Leser-Rezensionen zu „Kalix. Werwölfin von London” von Martin Millar
Rezension verfasst vor 2 Monaten (13)
Inhalt: Die junge Werwölfin Kalix entstammt dem herrschenden Clan der Werwölfe, da sie jedoch ihren Vater und Fürsten angegriffen hat, wurde sie aus dem Clan verbannt und lebt seitdem in London. Dort lebt Kalix auf der Straße und wird von depressiven Anfällen geplagt, nimmt Drogen, isst nichts und wird von Mitgliedern ihrer eigenen Familie sowie von Werwolfjägern verfolgt. Die einzige Möglichkeit sich zu schützen, hatte Kalix durch ein Amulett, das sie von ihrer Schwester Thrix hatte, jedoch verkaufte sie es für weitere Drogen. Als zwischen den Werwölfen eine Fehde um die Nachfolge als Fürst zwischen den beiden Brüdern von Kalix aufkeimt, wird auch sie mit in diese hineingezogen. Unerwartete Unterstützung erhält Kalix durch die Studenten Daniel und Moonglow, auf die sie zufällig trifft und die ihr aus unerfindlichen Gründen helfen. Auch Thrix bekommt wieder mehr mit Kalix zu tun, jedoch hat sie dafür eigentlich gar keine Zeit, da sie Kleider für Malveria, eine launische, modebessesene Feuergöttin, entwerfen muss.
Meinung: Die Geschichte um Kalix wird einem auf über 700 Seiten in über 200 Kapiteln erzählt und während man sie liest hat man das Gefühl, dass sich einfach alles wiederholt und eigentlich keine richtige Storyline hinter der Geschichte steht. Hauptsächlich geht es allein darum, wie schlecht sich Kalix fühlt und ihre psychischen Probleme durch Drogen, Selbstverletzung und Magersucht in den Griff zu bekommen. Auch wenn sie durch das Verhalten immer fertig aussieht erzählen ständig alle, dass sie wegen ihrer langen Haare ja so schön sein, was mich beim Lesen deutlich irritiert hat, denn niemand macht wirklich etwas gegen die Probleme und versucht wirklich zu helfen. Es wirkt eher so, als wäre ihr Verhalten im Allgemeinen akzeptabel. Zudem wird einem vermittelt, dass der Glaube, dass Sex die Lösung aller psychischen Probleme ist und es einem danach immer besser geht, auch eindeutig propagiert. Auch das fand ich eindeutig ziemlich komisch.
Neben diese Dingen geht das Buch hauptsächlich nur noch auf die Kleidersucht von Malveria ein, sodass nur von ihre Kleidung, ihr Verzweifeln über nicht perfekte Kleidung und diverse Zusammenbrüche weil die Kleidung nicht fertig wird oder ähnlichem erzählt wird. Die eigentliche Geschichte um die Fehde zwischen den Werwölfen bleibt einfach nur flach und hätte locker in 200 Seiten abgehandelt werden können und wäre deutlich interessanter als die immer wiederkehrenden Lamentationen über Kleidung und psychisch gestörte Werwölfin. Die ganzen Charaktere bleiben ebenso flach wie die Haupthandlung und man fragt sich irgendwann wirklich, wie der Autor darauf gekommen ist, ein Buch mit so wenig Handlung zu schreiben. Manche Charaktere sind vom Grundgedanken sehr interessant, jedoch entwickelt sich keiner der Charaktere und es gibt zudem noch so viele Nebencharaktere, bei denen man sich auch die Frage stellen kann, wozu die gut sein sollten.
Man könnte es noch als annehmbares Jugendbuch sehen, würden nicht das vollkommen normal sein von Kalix vielen Problemen und zudem Sex als Lösungsmittel aller Traurigkeit propagiert werden, so jedoch finde ich das Buch sowohl als Jugendbuch, als auch als Buch für Erwachsene deutlich ungeeignet, da weder Story noch ein Appell vermittelt werden.
Rezension verfasst vor 5 Monaten (6)
Ich habe das Buch geschenkt bekommen, hätte es mir sicherlich nicht selbst gekauft. Zwar lese ich gerne Fantasy, jedoch konnte ich mich bisher nicht für Werwölfe begeistern. Doch Martin Millar hat es geschafft mich zu begeistern. Womit ein Werwolfclan in der heutigen Zeit alles konfrontiert wird ist wirklich haarsträubend.
