Leserunde zu "Der Klang der Sehnsucht" von Manisha Amin

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Daniliesing

Vor 1 Jahr

Bewerbung zur Leserunde

Von der in Australien lebenden Autorin mit indischen Wurzeln Manisha Jolie Amin ist im Insel Verlag ein besonderer Roman erschienen. "Der Klang der Sehnsucht" erzählt die berührende Geschichte des Jungen Kalu vor einer faszinierenden Kulisse:

Die Straßen von Hastinapur sind Kalus Zuhause. Der Junge arbeitet hart für ein paar Rupien und einen einfachen Schlafplatz auf dem Boden eines Tabakladens. Dennoch ist er glücklich: Wenn er Zeit mit seinen Freunden verbringt oder er sich in die schattigen Äste des großen Banyanbaumes am Fluss zurückzieht, um den Sonnenuntergang zu beobachten – und um Flöte zu spielen. Seine Melodien verzaubern die Welt und lassen ihn alles vergessen …
Als sich Kalu eines Tages die Chance seines Lebens bietet, muss er Hastinapur verlassen – und damit auch seine geliebte Freundin Malti. Er verspricht, zu ihr zurückzukommen. Doch kann es eine gemeinsame Zukunft geben?

Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier:
http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?isbn=9783458358213

Wir suchen ab sofort 25 Testleser für diesen wundervollen Roman über die Bedeutung von Freundschaft und die Macht der Musik. Wenn ihr gemeinsam in die Geschichte von Kalu eintauchen, euch mit den anderen Lesern austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch jetzt. Genügend Zeit zum Lesen sollte natürlich vorhanden sein.

Beantwortet dazu bis zum 01. April folgende Frage im Unterthema "Bewerbung zur Leserunde":

Was könnte Kalu erleben, nachdem er Hastinapur verlässt? Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Und wenn ihr erstmal das Buch habt, könnt ihr auch herausfinden, was wirklich passiert.

Autor: Manisha Amin
Buch: Der Klang der Sehnsucht

LaDragonia

Vor 1 Jahr

Bewerbung zur Leserunde

Nach Rupien Rupien, suche ich regelrecht nach Literatur die mit Indien zu tun hat. Da bietet sich diese Leserunde ja geradzu an.

Zu Kalu:
Es bietet sich ihm die Chance nach England zu gehen. Dort kann er durch glückliche Umstände, aber auch konfrontiert mit vielen Hindernissen aufgrund seiner bloßen Abstammung, ein Studium beginnen.
Erst viele Jahre nach erfolgreichem Studienabschluss und als erfolgreicher Landschafts-Architekt, kehrt er nach Hastinapur zurück und versucht dort seine Freundin Malti wieder zu finden.

MrsAmy

Vor 1 Jahr

Bewerbung zur Leserunde

Ich denke, dass er die Stadt verlässt, weil er die Möglichkeit bekommt, sich einer kleinen Gruppe von Musikern anzuschließen. In dieser gibt es neben ein paar Erwachsenen natürlich auch noch weitere Kinder, vielleicht zwei oder drei, darunter ein Mädchen. Kalu zieht mit der Truppe durchs Land. Sie spielen in Fußgängerpassagen und auf kleineren Festen. Manchmal werden sie auch für eine Familienfeierlichkeit gebucht. Die Erfüllung ist es für Kalu nicht, und oft sehnt er sich zurück und seine Freundin Malit ist immer in seinen Gedanken. Natürlich gibt es in der Truppe der Musiker auch Spannungen. Kalu versteht sich relativ gut mit dem Mädchen, vor allem, weil es ihn an Malti erinnert. Das aber bringt ihm Schwierigkeiten mit einem der beiden Jungs ein, der sich stark für das Mädchen interessiert. Kalu zieht sich daher immer mehr in ein emotionales Schneckenhaus zurück. Je mehr er sich jedoch zurückzieht, desto ausdrucksstärker wird sein Flötenspiel, das für ihn die Flucht aus der Realität bedeutet. Eines Tages wird er dann, als die Gruppe gerade auf einem kleinen Volksfest spielt, von einem bekannten Musikproduzent entdeckt wird. Er nimmt Kalu unter seine Fittiche und fördert ihn, bis er schließlich der Meinung ist, dass Kalu, der mittlerweile 18 Jahre alt ist, bereit für die große Bühne ist. Malti derweile lebt in den Armutsvierteln der Stadt, die ihr Freund vor so langer Zeit verlassen hat. Vergessen hat sie Kalu jedoch nie und so trifft es sie unerwartet heftig, als sie ein Plakat in der Stadt entdeckt, dass den geheimnisvollen Flötenspieler Malaha ankündigt, dessen Augen sie so sehr an die von Kalu erinnern …

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Ausgewählter Beitrag

1000Seiten

Vor 1 Jahr

Teil 2: Seite 83 - 170

Der zweite Abschnitt gefällt mir besser als der erste Teil. Irgendwie wird die Geschichte flüssiger. Besonders gefallen mir die etwas mysteriösen Einschübe, die bringen noch mal eine andere Ebene und mehr Spannung. Da bin ich sehr gespannt, wie das aufgelöst wird.

