Leser-Rezension zu „Huhn mit Pflaumen” von Marjane Satrapi
am 6.01.2012
marjane satrapi hat wieder eines ihrer graphic novels verfilmt: huhn mit pflaumen. diesmal aber leider keinen zeichentrickfilm.
die geschichte spielt im iran der 50iger, die schah-zeit. die letzten acht wochen des nasser ali khan, ein großer tar-spieler. in einem streit mit seiner frau geht dieses lieblingsinstrument kaputt. durch diese tat zerbricht das leben nasser ali khans. er wird traurig. und nichts kann die situation ändern. nicht mal sein lieblingsrezept ‘huhn mit pflaumen‘ (zu finden in dem kochbuch ‘die persische küche‘). und er beschließt zu sterben. sich einfach hinzulegen und auf den tod zu warten.
er taucht ab in seine vergangenheit. es geht um fehlschläge, DIE unglückliche liebe, die er nicht vergessen kann.
marjane satrapi erzählt uns ein märchen mit einer prise galgenhumor, realem, surrealem.
“Und im Übrigen: Letzten Endes ist “Huhn mit Pflaumen” eine Ode an den freien Willen. Nassers Leben kreist um die Frage, wie erbärmlich klein die Belohnung sein darf, für die man sich fügt. Und so unpolitisch ist diese Frage nun wieder nicht.” SZ