Kalix MacRinnalch ist auf der Flucht vor ihrem Clan in London gelandet. Sie wird jedoch nicht nur von den Clanmitgliedern gejagt, weil sie ihren Vater den Clanführer angegriffen hat, auch Werwolfjäger verfolgen sie. Ihre Schwester Thrix ist eine bekannte Modedesignerin mit Kundschaft aus einer anderen Dimension. Zwei Cousinen versuchen im Musikgeschäft berühmt zu werden, und versinken im Drogen- und Alkoholsumpf. Kalix selbst ist depressiv und Laudanumsüchtig. Und dann sind da noch die zwei normalen Studenten, die Kalix bei sich aufnehmen und sich mit immer absonderlichem Besuch in ihrer Studentenbude abgeben müssen.
Kurzum mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich habe etwas zwischen 4 und 5 Sternen geschwankt, da der Schluß nicht so ganz befriedigend war, aber er macht auf alle Fälle neugierig auf den zweiten Teil.
Rezension verfasst vor 7 Monaten (6)
Martin Millars 1 Teil um den Werwolfclan Mac Rinnalch - Kalix Werwölfin in London - hat mich so begeistert und neugierig gemacht, dass ich umbedingt die Fortsetzung - Kalix Fluch der Werwölfe - lesen muss.
Inhalt: Kalix Mac Rinnalch hat ihren Vater den Fürst der Werwölfe angegriffen und ist anschließend nach London geflüchtet und geschützt durch ein Amulett ihrer Schwester der Werwolfzauberin Thrix ist sie dort nicht auffindbar. Leider ist Kalix Drogensucht größer als ihre Angst gefunden zu werden. Sie verkauft ihr Amulett und ist somit den Jägern und ihrem eigenen Clan schutzlos ausgeliefert. Durch Zufall lernt sie Daniel und Moonglow, zwei menschliche Studenten kennen, die sich ihrer annehmen. Kalix, die solche Nähe nicht gewohnt ist, traut den beiden nicht, aber nach einer schweren Verletzung ist sie auf deren Hilfe angewiesen. Während dessen steht auf der Burg die Wahl des nächsten Fürsten an. Diese birgt einige Überraschungen, die nicht nur Kalix Leben auf den Kopf stellt.
Meine Meinung: Der Umfang des Buches irritiert, zu schnell ist man am Ende. Durch die vielen angenehm kurzen Kapitel ist man ständig in Versuchung, nur noch eins zu lesen. Man erhält nicht nur einen kurzen Einblick in das Leben alle Clanmitglieder und vorkommenden Personen, sondern eine detaillierte Beschreibung. Dies schien mir anfangs etwas langatmig, aber dadurch erhielt die Geschichte mehr Charakter und die Darsteller bleiben einem besser in Erinnerung, was bei einer Fortsetzung natürlich sehr sinnvoll ist. Man bekam bei Lesen Lust noch mehr über z.B. Dominil oder Vex zu erfahren, oder was aus dem Werwolf geworden ist, der romantische Gefühle für Kalix hatte…
Kalix als Hauptdarsteller mit ihren vielen Problemen wie Sucht, Depressionen, Selbstverletzung und Essstörung war mir sympathisch und weckte Mitgefühl. Aber wie man bereits in anderen Büchern lesen kann, sind auch die Fantasielebewesen nicht vor physischen und psychischen Lastern verschont.
Fazit: Für mich eher die Kategorie Fantasy für junge Erwachsene oder Junggebliebene, da die Teilweise sehr exzentrischen Lebensstile etwas gewöhnungsbedürftig sind. Viele Fragen bleiben am Ende offen, die bestimmt aber teilweise in der bereits erschienen Fortsetzung geklärt werden.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (10)
Klappentext:
London: Werwolf Kalix MacRinnalch streift allein durch die Stadt. Sie hat ihren Vater, den Anführer des Werwolfclans, attackiert eine unverzeihliche Tat. Nun wird sie nicht nur von mörderischen Werwolfjägern verfolgt, sondern auch von ihren rachsüchtigen Verwandten. Kalix findet jedoch Unterschlupf bei den Studenten Daniel und Moonglow. Diese werden dadurch in einen Konflikt hineingezogen, der vom schottischen Hochland bis nach London reicht und noch ein paar Dimensionen weiter. Denn die Werwölfe rüsten sich zum Krieg um die Führung des Klans, und Kalix steht im Zentrum des Geschehens.