Senfkorn

Vor 1 Jahr

Rezension / Fazit
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Endlich hab ichs auch geschafft ein paar Zeilen zu schreiben.
Ich möchte mich nochmal beim Verlag für das gewonnene Buch bedanken und natürlich bei Lovelybooks für die Organisation der Leserunde.
Hier meine Rezension:

'Der Klang der Sehnsucht' ist der Debutroman von Manisha Joli Amin. Geboren wurde die Autorin indischer Abstammung in Kenia und emigrierte 1974 nach Australien wo sie Kreatives Schreiben studierte. Das Buch ist Teil ihrer Doktorarbeit.

Erzählt wird die Geschichte von Kalu, der sich als Straßenjunge in den Straßen von Hastinapur mit kleinen Botengängen versucht durchs Leben zu schlagen. Kalu hat keine Eltern, er weiß nicht woher er kommt- dafür begleiten ihn aber einige Freunde durch sein Leben- Malti ,Bal um nur 2 zu nennen.
Kalus große Leidenschaft ist es auf seiner Flöte zu spielen- damit verzaubert er die Menschen.

Eines Tages verletzt sich Kalu den Fuß, er kann nichtmehr arbeiten was in seiner Situation eine echte Existenzbedrohung ist. Doch glücklicherweise trift er den Vaid (indischen Arzt) der ihn heilt und als 'Bezahlung' möchte, dass Kalu seine Heimat verlässt und bei seinem Bruder- einem berühmten, zurückgezogenem Flötenspieler, in die Lehre geht.

Kalu kommt der Verpflichtung nach und verlässt Hastinapur und seine Freunde......

Der Roman erzählt aber nichtnur wie Kalus Ausbildung abläuft sondern erzählt auch vom weiteren Leben seiner Freunde. Hier wurde Malti zu meiner persönlichen Hauptfigur im Buch.
Alles in allem ist es eine nette Geschichte über Freundschaft, Musik, das Leben und die (Eltern-) Liebe.

Zuanfangs kam mir dass Buch recht naiv vor- von der indischen Religion, den damit einhergehendem Leben und dem Kastensystem war so gut wie nichts zu lesen. Später ändert sich dass, trotzdem habe ich deshalb einen Punkt abgezogen.
Sehr gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen: er ist angelehnt an den (?) Raga: eine klassische indische Musikform, welche die jeweilige Stimmung des Spielers wiedergibt. Dass Buch gliedert sich in die Teile des Raga.

Kleiner Tipp für alle die wie ich, sich nicht anfangs die hinteren Seiten eines Buches anschauen: die Zahlreichen indischen Begriffe und Bezeichnungen die im Buch benutzt werden,werden im Glossar erklärt ;)

gorgeous

Vor 1 Jahr

Teil 2: Seite 83 - 170
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Kalu ist nun endlich bei seinem Guruji angekommen, findet sich dort langsam zu recht und lernt lesen, schreiben und musizieren. Das neue Leben scheint zwar absolut aufregend zu sein, muss den kleinen aber doch auch absolut überfordern. Jetzt mal ehrlich, ein Jung von der Straße, dem bisher noch nie gesagt wurde was er zu tun oder zu lassen habe, soll jetzt mehrere Stunden am Tag lernen und stillsitzen?
Währenddessen vermissen Kalus Freunde in Hastinapur ihn sehnsüchtig. Besonders Malti und der kleine Hirtenjunge Bal. Aber es treten auch ganz neue Menschen in Kalus Leben, wie zum Beispiel der westliche Musiker Martin, der jetzt auch immer wieder beim Guruji zum lernen da ist.
Insgesamt finde ich den zweiten Abschnitt sehr viel 'indischer'. Die sehr ausführlichen Becshreibungen, die Welten vor dem inneren Auge entstehen lassen, wird beibehalten. Dabei erfährt man immer mehr über das Land. Zum Beispiel wie unterschiedlich Mädchen und Jungen vo ihren Eltern behandelt werden. Dass es zum Beispiel auch nicht wirklich erwünscht ist, dass Mädchen lesen und schreiben können. Ganga Ba ist stolz darauf, dass sie es kann. Malti weigert sich jedoch es zu lernen. Die ganze soziale Struktur wird aber nur angerissen und nicht in ihrer Tiefe ergründet. Das finde ich aber auch nicht schlimm. Es ist ja kein sozial kritischer Roman.
Jedenfalls darf Kalu jetzt endlich einen Besuch in Hastinapur abstatten und ich bin mindestens genauso aufgeregt wie er.

