefallen, wenn man sich nur einer Geschichte bedient hätte und nicht zwei bzw. mehrere miteinander vermischt.
Das Buch hinterlässt zwar keinen bleibenden Eindruck, aber es war ganz nett für zwischendurch. Es gibt Bücher, die würde ich sofort meinen Freunden empfehlen und es gibt Bücher, da würde ich sagen, dass es nichts für sie ist. Doch auch, wenn ich nicht unbedingt von "Ash" überzeugt bin, ist die Lektüre etwas, wie ich folgendermaßen meinen Freunden empfehlen würde: "Mich hat es nicht vom Hocker gehauen, aber du musst es wirklich selbst lesen. Vielleicht gefällt dir das Zusammenspiel von Saga und Märchen. Es ist sehr schwer zu beschreiben!"
Fazit:
Mir fiel es sehr schwer, die Rezension zu verfassen. Ich will dich Geschichte nicht auseinander nehmen, denn dafür war sie zu gut. Andererseits kann ich zu 100% sagen, dass es nicht mein Fall ist. Gleichzeitig könnte ich nicht jedem von dem Buch abraten. Man muss sich einfach selbst ein Bild machen. Ohne zu viel zu verraten und doch seinen Leseeindruck verständlich zu machen, war auch eine kleine Herausforderung. Wie gesagt, es war nett für zwischendurch und kann es doch nicht direkt empfehlen ;) Zwickmühle.
Rezension verfasst vor 7 Monaten (5)
Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vater, verändert sich ihre Stiefmutter von einem Tag auf den anderen. Absofort wird Ash wie eine Sklavin behandelt und muss sich um den Haushalt kümmern und dient ihren Stiefschwestern als Magd. Wann immer es ihr gelingt, wandert sie im Wald herum und stößt dabei auf eine Gruppe von Feenreiter. Obwohl dies ihren Tod bedeutet, ist es Ash lieber als wieder nach Hause zu gehen und weiterhin wie eine Leibeigene behandelt zu werden. Als aber der Feenprinz auf Brautschau ist, ändert sich alles...
(Quelle: eigene Zusammenfassung)
Meine Meinung:
Ash ist eine wunderschöne und teils traurige Geschichte, über ein Mädchen das alles im Leben verliert und es keine Hoffnung für sich sieht. Zuerst stirbt ihre Mutter und danach ihr Vater als dieser nochmal heiratet. Am meisten hatte sie es nicht verkraftet als ihre Mutter starb, schon da ist sie des öfteren in den Wald geflüchtet, wo ihre Mutter begraben wurde. Zu ihrem Vater hatte sie zwar ein kühleres Verhältnis, aber sie respektierte ihn. Und als er ihre "neue" Mutter nach Hause brachte, war das nicht grad eine erfreuliche Sache für Ash.
Wie sooft in Geschichten mit Stiefmüttern, ist diese auch nicht nett und nutzt es praktisch aus als Ash Vater stirbt und schikaniert sie zu jeder Gelegenheit. Auch ihre beiden Schwestern, behandeln Ash wie der letzte Dreck. Als einziger Ausweg um für kurze Zeit aus diesem Wahnsinn zu fiehlen, schleicht sie sich in den Wald. Doch als sie den Feenprinzen Sidhean trifft, ändert sich ihr leben. Ash ist sich nicht sicher ob sie wirklich etwas für ihn empfindet.
Und noch eine Begegnung lässt sie über ihr bisheriges Leben nachdenken, und zwar Kaisa, königliche Jägerin. Mit Kaisa beginnt für Ash das Leben wieder von neuem. Für wenn soll sie sich nur entscheiden?