Mein Eindruck:
Ein sehr spannendes Buch und super erzählt. Was mich begeistert, auch wenn ich großer Vampir-Fan bin, dass dieser Buch auch ohne Vampire auskommt. Keine dieser typischen Werwolf/Vampir Fehden oder ähnliches. Der Autor hatte eine angenehme Art die verschiedenen Szenen zu beschreiben und man kann sich 100%ig in die Hauptfigur hinein versetzen. Man wird mit der Spannung mit gerissen und der Humor kommt auch nicht zu kurz.
Fazit:
Ein gelungenes Buch mit Spannung, Humor und einen Tropfen Herzschmerz.
Rezension verfasst vor 8 Monaten (10)
Kalix, eine junge Werwöflin, muss aus ihrer Heimat fliehen: im Streit hat sie ihren Vater, den Clan-Chef, schwer verletzt. Doch in London hat sie einiges auszustehen: eine Mode-designende Schwester, die sie beschützen soll aber nicht will, musizierende Cousinen, die mit den Werwölfen nicht zu tun haben wollen, Häscher ihrer Brüder, die den Vater rächen wollen, und eine Horde von Werwolfjägern. Das ist der richtige Zeitpunkt, um bei zwei jungen Studenten unterzutauchen.
Dieses Buch ist wirklich eine Herausforderung. Auf den ersten 50 Seiten wird man mit gefühlt 1000 verschiedenen Personen überschüttet und richtig warm wird man mit keiner dieser Subjekte. Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig: schnelle Szenenwechsel, zu viel oberflächliches Geplänkel, zu viele Handlungsebenen – man kommt sich vor wie in einem 750-seitigen MTV-Video, und dafür bin ich mindestens 20 Jahre zu alt.
Nach ungefähr 250 Seiten hatte mich dann aber an die Schreibweise und die Rollen gewöhnt und dann doch bis zum Ende durchgehalten. Fakt ist: das Buch ist ganz nett, Fakt ist aber auch: die nach Angaben des Verlages geplant Fortsetzung werde ich mir sicher nicht antun.
Fazit: nettes Fantasybuch für Jugendliche ohne besonderen Tiefgang.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (21)
Inhalt:
Kalix McRinnalch ist die jüngste Prinzessin ihres Stammes. Sie ist wild, unzähmbar und hat dummerweise eine Affäre mit Gawain angefangen, der wegen seiner menschlichen Großmutter nur ein halber Werwolf ist und im Ansehen des Fürsten der Werwölfe ganz unten steht. Er wird verbannt und Kalix kann nicht anders, als ihren Vater vor Wut anzugreifen. Sie ist in Ungnade gefallen und flieht nach London, wo sie auf der Straße lebt und mehr tot, als lebendig herumläuft.
Der Fürst der Werwölfe liegt wegen Kalix’ Angriff im Sterben und die Werwölfe beginnen Pläne zu schmieden und Intrigen zu spinnen, wer die Nachfolge antreten wird. Markus, der jüngere Sohn oder Sarapen, der Erstgeborene, dessen Geburtsrecht die Nachfolge wäre.
Niemand hat dabei die Rechnung mit Kalix gemacht oder mit ihrer Schwester, der Zauberin Thrix, die einfach nur ihr Modehaus führen will und von der Feuerkönigin, ihrer Kundin, Unterstützung in dieser aufkommenden Blutfehde erhält. Am Ende kommt alles ganz anders, als strategisch vorhergesehen, denn Kalix ist die Werwölfin von London und unberechenbar.
Meine Meinung;
Nachdem ich dummerweise zuerst „Kalix 02″ gelesen habe und mir somit selbst einige Spannungen genommen habe, hat mich „Kalix 01″ dennoch genauso fesseln können. Denn einerseits habe ich extra ein wenig Zeit verstreichen lassen, um die Details zu vergessen und den ersten Band mehr genießen können, was auch geklappt hat und zum anderen muss ich diesen Lesegenuss einfach dem Autor verdanken, der es schafft locker und beschwingt durch die Handlung zu rauschen.
Dabei bietet er mir als Leserin eine solche Vielfalt an Geschehnissen und verschiedenen Figuren, dass immer Abwechslung, immer Charme und immer der Drang zum Weiterlesen da ist.
