Rezension verfasst vor 1 Jahr
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Eine Familie mit indianischem Ursprung, in der die Frauen schon seit Generationen erfolgreich die natürliche Heilkunst lernten, an ihre Nachfahren weitergaben, aber in der auch erbliche Krankheitsbelastungen auftreten, die leider ebenfalls weitergegeben wurden…
Die junge Morgan fühlt sich zurückgesetzt, alles dreht sich um ihre kranke Schwester, und als ihre Mutter von ihr verlangt, dass sie gar in die Rolle ihrer verrückten und angeblich hellseherischen Schwester schlüpfen soll, um Geld zu verdienen, sieht Morgan keinen anderen Ausweg als von zu Hause wegzulaufen. Von nun an geht sie ihren eigenen Weg, der sie zunächst zu einer Arztpraxis führt, in der sie Dr. Grace kennenlernt, von der sie viel lernt und die für sie wie eine zweite Mutter wird. In New York lässt sie sich später als Hebamme nieder, macht neue Erfahrungen muss sich immer wieder beweisen. Nach und nach wird sich zeigen, welche ihrer Fähigkeiten und Vererbungen sich durchsetzen, und wie groß deren Einfluss auf ihre eigene Zukunft ist…
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Eine interessante und mitreißende Familiensaga, in der wir Morgan und ihre Familie begleiten, die ihre indianische Herkunft nicht leugnen kann. Immer wieder hat sie gegen Vorurteile zu kämpfen, sie setzt sich in einer Frauenbewegung für die Emanzipation der Frauen ein und einer ihrer großen Wünsche ist es, dass das Wissen der indianischen Heilkunst auch von ihren Nachkommen weitergelebt und weitergegeben wird. Gleichzeitig lebt sie ständig mit der Angst, dass auch die negativen Eigenschaften ihrer Familie, nämlich eine Geisteskrankheit, weiter vererbt wird.
Die Autorin schreibt und erzählt flüssig, sodass man sich mühelos auf die Geschichte einlassen kann, sich ins Amerika bzw. ins New York der Anfangsjahre hineinversetzen kann, als die Einwanderer in Strömen kamen, das Land besiedelten und die Frauen noch um ihre Rechte kämpfen mussten – was sie auch öffentlich und erfolgreich taten! Die Hauptcharaktere werden klar und bildhaft dargestellt, die eher unwichtigen Personen dagegen bleiben hingegen bewusst etwas blass und somit im Hintergrund, wodurch die Anzahl der Protagonisten trotz der langen Zeitspanne überschaubar bleibt. Auch wenn ich mir unter der Beschreibung des Buches doch etwas anderes vorgestellt hatte – nicht so „modern“,sondern eher im Bereich der natürlichen, indianischen Heilkunst außerhalb des modernen Zeitalters, nahm ich schnell Anteil an Morgan’s Lebensweg, der sicherlich alles andere als leicht war und der keine Langeweile aufkommen ließ.
Die vielen Zeitsprünge allerdings störten den Lesefluss ein wenig, blätterte ich doch zu Beginn jeden Kapitels erst einmal zum vorherigen Kapitel zurück, um zu erfahren, wieviel Zeit seitdem vergangen war. Eine faszinierende Familiensaga um das Wissen der indianischen Heilkräfte, verbunden mit dem Lebensweg einer starken Frau. Absolut lesenswert!
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