Also die Geschichte erinnert stark an Aschenputtel (Stiefmutter, Stiefschwestern, Vater tod ... you know what i mean!), aber eine stark veränderte Version davon, wenn man das Ende mit einbezieht =) Versteht mich nicht falsch, es gibt schon ein Happy-End, aber ein etwas anderes überraschendes Happy-End als sonst ^^
Das Buch hatte ich bei amazon.de entdeckt und auch gleich bestellt, das passiert so in letzter Zeit besonders bei Büchern aus dem Pan-Verlag :D Aufjedenfall, konnte ich mich gleich in die Hauptperson hineinversetzen und mochte Kaisa besonders, mit ihrer lebenslustigen und selbstbewussten Art gefiel sie mir sehr. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen und war einfach nur märchenhaft schön :) Ash ist ihr erster Roman. ^^
In allem war das Buch fesselnd und man kann es nicht so schnell aus der Hand legen.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (7)
Das ist das erste Mal in diesem Jahr, dass mir das Geld für ein Buch leid tut. Ich konnte diesem Buch in keinster Weise etwas abgewinnen. Ich fühlte mich die ganze Zeit erinnert an "Cinderella" mit Feeneinflüssen. Nichts Neues bis auf die Ashs LIebe, die dann doch sehr modern daherkommt. Ganz verstanden haben ich die Story rund um Ash und den Feenmann auch nicht, auch nicht die Geschichte der Mutter. Das Ende kommt mir persönlich dann auf einmal zu schnell und viele Fragen wurden meiner Meinung nach nicht beantwortet! Insgesamt sehr unspektakulär!
Rezension verfasst vor 9 Monaten (13)
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …
Malinda Lo teilt ihre Geschichte in 2 Abschnitte, einmal der Teil mit dem Feen Mann und den Anderen mit der königlichen Jägerin. Der Prolog ist noch recht spannend gehalten aber dann plätschert erst mal alles vor sich hin. Ash wird wie Aschenputtel behandelt. Nur das sie ab und an noch raus darf und dort Sidhean trifft und kennenlernt, einen Feen Mann. Das war auch schon alles zu dem ersten Teil.
Im zweiten Teil geht es um die königliche Jägerin die Ash hin und wieder triftt und diese dann sehr gute Freunde werden. Irgendwann sehen Beide ein das sie mehr als nur Freundschaft verbindet und das Aschenputtel Märchen fängt von Vorne an (der Zauber wirkt nur bis Mitternacht, schönes Kleid, tanzt mit dem Prinzen etc.).
Also das Buch war echt nicht mein Fall. Der Buchrücken klang vielversprechend aber als ich den Anfang las war ich mehr als enttäuscht. Deswegen hab ich mich beschlossen das Buch als Klolektüre zu nutzen :D Lo's Schreibstil sagt mir so garnicht zu. Sie schreibt mir viel zu... soft! Zu verträumerisch und mir kommen eindeutig zu viele Feen vor (obwohl das auch nicht stimmt, aber es kommt einen so vor). Erst als Sie Andeutungen machte das es sich um Frauenliebe handeln könnte, dachte ich es könnte etwas spannender werden. Ich fands trotzdem nicht so prickelt.
Für Träumer und Feen Fans aber mein Fall wars nicht.
Rezension verfasst vor 10 Monaten (8)
Ash verliert binnen eines Jahres ihre Eltern. Ihre Mutter stirbt urplötzlich innerhalb weniger Tage und wird am Rand des Waldes in der Nähe von Ahs Zuhause beerdigt. Ihr Vater heiratet kurz darauf eine geldgierige Frau namens Lady Isobel und stirbt nur wenige Monate später an einer seltsamen Krankheit, die ihn von innen heraus zu zerfressen scheint. Danach ist Ash allein, lediglich ihre neue Stiefmutter und ihre beiden Stiefschwestern Ana und Clara bleiben ihr als Familie. Zu allem Überfluss ist sie fern ab von ihrer Heimat Rook Hill und dem geheimnisvollen Wald, in dem es noch Feen geben soll, die mithilfe von Magie immer wieder junge Mädchen und Jungen in ihre Kreise locken.