Leider wusste ich natürlich, wie die Geschichte grob enden wird, da der zweite Band nahtlos an die Handlung des ersten anknüpft, doch es spricht nur für diesen „Kalix“ Roman, dass ich ihn nichts desto trotz sehr gerne gelesen habe. Manche Szenen sind sehr ernst und brutal, weil die Werwölfe um die Erbfolge kämpfen und niemand in diesem Zuge verschont wird und beinahe alle gezwungen sind zu kämpfen oder sich zumindest zu verteidigen. Diese Brutalität verknüpfte Martin Millar mit heiterem Witz, indem sich die Gestalten, die nicht von dieser Welt sind, über die albernsten Dinge echauffieren, obgleich sie schon böse Kriege ausgefochten haben und dann an einem abgebrochenen Absatz scheitern und jämmerlich zugrunde gehen.
Diese beiden Elemente, die umeinander tanzen und sich nie ganz auszustechen vermögen garantieren ein wunderbares Erlebnis in eine Welt der Werwölfe die ganz anders sind, als alle anderen Werwölfe bisher. Denn wie die Menschen haben auch sie Fehler und so ist Kalix beispielsweise vom Laudanum abhängig. Nicht zu vergessen die markanten Schauplätze, an denen diese Kriege und die gesamte Handlung stattfindet, die dem ganzen noch einmal die besondere Note verleihen. Schottland, das Domizil der Werwölfe gerät genauso in den Fokus der Geschehnisse wie London, wo Kalix inzwischen lebt.
Dabei versäumte Martin Millar es nie die Gefühle seiner Figuren transparent erscheinen zu lassen, so dass man sie versteht und nachvollziehen kann, warum sie diese teilweise unüberlegten und dummen Dinge tun. Ein für mich rundum gelungenes Abenteuer mit komplizierten Ränkespielen um die Macht, Aggressivität ums nackte Überleben und Witz, der die Situationen immer wieder auflockert.
Mein Fazit:
Ich bin erstaunt, dass ich trotz der falschen Reihenfolge die Handlung immer noch spannend finden konnte und mich sehr gut eingelebt habe. „Kalix – Werwölfin von London“ ist immer für Überraschungen gut und es war sogar sehr schön in diesem Band mehr Hintergründe und auch Beweggründe der einzelnen Charaktere zu erfahren, die mir in der Fortsetzung stellenweise schon fehlten. Das ist zwar nicht weiter schlimm, doch jetzt habe ich das Gefühl, dass die ganze Geschichte rund um „Kalix“ komplett ist und ich für die vielen Seiten vom Autor mit einem unvergleichlichen Werk belohnt wurde.
Wer „Kalix“ noch nicht kennt, will ihr zwar garantiert nicht im Dunkeln begegnen, aber am Tage lässt es sich sehr gut lesen und man kommt prima mit ihr aus, denn Martin Millar weiß, wie man große, geladene Fantasy schreibt!
Rezension verfasst vor 1 Jahr (15)
Was sich in London so alles rumtreibt
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Vorteile: Spannung, Spaß, Gesellschaftskritik
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Nachteile: Jäger als Gegner nicht ernst zu nehmen, offene Fragen am Ende
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Ich habe ja schon öfter das Glück gehabt, Vorableseexemplare auf diversen Internetseiten zu gewinnen. Doch nicht nur das reizt mich beim Stöbern auf diesen Seiten. So bin ich nämlich – als bekennende Leseratte - auch schon auf für mich interessante Bücher aufmerksam geworden, die ich später selbst kaufte oder mir schenken ließ, wie z. B. „Kalix, Werwölfin von London“ von
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Martin Millar.
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Über den schottischen Autor konnte ich bei Wikipedia Folgendes (und mehr) nachlesen. Millar wurde 1956 in Glasgow geboren und stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen. Nach dem Schulabschluss zog er nach London, wo er noch heute als Single lebt. Bevor er sich ganz dem Schreiben von Fantasy-Literatur widmete, verrichtete er viele „niedere Tätigkeiten“ und arbeitete zuletzt als Verwaltungsangestellter. Er veröffentlicht sowohl unter seinem bürgerlichen Namen, als auch unter dem Pseudonym Martin Scott. Inspirationen für seine Werke fände er – nach eigenen Angaben - in den Kneipen von Süd-London. Im Netz präsentiert er sich auf der englischsprachigen Homepage martinmillar.com.
