Leser-Rezension zu „Pilze für Madeleine” von Marie Hermanson
am 3.01.2010
Pilze oder die perfekte Art zu Töten!?
Inhalt
Holger ist "der" Pilzexperte, gibt Wochenendkurse und die Frauen lieben ihn. Meistens hat er eine "Favoritin", mit er mal eben hinter den Tannen verschwindet aber meistens lebt er friedlich in seiner einsamen Waldkate. Doch so schön ist es dort für seinen Sohn nicht... Gunnar steht immer im Schatten seines beliebten Vaters, ist immer der unterbutterte Außenseiter. Seine Mutter kann ihm auch nicht mehr helfen, die ist schon lange auf eine Insel geflohen.
Plötzlich taucht eine neue Frau auf im Wald: Madeleine. Sie bezaubert Vater und Sohn gleichermaßen, heiratet aber schließlich Holger. Wird sie ihm treu bleiben? Kann Gunnar seinen Vater übertrumpfen? Wer benutzt hier eigentlich wen?
Schließlich ist es soweit, der Pilz kommt zum Einsatz: als Waffe!
Stil
Die Autorin schreibt kristall klar und ausdrucksstark. Ihr gelingt es eine dunkle, zwieträchtige Stimmung zu schaffen, die die Spannung in der Geschichte nur noch steigert. Aber sie vergisst auch die positiven Aspekte des Lebens nicht. Die Figuren erleben auch Freude, verlieben sich und der Leser darf über ihre vielen kleinen Schrulligkeiten schmunzeln.
Fazit
Ich fand an diesem Buch eigentlich nur schade, dass es schon so schnell ausgelesen war...
Die menschlichen Abgründe in dieser Familie hätte ich glatt noch länger ausleuchten können.