Das einzige was Ash bleibt sind die Märchen, Legenden, Erinnerungen und Träume von ihrer Mutter, die eine Kräuterhexe war. Als Lady Isobel zwei Brief erhält, die offen legen, dass die Geschäfte von Ashs Vater nicht gut liefen und er jede Menge Schulden hinterlassen hat, verliert Ash auch noch die unsichere Stellung im Haushalt ihrer Stiefmutter. Sie wird Magd und soll die Schulden ihres Vaters abarbeiten. Das Mädchen fügt sich und wird schon bald alleinige Haushälterin von Quinn House, dem Wohnsitz ihrer Stiefmutter. Ash nimmt das meiste schweigend hin, hat sie doch einen Freund gefunden, dem sie sich anvertrauen kann – das männliche Feenwesen Sidhean, der sie seltsamerweise nicht in seine Fänge locken und damit vernichten will. Im Gegenteil! Sidhean weist ihre Bitten, sie endlich mit sich zu nehmen vehement zurück, ist aber immer öfter an ihrer Seite, wenn Ash durch den königlichen Forst streift, um sich von der Arbeit in Quinn Haus zu erholen. Sie sagt niemandem etwas über ihren geheimnisvollen Freund und nach und nach verbindet die beiden ein ungewöhnliches Band. Die Jahre ziehen ins Land, Ash wird zu einer schönen jungen Frau und begegnet irgendwann der königlichen Jägerin Kaisa. Die beiden freunden sich während eines Sommers an und Kaisa bringt der schüchternen Ash das Reiten bei.
Schon bald muss Ash erkennen, wie sehr sie die Nähe ihrer neuen Freundin mag. Auch Kaisa scheint ihr nicht abgeneigt zu sein und schließlich lädt sie Ash ein der königlichen Jagdgesellschaft beizuwohnen und mit ihnen zu reiten. Ash verspricht ihr es zu versuchen und um Kaisa wiederzusehen, sucht Ash Sidhean auf. Der Feenmann soll ihr ihre Wünsche erfüllen und Sidhean verspricht ihr zu helfen. Doch diese Hilfe hat ihren Preis – Sidhean will Ash an seiner Seite haben und das Mädchen willigt ein, ohne in dem Moment zu ahnen, welche Konsequenzen diese Entscheidung hat…
„Ash“ ist in vielerlei Hinsicht wie das Märchen „Aschenputtel“. Es ist eine moderne Variante davon, die lediglich in den letzten Kapiteln vom Original abweicht, da Ashs Liebe nicht dem Prinzen Aidan gehört, sondern der königlichen Jägerin. Sidhean nimmt die Rolle der (guten) Fee ein, so dass es auch die bekannte Ballszene gibt, in der Cinderella mit dem Prinzen tanzt, ohne zu ahnen mit wem sie es zu tun hat. In die bekannte Erzählung fließen noch die Legenden und Erzählungen der Feen, die einen Großteil der Handlung bestimmen. Immer wieder werden die Märchen und Legenden erzählt, die Ash in Büchern liest. Auf diesem Weg soll man die Feen der Welt ein wenig besser kennenlernen, wenngleich Sidhean sich ganz und gar nicht den alten Legenden entsprechend verhält.
Die Geschichte ist ein seltsamer Mix aus einem Märchen mit fantastischen Elementen und einer männlichen Fee, der mehr wie ein Vampir wirkt, wenn man zwischen den Zeilen liest. Zudem hat man Schwierigkeiten sich auf eine Zeitepoche zu konzentrieren. Malinda Lo mixt verschiedene Epochen zusammen, teilweise frühes Mittelalter, teilweise Barock und Rokoko und dann wieder Elemente aus dem 19. Jahrhundert. Es fällt schwer nachzuvollziehen in welcher Zeit das Werk spielen soll, wenngleich es sich um eine fiktive Welt handelt. Doch auch diese wirkt unausgegoren. Man weiß wie das feindliche Nachbarland im Süden heißt, doch nicht einmal fällt der Name des Landes, in dem Ash und ihre Freunde leben. Auch die Namen, Begrifflichkeiten und Mythen wirken wahllos zusammen gewürfelt. Es gibt Orte wie Seatown, Rook Hill und Quinn House, dann wieder Namen wie Solanya, Kaisa, Aidan und Aisling (Ashs richtiger Name), die überhaupt nicht zu Clara, Ana, Gwen und Colin passen. Malinda Lo spielt mit verschiedenen Legenden und Bräuchen aus unserer Welt (das Weihnachtsfest, das eher an Halloween erinnert), Allerheiligen oder die Bräuche bei Beerdigungen, die in ihrer Vielzahl eher verwirrend, als interessant sind.
