Leser-Rezension zu „Magier der Nacht” von Marion Zimmer Bradley
am 7.05.2010
Nach dem zweiten Weltkrieg kehrt der Magier Colin MacLaren in die Staaten zurück, nachdem er in Europa „auf der Seite des Lichts“ gekämpft hat, einem Kampf gegen die okkulten Mächte der Nazis. Er richtet sein Leben neu ein, sucht einen neuen Sinn, wird Lehrer, Freund, Mentor und bleibt Kämpfer für das Gute.
Der Roman spannt sich über Jahrzehnte hinweg, beschreibt das Leben von MacLaren, besonders ist hierbei, dass viele Handlungen anderer Romane von Marion Zimmer Bradley darin vorkommen. Dabei begegnen einem auch Figuren in Nebenrollen wieder, die man von einem anderen Standpunkt aus betrachtet und sozusagen von aussen sieht, nachdem sie in anderen Romanen im Mittelpunkt standen. „Magier der Nacht“ ist im Grunde ein Schlüssel zum Werk von Marion Zimmer Bradley, denn es verbindet manche Reihe miteinander, etwas, das mir erst so richtig bei zweiten und dritten Mal lesen bewusst wurde.
Zudem fand ich die durch das Erleben der Autorin geprägte, intensive Beschreibung des Zeitgeistes, dem an der Geschichte teilgenommen haben sehr interessant. Natürlich ist es ein magischer Hintergrund, eine Variante der Wirklichkeit, in der eben auch das Mystische seinen Raum einnimmt und Platz hat, was es nicht zu einer historisch korrekten Abhandlung macht, dennoch ist es voller dichter Atmosphäre, für mich eines der interessantesten, spannensten und schönsten Bücher von der Autorin. (Zugegebenermassen eine meiner LieblingsautorInnen.)

