Leser-Rezension zu „Am ersten Tag” von Marc Levy

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Verfasst von Gelöschter Benutzer
am 3.04.2011
 

Die Geschichte des Universums, der Menschheit – und der Liebe

Keira ist Archäologin und Paläoanthropologin, leitet eine Ausgrabungsstätte in Äthiopien und hofft dort den ersten Menschen zu finden, jenen Menschen, der als erstes die Fähigkeiten besaß, die den Menschen ausmachen, wie zum Beispiel Empathie, Sprache und logisches Denken. Für sie begann das Menschsein nicht mit dem aufrechten Gang oder dem Anfertigen von Werkzeugen, sondern viel früher, nämlich mit dem Zusammenleben in Gruppen – das was den Menschen ausmacht.

Adrian ist Astrophysiker, leitet ein Pilotprojekt in der Atacama-Wüste in Chile und versucht von dort aus den ersten Stern zu finden, er sucht nach dem Beginn des Universums. Für ihn ist es seit jeher ein Rätsel, wo und wie das Universum begann, weshalb er sich diesen Fragen verschrieben hat.

Doch dann kommt es anders für die beiden – aufgrund eines Sturms muss Keira ihre Grabungen abbrechen und nach Paris zurückkehren und Adrian muss aus gesundheitlichen Gründen nach London zurückkehren. Und zu aller übel stellt sich heraus, dass beide ihre Forschungen wahrscheinlich aus finanziellen Gründen einstellen müssen.

Sie können ihre Forschungen dann allerdings doch noch retten, indem sie ein Stipendium der Walsh-Organisation erhalten. Auf einer Tagung der Walsh-Organisation treffen die beiden aufeinander und schließen sich einige Tage später zusammen. Ihr Ziel ist es, die Herkunft des geheimnisvollen Anhängers, den Keira um den Hals trägt, aufzuklären.

Woher kommt der Stein? Wie alt ist er? Und vor allem: was ist er? Bei einigen wissenschaftlichen Untersuchungen kam es zu keinerlei Resultaten, so konnte nicht festgestellt werden um was für eine Art von Stein es sich handelt oder wie alt er ist.

Stellt der Stein die Lösung für die Rätsel des Universums und der Menschheit dar? Und warum werden Keira und Adrian auf einmal verfolgt? Können sich Keira und Adrian retten oder ist es schon zu spät?

Bereits zum Erscheinungsdatum des Buches war ich gierig danach und konnte es jetzt endlich lesen! Meine Eindrücke von diesem Buch sind dabei sowohl positiv als auch negativ. Besonders die Ausarbeitung des Protagonisten hat mir sehr gut gefallen, dagegen gibt es einige sehr trockene und langweilige Dialoge.

Betrachtet man die beiden Protagonisten – Keira und Adrian – mal genauer, fällt auf, dass gerade ihre Wesenszüge sehr genau ausgearbeitet sind. So scheint es, dass Marc Levy sich lange mit den beiden Figuren beschäftigt hat und versucht hat, sie sehr realitätsnah darzustellen. So haben beide ihre Stärken und Schwächen, die auch angesprochen werden, und beide zeigen ihre größte Schwäche, nämlich die für ihre Projekte!

Des Weiteren fällt sehr positiv auf, dass der Spannungsbogen sehr gekonnt konstruiert wurde, allerdings nicht genau gelenkt wird – beim Lesen habe ich den Eindruck erweckt, dass Levy die beiden Protagonisten die Handlungen hat antreiben und sogar steuern lassen. Darüber hinaus steigt gerade zum Ende des Buches die Spannung sehr stark an, was sehr gut (und wahrscheinlich auch sehr effektiv) ist, da es ja eine Fortsetzung gibt und Levy die Leser somit praktisch zum Weiterlesen zwingt.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir einige Dialoge nicht gefallen haben und auch die Leselust geschwächt haben. Gerade die Dialoge zwischen Keira und ihrer Schwester und Adrian und seinem Chef (sowohl die Schwester als auch der Chef tragen entscheidende Rollen in diesem Roman) sind eher langweilig gestaltet und ziehen sich in die Länge. Die Dialoge zwischen Keira und Adrian wirken dagegen viel interessanter und in keinem Fall langatmig.

Insgesamt ist „Am ersten Tag“ ein ziemlich gelungener Roman, der trotz einiger trockener Dialoge, die Leser überrascht und mitreißt. Neben einer genauen Ausarbeitung der Protagonisten bietet dieser Roman dem Leser einen sehr interessant gestalteten Spannungsbogen und viel Potential für die Fortsetzung „Die erste Nacht“.

Erstveröffentlichung http://literaturecosmos.wordpress.com/

 

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Am ersten Tag Am ersten Tag
Marc Levy

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