Auch ihre Heldin bleibt unheimlich blass. Ash ist dem Leser am Ende so nah, wie am Anfang, da sie eigentlich nichts aus eigenem Antrieb macht. Sie reagiert nur, agiert aber nicht wirklich und ist in vieler Hinsicht einfach zu passiv. Man lernt sie nicht kennen, da sich Malinda Lo lieber in (wirklich schönen) Beschreibungen zu der Umgebung, dem Wald und den Sidhe verliert, als ihre Protagonistin aktiv erzählen zu lassen. Wo sind die Dialoge am Anfang, die den Charakter formen und einführen, wo die Beschreibungen ihres Wesens. Man lernt die anderen Figuren kennen, braucht jedoch über 200 Seiten um zu wissen, welche Haarfarbe Ash hat (ich finde es wichtig, dass die Protagonisten beschrieben werden, um sie sich vorstellen zu können). Oftmals wechseln die Perspektiven und gerade die eingeschobenen Märchen, machen es schwer der Handlung zu folgen, da viele dieser Erklärungen irrelevant sind. Auch einige Szenen hätte man streichen können, da sie im nachhinein keinen tieferen Sinn hatten. Das Buch zieht sich an vielen Stellen, an anderen spart es zu sehr mit Erklärungen, insbesondere wenn Dialoge immer dann abgebrochen werden, wenn sie interessant wurden.
Ein großes Manko ist auch die Tatsache, dass viele interessante Ansätze angesprochen, jedoch nicht weiter verfolgt werden. Ashs magische Fähigkeiten werden spannend dargestellt, doch irgendwann sind sie bedeutungslos; das Buch ihrer Mutter dient auch keinem tieferen Sinn und in vielen Dinge verschenkt Malinda Lo einfach Spannung und Dramatik, da sie immer den leichtesten Weg geht und Konflikte zu scheuen scheint. Dementsprechend langweilig und vorhersehbar ist das Ende, da nicht einmal hier etwas passiert, was Ash wirklich fordert und ihr ein Opfer abverlangt. Sicher tritt sie am Ende Sidhean gegenüber, um ihre Liebe zu Kaisa zu bewahren, doch es endet recht undramatisch.
Selbst die lesbische Beziehung zwischen Kaisa und Ash bleibt recht unbeleuchtet, da sie zwar deutlich dargestellt wird, es jedoch keine Probleme für die beiden Frauen mit sich bringt. Die anderen Bewohner des Landes stehen dieser Art von Liebe recht offen gegenüber, was im Grunde okay ist, aber für den Leser unbegründet bleibt (immerhin werden die Philosophen ja sinnbildlich als die Vertreter der Kirche dargestellt, was eigentlich zu Konflikten führen sollte). Hier fehlt mir einfach die Begründung, da es sich immerhin um eine mittelalterlich anmutende Welt handelt.
Der Schreibstil ist durchweg recht flach, an einigen Stellen gibt es Wiederholungen und es fällt schwer richtig in die Geschichte einzusteigen. Bei Beschreibungen des Waldes oder von Sidhean verwendet Malinda Lo eine blumige Sprache, die sehr ausführlich und faszinierend ist, doch gerade bei den Dialogen schwächelt sie, was ein Grund dafür ist, dass Ash ein so langweilige Protagonistin ist. Teilweise sind die Stories von Fanfiction Autoren besser verfasst, als dieses Werk, doch wahrscheinlich gibt es genug Leute, die diesen schlichten Stil bevorzugen.
Insgesamt ist das knapp 270 Seiten starke Büchlein hübsch aufgemacht, kommt als Hardcoverband mit Schutzumschlag daher und hat sogar dasselbe Cover wie die amerikanische Ausgabe. Bis auf einige Fehler in der Übersetzung ist auch diese gut gelungen. Wer einfache, märchenhafte Geschichten mag und endlich mal eine fantastische Geschichte mit einem Hauch Homoerotik lesen möchte, der kann gerne einen Blick in „Ash“ werfen. Wer auf eine gut aufgebaute Story und einen interessanten Hintergrund hofft, sollte sich lieber nach anderen Büchern umsehen. „Ash“ gelingt es nur schwer beim Lesen zu fesseln. Schade, man hätte sehr viel mehr aus der Grundidee machen können…
Rezension verfasst vor 10 Monaten (13)
Auf manche Bücher werde ich durch ihr Cover aufmerksam, einige bekomme ich empfohlen und bei vielen reizt mich der Klappentext…
Bei diesem Buch ist mir zunächst das Cover aufgefallen. Spontan dachte ich sofort an die Bilder von Anne Geddes und ich fand es irgendwie süß. Da ich in letzter Zeit sehr viele Vampir-Romane gelesen habe empfand ich das Cover als irgendwie „unschuldig“.
