Leser-Rezension zu „Der letzte Pate” von Mario Puzo
am 18.04.2010
Mafia goes to Hollywood, die Vortsetzung von "Der Pate" spielt zu einem großen Teil in Las Vegas und schildert den Versuch von Cross de Lena, dem Enkel des großen Paten Don Clericuzio, ins Filmgeschäft einzusteigen. Auch der andere Enkel, Dante, geht eigene Wege und bringt den Clan durch sein brutales Verhalten in Schwierigkeiten. Aber die Pläne des letzten Paten durchkreuzen sie nicht, denn der alte Mann gibt die Fäden nicht aus der Hand.
Seit ich "Der Pate" gelesen habe waren die Erwartungen an den Nachfolger riesengroß, aber leider wurden sie enttäuscht. War ich bei "Paten" von der ersten bis zur letzten Seite von der Handlung und den Personen gefesselt, so machte sich bei diesem Buch zumindest in der ersten Hälfte die pure Langeweile breit. Zu lange dauert es für meinen Geschmack bis sämtliche Personen umfangreich vorgestellt und eingeführt sind, erst nach einer guten Weile ist eine Handlung erkennbar. Dann allerdings nimmt das Buch gewaltig an Fahrt auf, bietet einige überraschende Wendungen und ein großartiges Finale. Unter dem Strich dann doch ein recht unterhaltsamer Roman, trotz der fehlenden Spannung im ersten Teil.