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Die Inhaltsangabe
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„London: Werwolf Kalix MacRinnalch streift allein durch die Stadt. Sie hat ihren Vater, den Anführer des Werwolfclans, attackiert – eine unverzeihliche Tat. Nun wird sie nicht nur von mörderischen Werwolfjägern verfolgt, sondern auch von ihren rachsüchtigen Verwandten. Kalix findet jedoch Unterschlupf bei den Studenten Daniel und Moonglow. Diese werden dadurch in einen Konflikt hineingezogen, der vom schottischen Hochland bis nach London reicht - und noch ein paar Dimensionen weiter. Denn die Werwölfe rüsten sich zum Krieg um die Führung des Klans, und Kalix steht im Zentrum des Geschehens…“
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versprach mir unterhaltsame Lesestunden, einfach nur zum Abschalten und die Leseprobe (http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/LP_978-3-596-18496-5.pdf) untermauerte dieses Ansinnen. Da ich mich beim Lesen immer mal in der Welt der paranormalen Wesen rumtreibe und dort Werwölfe ganz gern mag, schenkte ich mir dieses Buch zum Nikolaus. Es dauerte dann auch gar nicht mehr lange, bis ich das Buch aus dem SuB befreite.
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Werwolf-Teenager
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Die 17-jährige Kalix hat Probleme. Sie musste aus ihrer Heimat, einer Burg in Schottland fliehen. Die junge Werwölfin war eigentlich immer schon auf sich allein gestellt. Ihre Eltern der Fürst und die Herrin der Werwölfe kümmerten sich schlichtweg weder um ihr viertes und jüngstes Kind, noch um ihre Ausbildung. Allein streifte sie durch die Burg und sorgte immer wieder für Ärger. Die Bestrafungen waren die einzige Aufmerksamkeit, die sie von ihrer Familie erhielt. Mit 14 verliebte sie sich in Gaiwan, einen jungen, starken Werwolf aus angesehener Familie. Sein einziger Makel, er war nicht ganz reinblütig und damit einer Fürstentochter nicht würdig. Als der Fürst die Affäre entdeckte, verbannte er ihn. Kalix, die darüber außer sich vor Wut war, griff ihren Vater an und besiegte ihn beinahe.
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Nun streift sie ganz auf sich allein gestellt durch London, nächtigt in alten Lagerhallen und träumt sich mit Laudanum aus der Welt. Ein Amulett ihrer Schwester Thrix, einer Werwölfin mit magischen Fähigkeiten, die sich gerade ein angesehenes Modehaus aufbaut und mit ihrer Familie auch wenig am Hut hat, hat sie aus Geldmangel verkauft um an ihre Droge zu kommen. Dieses hatte die Eigenschaft, sie vor jeglicher Entdeckung durch Werwölfe oder Werwolfjäger zu schützen. Ungeschützt, können sowohl die Jäger, als auch ihre Brüder wieder ihre Witterung aufnehmen.
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In ihrer menschlichen Gestalt ist Kalix extrem dünn, weil sie seit Gawains Verbannung die Nahrungsaufnahme verweigert. Als Werwölfin dagegen ist sie eine Kampfmaschine. In der Werwolfgestalt kann sie auch nichts gegen die Aufnahme von Nahrung tun. Nur deshalb ist sie überhaupt noch am Leben. Als Kalix tagsüber von einem ihrer Brüder entdeckt wird und fortgeschleift werden soll, wird Daniel, ein Student auf sie aufmerksam. Er verhilft ihr in seinem Auto zur Flucht. Sobald sie sich erst mal in Sicherheit weiß, flieht Kalix auch vor Daniel. Kurze Zeit später stößt Daniel, in Begleitung seiner Mitbewohnerin Moonglowe, wieder auf Kalix. Diesmal ist sie so geschwächt, dass die beiden Studenten sie mit zu sich nehmen. Damit beginnt eine ungewöhnliche, oft von Misstrauen geprägte Freundschaft …
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Jugendfantasy mit realen Gesellschaftsproblemen
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In einem flüssigen und trotzdem sehr ausschmückenden Schreibstil erzählt der Autor die Geschichte der Werwölfe, die im Grunde genommen sehr menschliche Kämpfe ausfechten. Dabei spricht er auch eine Vielzahl von Dingen an, an denen unsere Gesellschaft krankt. Da sind die extremen psychischen Probleme der von klein auf, von ihrer Familie vernachlässigten Kalix, auf die sie mit Magersucht, Ritzen und Drogen reagiert. Analphabetentum wird angesprochen, Kalix kann kaum lesen und schreiben, dann kommen noch Urheberrechtsverletzungen und Machtkämpfe, die in einen regelrechten Krieg ausarten.