Der Klappentext erwecke für mich den Anschein, eine Mischung aus Märchen. Jugendroman und Fantasyroman zu sein.
Der Klappentext:
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …
. . . ich würde es so beschreiben:
Aisling, genannt ASH, ist ein 12-jähriges Mädchen, dass nach dem frühen Tot ihrer Mutter mit ihrem Vater und der Haushälterin Anya in ihrem Haus in Rook Hill lebt.
Nach einer Geschäftsreise bringt der Vater seine neue Frau, Lady Isobel und deren Töchter Ana und Clara mit heim. Kurze Zeit später stirbt auch Ash´s Vater. Ihre neue Stiefmutter nimmt Ash mit in ihre alte Heimat und behandelt sie fortan als Hausangestellte…
Ash wird erwachsen, versucht aber stets, den Grausamkeiten der Stiefmutter zu entfliehen.
Sie lernt den Feenmann Sidhean kennen und hofft, durch ihn einen Weg zu ihrer verstorbenen Mutter gefunden zu haben. Wer jetzt denkt :“aha…. Aschenputtel findet Prinz und sie lebten glücklich… „ Nein, nein… so einfach ist es nicht…. denn auch ein Königssohn ist auf Brautschau! Bei einem Ball, auf den sich Ash mit Hilfe von Sidhean reinschmuggeln konnte, wird auch er aufmerksam auf die hübsche junge Frau. Und wer meint, jetzt wäre alles klar, den muss ich erneut enttäuschen… denn da gibt es auch noch Kaisa, die Jägerin des Königs…
Den Rest verrate ich nicht, sonst braucht ihr das Buch ja gar nicht mehr lesen !
Ein kurzes Zitat weil ich es so romantisch fand :):
„Werde ich sterben?“, fragte sie ihn, als sie wieder Luft holen konnte, um zu sprechen.
„Nur ein bisschen“, erwiderte er und zog sie hinunter auf den moosigen Waldboden. Wenn nun das Ende der Welt angebrochen wäre, sie hätte es nicht bemerkt.
Für mich ist diese Buch in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich…
Zu allererst ist, denke ich, erwähnenswert, dass es sich hier um einen Roman handelt, in dem auch ganz behutsam das Thema Homosexualität angesprochen wird. Im ersten Moment war ich ein wenig verdutzt, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Im Nachhinein macht es aber Sinn für mich, denn die Autorin selbst lebt mit Ihrer Lebensgefährtin zusammen :)
Weiterhin war der Stil des Buches neu für mich. Bisher habe ich noch keinen Roman gelesen, der so „märchenhaft“ war. Dazu muss ich aber sagen, dass es eine angenehme neue Erfahrung war.
Als letztes möchte ich auch die kleinen Märchen innerhalb des Märchens erwähnen. Denn an vielen Stellen des Buches gibt es wunderschöne kleine Geschichten und Legenden die von einigen Personen erzählt werden.
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Malinda Lo hat in meinen Augen einen „fantasy-vollen“ märchenhaften Roman der etwas anderen Art geschrieben.
Sie beschreibt wunderbar bildlich, so dass es nicht schwer fällt, die Welt in der Ash lebt in seinem Kopf entstehen zu lassen.
