Leser-Rezension zu „Gottes leere Hand” von Marianne Efinger
am 30.07.2010
Marianne Efinger schildert in ihrem Roman "Gottes leere Hand" den ganz normalen Wahnsinn in deutschen Krankenhäusern, was heißt, im Gesundheitswesen werden immer mehr Stellen gekürzt, sodass die Patientenversorgung immens darunter leidet und übervolle Stationen, Übergabe im Schnelldurchlauf, und oberflächlicher Kontakt zu den Patienten zum Alltag gehören. Sie gibt einen wichtigen Einblick in diese Problematik, die sicher vielen Menschen gar nicht bewusst ist. Der zentrale Punkt der Erzählung wird die Beschreibung Manuels, der von der Glasknochenkrankheit betroffen ist, sein. Wir gelangen in eine Szene, in der er in akuter Lebensgefahr schwebt, da durch die Krankheit seine Lunge erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde und er plötzlich, wie so oft, keine Luft mehr bekommt. Er greift nach seinem Atemgerät, doch fällt er nach einem langen Schrei in Ohnmacht. Glücklicherweise kann sein Nachbar ihm helfen, der den Notarzt ruft und in letzter Sekunde Manuels Leben rettet.