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Die von mir oben genannten Figuren sind auch noch lange nicht alle Protagonisten, die in dieser, trotz der ebenso vielen Toten, sehr humorvoll geschriebenen und doch zum Nachdenken anregenden fantastischen Story auftauchen. Denn obwohl man durch den Buchtitel annehmen könnte, dass Kalix die absolute Hauptfigur wäre, ist dem eigentlich überhaupt nicht so. Die „Kinder“ des Werwolfclans und auch deren Mutter, Verasa, die Herrin der Werwölfe, treten ziemlich gleichberechtigt auf. Dazu kommen auf jeden Fall Malveria, die Feuerkönigin, deren Modeschöpferin Thrix ist, ihre Nichte und die beiden Studenten. Die wichtigsten Nebenfiguren sind für mich die beiden Krämer (Vater und Sohn), die sich stets nach dem Wind richten und alle Seiten gern und für viel Geld bedienen. Sie stehen für mich stellvertretend für alle realen Unternehmen, die ihren Profit mit menschlichem Elend und Kriegen machen.
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Längen konnte ich bei dem Buch eigentlich keine feststellen. Trotz der Vielzahl an Protagonisten (alle habe ich nämlich immer noch nicht erwähnt – aber ihr wollt ja auch noch was zu entdecken haben), schafft es Millar diese eigentlich immer situationsbezogen und ohne weitschweifende Erklärungen einzuführen. Außerdem nutzt er das Switchen zwischen verschiedenen Schauplätzen für den Erhalt des Spannungsbogens. Die Spannung an sich bringen natürlich die Kämpfe des Werwolfclans, in dessen Zentrum Kalix immer wieder und eigentlich ungewollt gerät. Für Humor sorgt vor allem die Feuerkönigin. Diese treibt, mit ihrem nervenden Modefimmel und ihrem Unverständnis für viele eigentlich alltägliche Situationen, ihre Mitprotagonisten stets und ständig fast zur Verzweiflung. Als Leser dagegen kann man diesen Slapsticks oft nur mit einem Auflachen begegnen.
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Einzig die Werwolfjäger sind für mich in dem Buch ein bisschen zu kurz gekommen. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Werwölfe eigentlich immer so spielend mit denen fertig, dass ich sie als Gegner gar nicht ernst nehmen konnte. Nach dem Showdown und am Ende des Buches bleibt auch noch eine Reihe von Fragen offen.
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Das Buch an sich wurde in 236 Kapitel eingeteilt, die dadurch immer sehr kurz ausfielen. Dies hatte für mich wieder Vor- und Nachteile. So konnte man einerseits für anstehende Aufgaben im Haushalt das jeweilige Kapitel ohne großartigen Zeitverlust getrost noch zu Ende lesen. Andererseits war es besonders kurz vor dem Schlafen gehen auch wieder verführerisch, doch noch ein weiteres Kapitel zu lesen, bevor das Licht ausging.
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Alles in Allem hat mir das Buch aber genau das gebracht, was ich mir von ihm erwartete. Spannung, Spaß und Unterhaltung. Die offenen Fragen wird hoffentlich das Folgebuch mit dem Titel „Kalix, Fluch der Werwölfe“ klären, welches im Jahr 2010 ebenfalls bei Fischer erschienen ist.
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Fischer Taschenbuch Verlag 2009
Übersetzung: Eva Kemper
ISBN 978-3-596-18496-5
752 Seiten
Als Taschenbuch für 9,95 EUR überall im deutschen Buchhandel erhältlich.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (10)
Kurzbeschreibung:
London: Werwölfin Kalix MacRinnalch streift allein durch die Stadt. Sie hat ihren Vater, den Anführer des Werwolfclans, attackiert - eine unverzeihliche Tat. Nun wird sie nicht nur von mörderischen Werwolfjägern verfolgt, sondern auch von ihren rachsüchtigen Verwandten. Kalix findet jedoch Unterschlupf bei Daniel und Moonglow. Diese werden dadurch in einen Konflikt hineingezogen, der vom schottischen Hochland bis nach London reicht - und noch ein paar Dimensionen weiter.