Über die Autorin
Malinda Lo wurde 1974 in China geboren und wuchs in Amerika auf. Sie war gerade zwölf Jahre alt, als sie ihr erstes Gedicht an eine Zeitschrift verkaufte. Malinda Lo studierte am renommierten Wellesley College, in Harvard und Standford. Später arbeitete sie als Lektoratsassistentin bei einem großen amerikanischen Verlag und als Journalistin. Malinda Lo hat in Boston, New York, London, Peking, Los Angeles und San Francisco gelebt, bevor sie sich mit ihrer Lebensgefährtin in einem kleinen Ort im nördlichen Kalifornien niederließ. ASH ist ihr erster Roman.
Malinda Lo über ihren Roman "Ash" "Nie die Hoffnung aufgeben!"
Rezension verfasst vor 10 Monaten (18)
Als Ashs Mutter verstarb nahm sich ihr Vater eine neue Ehefrau. Diese Stiefmutter konnte Ash nie leiden und noch schlimmer wurde es, als auch noch Ashs Vater den Tod fand. Von nun an degradierte die Stiefmutter Ash zum Dienstmädchen und behandelte sie genauso herablassend, wie ihre zwei Stiefschwestern, die lediglich einen reichen Ehemann finden wollten. Das Einzige, das Ash aufmuntern kann, sind Geschichten. Märchen und die Geschichten über Feen und Kräuterhexen, die ihre Mutter zu erzählen wusste. Ash ist sich nur nicht im Klaren darüber, wie viel dieser Geschichten der Realität entspricht und ob es diese Magie wirklich gibt. Aber das wird sie bald herausfinden.
Wer sich anhand der Kurzbeschreibung an das Märchen Aschenputtel erinnert fühlt, liegt genau richtig. Das Märchen ist eine Neuauflage des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm und darauf war ich sehr gespannt, denn generell mag ich eine Verarbeitung eines Märchens sehr gerne lesen. Meiner Meinung nach muss es der Autor nur schaffen, aus der bestehenden Geschichte irgendwie seine eigene zu erschaffen, und das hat Malinda Lo leider nicht vermocht. Den ganzen Roman über habe ich auf besondere Ereignisse gewartet und wurde leider enttäuscht, da bis auf ein abweichendes Ende, lediglich das Märchen wiedergegeben wurde.
Die Autorin hat zwei kleine Versuche unternommen ihre eigene Geschichte zu entwickeln. Der eine Handlungsstrang war die magische Komponente unter Berücksichtigung der Feenwelt (Aschenputtel meets Fantasy) und der zweite Handlungsstrang war gleichgeschlechtliche Liebe. Beides könnte ich mir sehr gut in Verbindung mit dem Aschenputtel-Märchen vorstellen, aber beide Ideen kommen in diesem Roman viel zu kurz und können sich gar nicht entfalten. Das hätte verstärkt ausgebaut werden können und auch müsssen. So bleibt der gute Ansatz leider hinter seinen Möglichkeiten und konnte mich nicht überzeugen.
"Du bist nicht die Einzige, die Opfer bringen muss. Ich hoffe, dass die Schulden deines Vaters Ana und Clara nicht die Zukunft verderben. Solltest du noch einmal fortlaufen, wäre das nur eine Bestätigung dessen, dass dein Vater ein selbstsüchtiger Mann war, der sich vor seinem Tod an mir bereichert hat." (Seite 86)
Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte ist gut und leicht zu lesen und es hat mir gut gefallen, dass in dem Roman auch etliche andere, kleine Märchen erzählt wurden. Ansonsten hätte ich mir etwas mehr Handlung gewünscht und eine Vertiefung der eben genannten Ansätze. Die Covergestaltung ist großartig, ein tolles Farbspiel und ein wunderschönes Motiv zieren das Hardcover.
Fazit: Toller Ansatz, der viel besser hätte umgesetzt werde können.
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: PAN (2. November 2010)
ISBN-10: 3426283441
ISBN-13: 978-3426283448
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
Rezension verfasst vor 11 Monaten (11)
Ash ist die Modernisierung des Märchens Aschenputtel. Ash lebt in einer Zeit voller Magie, die oft bedrohlich ist, von den Menschen in der Hauptstadt aber größten Teils verleugnet wird. Als Ash in kurzer Folge beide Elternteile verliert lebt sie fortan unter dem Joch ihrer Stiefmutter und derer Töchter. Nur die Hoffnung auf eine Fluch in die Feenwelt tief in Wald gibt dem jungen Mädchen Kraft, bis sie durch die Bekanntschaft zur Jägerin des Königs lernt, dass sie der Welt nicht entfliehen muss, um ihr Glück zu finden.
