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Alle anzeigenTigi86
Vor 1 Jahr
(4)Ein Innensenator, der gegen kriminelle Ausländer hetzt; ein Attentat auf eine türkische Frau, die die Äußerungen zu bestätigen scheint. Und dann kommt es zum Mord an den Sohn des Innensenators, somit scheint der Mord politisch motiviert zu sein oder steckt da mehr dahinter? Das versucht das Team um Sera Muth und Robert Babicz herauszufinden.
Das Buch beginnt anfangs mit drei, voneinander unabhängigen Handlungssträngen, de sich aber im weiteren Verlauf des Buches annähern, anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber einmal im Buch drin, ist das kein Problem mehr.
Anfangs glaubte ich, ich werde von Grausamkeiten und blutrünstigen Szenen und detailreichen Beschreibungen überschüttet, aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn Marcel Feige hält sich mit derartigen Brutalitäten zurück, was ich als äußerst positiv empfand, denn ich bin ein Leser, der gern ohne derartige Grausamkeiten auskommen kann, denn das Kopfkino sorgt selbst bei Andeutungen für genügend Bilder.
Die Figuren sind, auch durch ihre verschiedenen Hintergrundgeschichten und Persönlichkeiten, sehr authentisch und man freundet sich im Verlauf immer mehr mit ihnen an. Sehr ans Herz ist mir Sera Muth, die anfangs, auch durch ihren Lebensstil und ihren Ermittlungen in der türkischen Gemeinde sehr zwischen den Stühlen stand, da sie einer türkischen Familie entstammt, und es auch familiär Spannungen gibt.
Zwar gibt es im Lauf des Buches die Möglichkeit auf den Mörder festzuschießen, was vielleicht das einzige kleine Manko in meinen Augen ist, aber was der Spannung trotzdem nicht abträglich ist. Denn das Tempo steigt auch von Kapitel zu Kapitel und man ist auf die Auflösung gespannt.
Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es gibt einen gut ausgearbeiten Spannungsbogen und die Figuren sind auch sehr sympathisch und man hat auf jeden Fall viel Freude mit dem Buch.
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