Leser-Rezension zu „Caligo” von Marc Van Allen
am 29.12.2009
Kürzer wäre es glaub ich vielleicht besser gewesen
…ob das allerdings der Geschichte wirklich so deutlich geholfen hätte? – Ich weiß es nicht.
Caligo von Marc van Allen auf den Punkt gebracht:
Es handelt von den Unsichtbaren, die unter den sichtbaren Menschen leben. Von diesen Unsichtbaren gibt es Gute und Schlechte, wobei die beiden Seiten sich in gewisser Art bekriegen…. Es gibt auf beiden Seiten Anführer, die ihre ganz eigene Verbindung und Geschichte haben, von der wir beim Lesen mal mehr und mal weniger mitbekommen. Es geht viel um Intrigen, Macht und Taktik und dem anderen zuvorzukommen. In diese ganze Geschichte mischt sich noch eine Familienthematik ein, die interessant und wichtig ist, aber für mich manchmal etwas Spannung nimmt.
Mehr ins Detail zu gehen wäre schon ein „Verraten“ in meinen Augen und das wäre schade für einen Leser, der dieses Buch noch vor sich hat.
Ich habe erst nach Beendigung des Buches herausgefunden, dass dieses bereits der dritte Teil in der Reihe der „Unsichtbaren“ ist. Dies hätte mich vielleicht etwas vorgewarnt, aber mich vom Lesen sicher nicht abgehalten. Ich war von der Leseprobe wirklich begeistert und auch mit entsprechender Vorfreude ans Lesen gegangen – leider hab ich selten so lange für 650 Seiten gebraucht wie dieses Mal und das lag meines Erachtens u.a. an der Langatmigkeit im Mittelteil des Buches.
Die Thematik stimmt, die Erzählstränge haben alle ihren Reiz und es war zwar nie wirklich richtig langweilig, aber es zieht sich doch wirklich sehr und manches Mal fiel es mir schwer über zwanzig Seiten am Stück zu lesen – sehr schade.
Ich bin mir nicht sicher, ob mir was zuviel oder was zu wenig war – ich weiß nur, dass das Buch es leider nicht geschafft mich in seinen Bann zu ziehen – wirklich schade….