Denn die Werwölfe rüsten sich zum Krieg um die Führung es Clans, und Kalix steht im Zentrum des Geschehens...
Zum Autor:
Martin Millar wurde in Glasgow geboren und lebt seit vielen Jahren in London. Auf Deutsch erschien u.a. "Die Elfen von New York". Martin Millar wurde mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet. Er schreibt gerade an der Fortsetzung zu "Kalix".
"Ich habe einen neuen Tiefpunkt aus Kummer, Demütigung und Nutzlosigkeit erreicht", dachte Kalix. "So tief kann nicht mal Angst vordringen." (Seite 510)
Rezension:
"Kalix" besteht aus 236 mitunter sehr kurzen Kapiteln, die sich auf 752 Seiten erstrecken. Die Handlung beginnt sehr zügig, es werden binnen kurzer Zeit viele Personen vorgestellt, die ich erst einmal langsam ein- und zuordnen musste. Die Geschichte selbst wird in der 3. Person erzählt und es gibt viele einzelne Handlungsstränge und Perspektiven.
Da wäre zum einen die Hauptperson Kalix, eine junge Werwölfin, die aus ihrem Clan verstoßen wurde, weil sie ihren Vater, den Fürst der Werwölfe, angegriffen hat. Weitere Charaktere sind die Menschen Daniel und Moonglow, zwei Studenten, die Kalix bei sich aufnehmen. Dann wäre da noch Kalix' Cousine Dominil, die sich um die beiden Verwandten Beauty und Delicious, die eine Rockband gründen möchten, kümmert. Und zu guter Letzt Kalix' Schwester Thrix, eine angesagte Modeschöpferin und Zauberin, die stets neue tolle Outfits für die Feuerkönigin Malveria entwerfen muss.
Martin Millar schreibt einfach, klar und mit viel Humor. Besonders die Feuerkönigin Malveria und ihre "elende Nichte" Agrivex hatten es mir angetan. Die Spannung bleibt zwar etwas im Hintergrund, das ändert sich aber zum Ende des Buches hin. Als einen weiteren Pluspunkt empfand ich die Darstellung der Werwölfe, insbesondere Kalix: oftmals depressiv, alkohol- und/oder drogenabhängig, aber auf der anderen Seite sehr interessiert an der neuesten Technik und Mode. Das macht "Kalix" zu einer wirklich originellen Lektüre, die allerdings Geschmackssache sein dürfte.
Ein Manko, das ich erwähnen möchte, ist, dass mir das Buch mit seinen 752 Seiten etwas zu lang war. Es treten einige Wiederholungen auf, die man getrost hätte weg lassen können. Zwar fand ich die Feuerkönigin Malveria sehr erfrischend, aber ihr manchmal doch etwas nerviges Genörgel, was neue Kleidung angeht, war an einigen Stellen zuviel des Guten.
Zur Gestaltung des Buchs: Das dunkel gehaltene Cover zeigt das Gesicht einer jungen Frau, die als Kalix interpretiert werden könnte und die Rückseite ziert die Silhouette Londons in einer Art Scherenschnittoptik. Kleiner Störfaktor: Da "Kalix" ein recht dickes Taschenbuch ist, konnte ein Leseknick im Buchrücken nicht vermieden werden.
Fazit: Wer über Werwölfe der etwas anderen Art lesen möchte und sich nicht daran stört, dass nicht nur Spannung sondern vor allem auch viel Humor in diesem Buch zu finden ist, ist mit "Kalix" gut bedient. Ich vergebe ein "Empfehlenswert".
Wertung: 4 von 5 Punkten
Rezension verfasst vor 1 Jahr (16)
Kalix MacRinnalch ist eine 17-jährige Werwölfin. Sie ist die jüngste Tochter eines mächtigen Werwolf-Fürsten und Vierte in der Erbfolge. Doch Kalix ist auf der Flucht, da sie eine unverzeihliche Tat begangen hat. Sie hat ihren eigenen Vater, den Fürsten, attackiert und schwer verletzt. Besonders Kalix Brüder setzen alles daran, die geächtete Werwölfin aufzuspüren und für ihre Tat zu bestrafen. Doch das sind nicht die einzigen Probleme der jungen Werwölfin, denn sie leidet unter Essstörungen, verletzt sich selbst und kann den Tag nur mit Laudanum überstehen. Kalix vertraut niemandem und verbringt ihre tristen Tage in Einsamkeit. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie sich selbst zu Grunde richtet oder von den Häschern der Familie aufgespürt wird. Doch dann lernt Kalix die Studenten Moonglow und Daniel kennen. Die beiden verstecken die Werwölfin und suchen in Kalix Schwester Thrix eine Verbündete. Als der Fürst der Werwölfe an den Folgen seiner schweren Verletzung stirbt, überschlagen sich die Ereignisse. Denn ein erbitterter Streit um die Herrschaft entbrennt und der Clan entzweit sich. Kalix gerät zwischen die Fronten und muss sich nicht nur mit der rachsüchtigen Verwandtschaft auseinandersetzen, sondern auch noch die Launen der modesüchtigen Feuerkönigin Malveria ertragen und den Werwolfjägern entgehen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, dem Clan möglichst viel Schaden zuzufügen....
