Rezension verfasst vor 1 Jahr
(8)
Es fällt mir schwer, dieses Buch/ Hörbuch zu rezensieren. Schließlich ist es die Geschichte eines jungen Mannes und seines Bruders und vieler anderer mutiger Männer und Frauen oder besser gesagt noch fast Jungen und Mädchen, die ihr Leben für die Freiheit Frankreichs geben wollten oder gegeben haben, jeden Tag ihr Leben auf´s Spiel gesetzt haben und miterleben mussten, wie ihre Kameraden gefangen, gefoltert und getötet wurden. Bei dem jungen Mann handelt es sich um die wahre Geschichte von Marc Levys Vater und dessen Bruder Claude, die sich der Resistance angeschlossen haben. Warum diese Geschichte aufgeschrieben worden ist wird in dem Buch erklärt. Eine Geschichte, die es verdient für die Nachwelt aufgeschrieben zu werden, aber trotzdem gefällt mir das wie nicht:
Eine nüchternde Aneinanderreihung von Ereignissen oder Taten am Anfang richtig langweilig aufgezählt, so sinngemäß, dann haben wir das gemacht und dann mussten wir den umbringen, damit nicht der umgebracht wird, dann wurde der verhaftet und dann liquidiert was man schon teilweise wusste, da Levy gleich am Anfang mitteilt, wer nicht überlebt und es spätestens bei der nächsten Gelegenheit erneut anbringt, z.B. ist von dem oder dem die Rede und gleich folgt, da wusste ich noch nicht, dass er dann sterben würde oder „sie“ z.B. in Ravensbrück sterben oder überleben sollte.
Keine Person wird richtig beschrieben, keiner zeigt irgendwie Angst oder Traurigkeit, dass das Leben ohne richtig gelebt oder geliebt zu haben, jeden Augenblick zu Ende sein könnte und so empfindet man dann auch als Hörer nicht viel. Man hört es sich an und sagt, ja es war schlimm und dann hakt man.
Lediglich die Erzählung über die Deportation nach Deutschland mit Flucht bzw. Fluchtversuchen hat mich so ein bisschen aus meiner Lethargie geholt und deswegen vergebe ich auch die 2 Sterne für das Buch.
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