1000Seiten

Vor 1 Jahr

Teil 4: Seite 237 - Ende
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Ich bin jetzt auch fertig, und ich muss sagen, ich bin etwas zwiegespalten. Einerseits war die Geschichte wirklich schön zu lesen, nachdem ich den ersten Teil holperig fand. Ab dem zweiten Teil konnte ich flüssig weiterlesen und habe mich auch in die Story einfühlen können.
Die Sprache fand ich schön, und im Gegensatz zu einigen anderen gefielen mir besonders die Absätze zur indischen Musik. Das gab noch mehr Hintergrund und ich fand das sehr interessant.
Den Aufbau finde ich ebenfalls gelungen. Den Roman quasi als Raga aufzubauen, das ist doch eine schöne Idee.
Aaaber: ich fand es sehr eindeutig zu merken, dass die Autoren in einer westlichen Kultur aufgewachsen ist und dort lebt. So wirklich authentisch fühlte sich die Geschichte nicht an. Das hatte gar nichts mit der Mystik etc. zu tun, sondern irgendwie "atmete" der Roman für mich nicht Indien, sondern einen Mix aus indischer und westlicher Kultur.
Ich kann den Eindruck nicht wirklich begründen, es fühlte sich einfach nicht so ganz richtig an (wie doof das klingt von jemandem der noch nie da war... andereseits hatte ich bei "Shantaram" teilweise wirklich großartige Bilder im Kopf, konnte mir Gerüche, Atmosphäre und Menschen viel besser vorstellen, alles wirkte viel fremder und andersartiger, so wie ich mir Indien auch vorstellen würde).
Zudem wirkt der Roman auf mich irgendwie unfertig. Wie ja auch andere bemerkt haben, gibt es viele Stränge, die am Ende immer noch unaufgelöst in der Luft hängen. Was für eine Bedeutung haben die Einschübe? Wie geht es mit Malti weiter? Und was wird mit Kalu? Oder Guruji? Oder, oder, oder?
Ich habe kein Problem mit offenen Enden, aber dafür, wie die Geschichte verlief, ist mir das Ende etwas ZU offen ;-)

1000Seiten

Vor 1 Jahr

Rezension / Fazit

Meine Rezension ist jetzt auch auf meinem Profil zu finden.
Vielen Dank, dass ich mitlesen konnte, es hat Spaß gemacht, Kalus Weg zu verfolgen!

gorgeous

Vor 1 Jahr

Teil 3: Seite 171 - 236
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ich finde auch, dass Malti in diesem dritten Teil sehr in den vordergrund tritt...aber so ganz nachvollziehen kann ich es nicht immer, was sie tut und denkt. Einerseits scheint sie ein sehr kleveres Mädchen mit eigenen Ideen und Vorstellungen zu sein und andererseits findet sie es ganz ok, dass sie ihren Bräutigam vor der Hochzeit nicht kennenlernen darf. Ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen, als einen wildfremden Mann heiraten zu müssen. Und dann hat ihr Bruder auch das Glück in seiner Ehe sein Glück zu finden. armes Mädchen.

gorgeous

Vor 1 Jahr

Teil 4: Seite 237 - Ende
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so...bin nun auch durch...
der letzte Abschnitt des Buches ist meiner Meinung nach ziemlich düster. Während der Anfang einwenig wie ein Märchen rüberkommt - der arme Straßenjunge, der von einem reichen Musiker aufgenommen wird - werden im letzten Teil alle möglichen ernsten Lagen des Lebens zusammengepackt: Ehebruch, Verlust eines Freundes, sogar die Verbrennung von Frauen in Indien wird kurz tematisiert.
Wie ich das Ende selbst finde, kann ich noch nich so genau sagen - irgendwie habe ich ein mehr 'und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende' erwartet :-)
Man hat ja immer wieder das Gefühl, dass sich irgendwie eine Lovestory anbandelt, aber immer wieder reist die Autorin es an und geht nicht mehr weiter drauf ein. Aber es kann ja nicht jeder Roman eine romantsche Liebesgeschichte enthalten.
Dass der Roman vielleicht nicht 100% indien-echt ist, stört mich ehrlich gesagt nicht weiter, aber das leigt bestimmt daran, dass ich mich nie besonders viel mit dem Land beschäftigt habe - kenne es nur aus Bolywood Filmen :-)
Nun ja ich fand das Buch ganz gut. Es hat sich leicht gelesen ohne zu leichte Kost zu sein. Trotz der von vielen vermissten Authenzität finde ich hat man einiges über Indien gelernt. Vor allem aus den Passagen über Malti und Ganga Ba hat man vieles über Frauen in ndien gelernt.
An die Rezension setze ich mich morgen.

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