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Dabei werden einige Protagonisten in die Handlung eingeführt. Trotz der hohen Anzahl der handelnden Personen, hatte ich jedoch nie das Gefühl die Übersicht zu verlieren. Die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander werden verständlich erklärt. Der Schreibstil ist recht einfach. Der Autor verwendet kurze Sätze und leider kommt es in der Erzählung zu einigen Wiederholungen. Dadurch empfand ich den Anfang etwas zäh und hatte leichte Schwierigkeiten den Einstieg in den Fantasyroman zu finden.
Zu Beginn der Handlung lernt man Kalix kennen. Durch ihre Drogensucht, nicht vorhandene Umgangsformen und ihren stark ausgeprägten Egoismus fällt es schwer, Sympathie für die Hauptprotagonistin zu entwickeln. Da man jedoch nach und nach von Kalix nicht ganz einfachen Jugendjahren und dem rauen Klima im Werwolfclan erfährt, beginnt man langsam ihre Handlungsweise zu verstehen. Die Erzählung wird durch die Feuerkönigin Malveria aufgelockert. Sie lässt ihre Garderobe von Kalix Schwester Thrix entwerfen und will sich in keinem Fall von ihrer schärfsten Konkurrentin, Prinzessin Kabachetka, ausstechen lassen. Da Malveria in ihrem eigenen Reich alle Feinde besiegt hat, ist ihr nun etwas langweilig. Deshalb schaut sie gerne in der Menschenwelt vorbei und schafft es mühelos, dafür die denkbar ungünstigsten Zeitpunkte auszuwählen. Im Schlepptau hat sie dabei ihre fast adoptierte, törichte Nichte Agrivex, der sie ständig damit droht, sie im Vulkan zu opfern. Ausserdem hat Malveria ihren Spaß daran, sich in das Liebesleben der beiden Studenten Moonglow und Daniel einzumischen. Auch die anderen Nebencharaktere und ihre Hintergründe werden detailliert beschrieben, sodass die Figuren lebendig wirken.
Die Handlung ist zwar nicht durchgehend spannend, bleibt aber durch die verschiedenen Protagonisten und die unterschiedlichen Schicksale interessant. Durch die kurzen Kapitel, und die damit verbundenen Perspektivenwechsel, wird man zum Weiterlesen verführt, sodass es schwerfällt das Buch aus der Hand zu legen.
Dieser Fantasyroman ist sicher keine besonders anspruchsvolle Lektüre. Dennoch konnte er mich durch vielschichtige Charaktere und eine interessante Handlung begeistern. Ich vergebe, trotz meiner Startschwierigkeiten, vier von fünf Bewertungssternen und werde sicher zur Fortsetzung "Kalix - Fluch der Werwölfe" greifen.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (13)
ich bin sehr positiv an dieses buch herangegangen, da ich werwölfe toll finde und es eine nette abwechslung zu den vampiren ist....aber dieses buch hat mir die werwölfe...entschuldigt bitte den ausdruck...versaut... ich bin sehr enttäuscht worden, kalix ist eine sehr gewöhnungsbedürftige heldin aber immerhin noch liebenswert...aber trotzdem konnte das nichts daran ändern das ich pizzaessende werwölfe absolut unpassend finde. ich habe mir von diesem buch wirklich mehr versprochen...als trix dann begann als werwolf ans telefon ihrer modeagentur zu gehen und termine zu machen, habe ich dieses buch kopfschüttelnd aus der hand gelegt und nicht wieder angerührt....mag sein das es später besser wurde aber ich kann es nicht weiter empfehlen