Im Kontrast zu meiner Rezension zu „A kiss in time“ dachte ich mir, es wäre eine gute Idee zeitnah das Buch zu rezensieren, welches ich in meiner Empfehlung als Alternative zu Flinns Roman genannt habe. Denn es zeigte mir als Leserin, wie schön manche Schriftstellerinnen ihre Urbanen Märchen für Jugendliche schreiben und dass die Sprache nicht zwingend umgangssprachlich daher kommen muss, um den Leser zu fesseln und zu verzaubern.
Denn genau das ist es, was diese Überarbeitung des Märchens Aschenputtel mit mir getan hat – sie hat mich verzaubert. Malinda Lo entfernt sich vom Plot des Märchens gerade so weit, dass es moderne Jugendliche und junge Erwachsene anspricht. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Autorin hätte sich nun vollends vom Original entfernt, doch sie fand immer wieder zu den Highlights des Märchens zurück.
Mir kam es beim Lesen so vor, als hätte Lo allen Kitsch aus der Erzählung gestrichen und ihn statt dessen durch Mystik und Zauber ersetzt. Während die Feen in der Märchenvorlage zum Beispiel noch so kleine, niedliche Flatterdinger, erinnernd an Heinzelmännchen, sind, gibt Malinda Lo ihnen eine Aura der Anderwelt, die zwar wunderschön, aber auch kalt und bedrohlich wirkt.
Im Sinne aller zeitgenössischen Jugendfantasy präsentiert auch Malinda Lo demLeser eine Dreiecks-Geschichte. Ihre Version unterscheidet sich lediglich dadurch, dass sie von ihrem eigenen Lebensstil beeinflusst wurde und so ein Mann und eine Frau, um das Herz der Heldin Ash kämpfen.
Ich dachte erst, dass ich als hetero-sexuelle Frau ein Problem hätte mich in die Liebe zwischen der Jägerin und Ash einzufühlen – und zugegeben hätte ich Ash und den Feen-Zauberer gerne öfter zusammen gesehen – aber dem war nicht so. Denn Malinda Lo hält ihre Erzählung angenehm dem Mainstream zugewandt und so bleibt die Liebe zwischen Hauptfigur und Jägerin zeitlebens keusch und es fällt während des Lesens nicht weiter auf, dass es sich um eine lesbische Liebe handelt.
(An dieser Stelle sei noch gesagt, dass ich es eigentlich sehr schön finde, dass es nun auch Fantasy-Romanzen mit gleichgeschlechtlichen Paaren gibt. Schließlich gibt es viele junge Leserinnen, die dem „Team Bella“ angehören und bisher von diesem Genre konsequent ignoriert wurden.)
Was mir an diesem Buch besonders gefällt sind die starken, selbstständigen Frauenfiguren. Besonders die Rolle der Jägerin in der Gesellschaft, in der Ash lebt, ist beeindruckend und eine Figur, die ich in den meisten Fantasy-Romanzen schmerzlich vermisst habe. Ja, Edward und Co sind zum Anbeißen, aber ich bin eine moderne Frau und hatte nie vor schon mit 19 Jahren zu heiraten und eine Familie zu gründen. Demnach fühle ich mich von Twilight und Co oft unverstanden, da dort ein Frauentypus idealisiert wird, der so nicht mehr in die heutige Zeit passt.
Ich werde mir auf jeden Fall den „Prequel“-Band dieses Buches kaufen. Denn sowohl der Schreibstil Los, als auch ihre Charaktere machen Lust auf mehr.
Suchst Du ein spannendes, Dich verzauberndes urbanes Märchen?! Hier ist es! Willst Du eine Geschichte über selbstbewusste Frauen lesen, die sich nicht von männlichen Vampiren herum kommandieren und schwängern lassen?! Hier ist sie! Ein unglaublich empfehlenswertes Buch für die aufgeklärte junge Frau von heute, die gerne mal ihre romantische Ader pflegen möchte.










