Kalix –
Werwölfin von London
Cover:
Der erste Eindruck zählt! Dieses schöne blaue Auge, dass einen direkt anzuschauen scheint… einfach ein super Effekt. Sehr wirkungsvoll gewählt, weckt mein Interesse gleich: Wer ist die mysteriöse Schöne?
Figuren:
Kalix, wie der Titel schon sagt, die Hauptfigur des Romans. Eine junge Werwölfin, adelig aber geächtet von ihrem Clan, gejagt von der Gilde und sogar ihren eigenen Brüdern! Sie hat einige negative Seiten, die es einem nicht leicht machen, sie zu mögen.
Daniel + Moonglow, 2 chaotische Studenten, versuchen es trotzdem und nehmen sie sogar bei sich auf. Wer sonst wäre geistesgegenwärtig genug, einer plötzlich auftauchenden Werwölfin pop tarts anzubieten?
Markus + Serapen: Zwei Brüder wie Feuer und Wasser. Einer elegant und charmant, der andere ein „Klotz“ von einem Mann ähm Werwolf. Es kann nur einen geben!?
Kalix Verwandtschaft: Eine sehr chaotische, intrigante und recht gestörte Werwolffamile. Mit den seltsamsten Mitgliedern, die man sich nur denken kann (die Cousinen über die keiner spricht, z.B.)!
Feuerkönigin: Hat einen Hang zum schlechten Zeitpunkt, was sie aber nicht im Mindesten stört! Viel lieber als der Kriegsführung widmet sie sich inzwischen der Mode und das verursacht häufig Tränen….
Inhalt:
Kalix Vater ist dem Tode nah (sie ist daran nicht ganz unschuldig…) und ein gefährlicher Kampf um seine Nachfolge entbrennt. Ihre beiden Brüder wollen beide der neue Fürst werden. Die Ratsmitglieder lassen sich gerne beeinflussen durch Vorteile aller Art oder man bringt sie eben ganz zum Schweigen und riskiert einen Bürgerkrieg…
Kalix Leben ist nun in Gefahr, sie wird zu einer Schachfigur im Spiel der Mächte. Auf sie ist ein Kopfgeld ausgesetzt, denn: wer ihr blutiges Herz zurückbringt, der gewinnt den Fürstenthron!
Stil:
Der Autor schreibt flott und die flüssig, der Leser wird richtig gehend mit in die Geschichte hereingenommen. Besonders schön, die witzigen Szenen, in denen die Dialoge nur so sprühen vor „Esprit“. Die liebevoll ausgearbeiteten Figuren und ihre einzigartigen Macken kommen hier besonders gut zur Geltung. Ein guter Ausgleich zu den Kampfszenen, die plastisch (aber nicht brutal blutrünstig) beschrieben sind. Die Spannung im Buch ist immer präsent, weil man an so vielen Handlungssträngen und Figuren „dran“ ist. Bei einem ist immer was los, egal ob Freud oder Leid.
Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen: ich vergebe hiermit die Bestnote!
Einige Figuren sind mir regelrecht ans Herz gewachsen, besonders die leicht am- Wasser- gebaute Feuerkönigin: Einfach zum Brüllen komisch! (Ich will auch so eine haben ^-^)
Eine Werwölfin als Anti- Heldin, als depressiver Suchti, allein schon die Idee ist genial. Nicht immer nur das ewig Gleiche, romantisch verklärte Idealbild eines Werwolfs, das einem gemeinhin in Bücher, Filmen begegnet. Der Autor hat bewusst damit gebrochen und Mut gezeigt, etwas anders zu machen.
Ergebnis: Sein Werk hebt sich wohltuend ab vom Fantasy- Einheitsbrei.