Leser-Rezension zu „Prinzessin Rauschkind” von Manfred Wieninger

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BTOYA BTOYA
Verfasst von BTOYA
am 25.03.2010
 

»Prinzessin Rauschkind« (2010, ISBN 9783852186269) - der 6. Teil der Marek Miert-Krimireihe des österreichischen Autors Manfred Wieninger – war meine erste Begegnung mit diesem sympathischen Protagonisten: einem schwergewichtigen Hinterhof-Detektiv in der fiktiven österreichischen Stadt Harland.

Schon der Klappentext verrät auch mir Neuling, dass Miert nicht gerade vom Erfolg verwöhnt ist, sich eher mit trostlosen Jobs über Wasser hält, einen Hang zu Mozartkugeln, Mannerschnitten sowie tiefgründigen Rotweinen hat UND: dieser 6. Fall stellt für ihn einen seiner besseren Aufträgen dar …

… dabei verdankt er diesen Auftrag dem Zufall:
trotz seiner Heidenangst vor dem Zahnarzt gibt er seinen Zahnschmerzen nach und während er gottergeben auf dem Behandlungsstuhl wartet, dass die Betäubungsspitze ihre Wirkung zeigt – wird er von der Zahnarzthelferin mit ihrem Problem vertraut gemacht. Sie vermisst ihren Liebhaber und möchte nicht glauben, dass ihre große Liebe vielleicht ganz banal „beim Zigaretten holen“ verloren ging :). Natürlich kann die nur marginale Bezahlung, die die junge Frau ihm anbietet, einen Mann wie Marek Miert nicht davon abhalten ihr in dieser Not zu helfen… zumal er zu diesem Zeitpunkt vermutet, dass »Lászlo Zsigmund« sich wohl doch nur auf unfeine Art von seiner Partnerin getrennt hat.

Schon kurz darauf stolpert Miert über eine Leiche, die dem Gesuchten zum Verwechseln ähnlich sieht, gerät selbst unter Mordverdacht, muss feststellen, dass es bei diesem Auftrag um Betrug und Menschenhandel geht, und es bedarf aller seiner Tricks und Erfahrungen einem Gegner wie dem Rotlichtkaiser von Harland das Handwerk zu legen …

Der Autor bietet mit Marek Miert einen Privatdetektiv den man einfach mögen muss. Schräg, ironisch, spöttelnd, in amüsantem Dialekt, mit Fehlern, Ecken & Kanten behaftet, unfähig den Hilflosen seine Unterstützung zu verweigern und – wenn es nötig wird – auch vor „kriminellen Mitteln“ nicht zurückschreckend verhilft Miert seiner Auftraggeberin zu ihrem Recht.

Für mich war »Prinzessin Rauschkind« ein kurzweiliges, amüsantes und intelligentes Leseerlebnis. Auch wenn ich mir ab und an etwas weniger lange, verschachtelte Sätze gewünscht hätte. Mir persönlich hat der gesamte Spannungsaufbau darunter leider doch ein wenig gelitten.

 

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Prinzessin Rauschkind Prinzessin Rauschkind
Manfred Wieninger

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von Manfred Wieninger

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