Leser-Rezension zu „Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley
am 8.01.2012
die nebel von avalon zeigt nicht einfach nur die artussaga aus einer anderen perspektive - nämlich hauptsächlich aus der perspektive von frauen - sondern behandelt auch im großen feld das thema der religion und das verschwinden des keltischen/heidnischen glaubens aus großbritannien. dabei sind sowohl viele mystische recherchen im bereich der artussage wahrnehmbar, als auch ein repoirtoire an wissen über die verschiedenen religionen
von den eltern von artus und ihr zusammenkommen bis zu dem tod artus wird die gesamte geschichte erzählt - bzw. morgaines (hier artus schwester) leben wird dargestellt
für mich ist es die artussage schlechthin. wer die sage kennt, wird merken, dass bradley hier viele verschiedene quellen udn sagen vermischt und zusätzlich einen eigenen hauch, ihre eigene richtung dabei geht. dass es nicht einfach um gut und böse geht wie in vielen anderen artussagen, finde ich besonders lesenswert. jede seite (christl. und heidnische) hat ihre beweggründe und sind einfach menschlich ohne dass eine figur besonders "gut" herausragt. zudem wird anders als sonst, nicht das leben der tafelritter in den vordergrund gesetzt, sondern das leben der frauen in dieser zeit und als weitere großer bezugspunkt der religionsstreit der beiden seiten - wer interesse am heidnischen glauben hat, am hist. leben dieser zeit und einen hang für sagen hat, dem kann man dieses buch nur an herz legen

