Wenn Gedankenlosigkeit therapiebedürftig ist, dann könnte die Aussage von Lütz, dass unser Problem die Normalen sind, in der Tat stimmen. Vorweg muss dazu angemerkt werden, dass Lütz sich selbst zu den Normalen rechnet (vgl. S. XV drittletzte Zeile der 7. Auflage). Das ehrt ihn und zeigt, dass er sich selbst auf den Arm nehmen kann.
Zurück zur Therapiebedürftigkeit der Gedankenlosigkeit. Da heißt es auf Seite 39 des Buches: Mehr als 210 Prozent der Deutschen sind psychotherapiebedürftig krank – deswegen brauchen wir Zuwanderung. Nun kann es selbstverständlich auch in 7. Auflage passieren, dass so eine Aussage in ihrer Unsinnigkeit übersehen wird. Mathematik ist möglicherweise nicht unbedingt die Stärke von Leuten, die später den Beruf eines Lektors ergreifen. Für manche Mediziner fällt dies Urteil unter Umständen ähnlich aus. Deswegen gilt: Ein verzeihlicher Fehler. Vielleicht gar kein Fehler, sofern dieser Satz – wofür allerdings kein Anhaltspunkt besteht - ironisch gemeint gewesen sein sollte. Schließlich gab es im Dritten Reich ja auch viele zweihundertprozentige Nazis, die danach dann auf ein paar Prozent schrumpften.
Bestürzung, ob nicht doch 210 Prozent der Deutschen behandlungsbedürftig sein könnten, überkommt einen jedoch, wenn man den ominösen Satz im Internet, ohne jede Andeutung einer Ironie wieder findet. Nicht nur einmal, sondern mehrmals (wer bei Google Wieviel Prozent der Deutschen sind psychotherapiebedürftig - ohne Fragezeichen; mit Fragezeichen bietet Google größtenteils andere Links, zumindest in anderer Reihenfolge; eine Krankheit der Suchmaschine, die ebenfalls behandlungsbedürftig ist - eingibt und sich die Mühe macht, die Interviews usw. zu
Wenn Gedankenlosigkeit therapiebedürftig ist, dann könnte die Aussage von Lütz, dass unser Problem die Normalen sind, in der Tat stimmen. Vorweg muss dazu angemerkt werden, dass Lütz sich selbst zu den Normalen rechnet (vgl. S. XV drittletzte Zeile der 7. Auflage). Das ehrt ihn und zeigt, dass er sich selbst auf den Arm nehmen kann.
Zurück zur Therapiebedürftigkeit der Gedankenlosigkeit. Da heißt es auf Seite 39 des Buches: Mehr als 210 Prozent der Deutschen sind psychotherapiebedürftig krank – deswegen brauchen wir Zuwanderung. Nun kann es selbstverständlich auch in 7. Auflage passieren, dass so eine Aussage in ihrer Unsinnigkeit übersehen wird. Mathematik ist möglicherweise nicht unbedingt die Stärke von Leuten, die später den Beruf eines Lektors ergreifen. Für manche Mediziner fällt dies Urteil unter Umständen ähnlich aus. Deswegen gilt: Ein verzeihlicher Fehler. Vielleicht gar kein Fehler, sofern dieser Satz – wofür allerdings kein Anhaltspunkt besteht - ironisch gemeint gewesen sein sollte. Schließlich gab es im Dritten Reich ja auch viele zweihundertprozentige Nazis, die danach dann auf ein paar Prozent schrumpften.
Bestürzung, ob nicht doch 210 Prozent der Deutschen behandlungsbedürftig sein könnten, überkommt einen jedoch, wenn man den ominösen Satz im Internet, ohne jede Andeutung einer Ironie wieder findet. Nicht nur einmal, sondern mehrmals (wer bei Google Wieviel Prozent der Deutschen sind psychotherapiebedürftig - ohne Fragezeichen; mit Fragezeichen bietet Google größtenteils andere Links, zumindest in anderer Reihenfolge; eine Krankheit der Suchmaschine, die ebenfalls behandlungsbedürftig ist - eingibt und sich die Mühe macht, die Interviews usw. zu lesen, darf sich selbst davon überzeugen). Da kann wohl wirklich nur Zuwanderung helfen.
Noch eine lustige Sache. Nicht von Heinz Erhardt, aber zu einem ihm nachempfundenen kleinen Gedicht einladend. Im Vorwort zu dem Buch von Lütz ist auf Seite XVII die Rede von abmurxen. Köstlich! Das erinnert mich an eine Ausgabe der Augsburger Allgemeinen vom 15. oder 16.02.2007, wo es hieß: „Nicht ins Boxhorn jagen lassen“. Tja:
Abmurxen hat mir gut gefallen.
Es hat so richtig Spaß gemacht.
Wer hat denn diesen Bock geschossen?
Ich habe selten so gelacht.
lesen, darf sich selbst davon überzeugen). Da kann wohl wirklich nur Zuwanderung helfen.
Noch eine lustige Sache. Nicht von Heinz Erhardt, aber zu einem ihm nachempfundenen kleinen Gedicht einladend. Im Vorwort zu dem Buch von Lütz ist auf Seite XVII die Rede von abmurxen. Köstlich! Das erinnert mich an eine Ausgabe der Augsburger Allgemeinen vom 15. oder 16.02.2007, wo es hieß: „Nicht ins Boxhorn jagen lassen“. Tja:
Abmurxen hat mir gut gefallen.
Es hat so richtig Spaß gemacht.
Wer hat denn diesen Bock geschossen?
Ich habe selten so gelacht.