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Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach
Herbert Fraunhoffer
20:28Frankfurt, Reichtum, Familie
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Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach
Rock-n-Roll
Selten habe ich mich bei der Lektüre eines Buches so sehr gelangweilt. Dabei fängt es vielversprechend an. Ein junger Mann zieht nach Frankfurt, wo er sich eine Wohnung mietet und die ersten Wochen in seinem neuen Zuhause beschreibt, die Strasse, die Umgebung, Nachbarn, Geräusche, Eindrücke, die Einsamkeit, wenn man ganz neu in einer Stadt ist... Die Langeweile setzt erst ein, als er zu sehr ...
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Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach
Ulf_Borkowski
20:39„ Wie war das …?“ Mit dieser simplen Frage beginnt Martin Mosebachs neuer Roman „Was davor geschah“. Mancher mag sich nun fragen „Martin Wer“, denn trotz seiner diesjährigen Nominierung für den Deutschen Buchpreis ist Büchner-Preis-Träger Mosebach sicherlich kein Bestseller-Autor. Und bei denen, die Mosebach kennen ist er auch nicht eben unumstritten. So gehen auch die Kritiken zu seinem ...
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Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach
Elisabeth87
09:47In „Was davor geschah“ lernen wir einen Mann kennen, der von seiner leicht eifersüchtigen neuen Liebe ins Verhör genommen wird. Und zwar wird er gefragt, was er gemacht habe, bevor er ihr begegnet sei. Wie war deine Frankfurter Welt, bevor du mich gefunden, bevor du sie mit mir geteilt hast? Der Erzähler, von dem man bis zum Schluss den ...
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Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach
Brahms
17:48Elegantes Buch, schön konstruiert, leicht leblos. Es macht den Eindruck, es spielt in den 50er Jahren und nicht heute. Das Buch ist etwas für Freunde von Abschweifungen. Die sind mal mehr, mal weniger interessant. Großartig seine Beschreibung eines Altenheims. Langweilig die Beschreibung einer Kastanie.
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Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach
Aufeinbuch
17:28Eine souveräne Meisterschaft literarischen Könnens.Sprachkultur in höchster Perfektion.Mosebach als gnadenlos guter Fabulierer.Fünf Sterne.
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Hat's nicht gepackt!!!
— IraIch habe das Buch vorhin beendet,da ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht warm wurde, kann ich mich den positiven Kritiken nicht anschliessen.
— Gelöschter Benutzergerade an meinen besten freund verschenkt- auch mit der absicht es selber lesen zu können...
— radieschenRückschau: Denis Scheck empfiehlt - Martin Mosebach "Guten Abend und herzlich Willkommen zum guten Buch zur späten Stunde. Einen Liebesroman möchte ich Ihnen heute als allererstes vorstellen, einen Roman, der mich außergewöhnlich begeistert, weil er glaubhaft darstellt, wie in der Bundesrepublik Deutschland des Jahres 2010 gelebt und gedacht und gehandelt und: ja, auch durch die Betten getobt wird, weil er die wirtschaftlichen Realitäten dieses Landes ebenso souverän darstellt wie seine Moral und seine emotionalen Grundgesetze, und weil er dies auf ebenso kunstvolle wie intelligente Weise macht. "Was davor geschah" heißt dieses Wunderbuch, sein Autor Martin Mosebach. Dieser Martin Mosebach war lange ein Geheimtipp, inzwischen ist er zum Glück längst schon als einer der wirklich bedeutenden deutschen Erzähler erkannt, vor einigen Jahren bereits wurde er mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Neulich hat er mal gesagt, er wolle sich nicht mehr quälen mit dem Schreiben, sondern nur noch veröffentlichen, was ihm "extra vergine", also ohne Druck aus der Feder fließe. Das merkt man diesem profunden und doch zauberleichten Roman wirklich an. Es ist ein Roman über das Zerbrechen zweier Ehen, der jugendliche Erzähler lernt als Gast des Sohnes ein vermögendes Frankfurter Ehepaar kennen, das großen Eindruck auf ihn macht: "Hatte ich je zuvor ein vollkommeneres Ehepaar als Rosemarie und Bernward Hopsten gesehen?" überlegt er. Im Lauf einiger Monate tauchen wir mit dem Erzähler in die Welt dieser Hopstens ein, die zur Wirtschaftselite, ja der "senatorischen Klasse" der Bundesrepublik zählen, wie Mosebach schreibt, nehmen mit ihnen nicht nur an einem demütigenden Sommerurlaub hier auf Sizilien teil oder erleben die Gründung einer zum Scheitern verurteilten Telefongesellschaft in Kairo, sondern erfahren nach und nach von ihren unerfüllten Wünschen und Träumen, ihren Ambitionen und ihrem Ehrgeiz. Dieser Roman leistet für unser Land heute, was F. Scott Fitzgerald mit "Der große Gatsby" für die amerikanische Gesellschaft seiner Zeit geschaffen hat: Er hält uns einen Spiegel vor, in dem wir uns gelegentlich verzückt, öfter aber erschrocken, selbst erkennen. Dieser Roman gehört auf die Bestsellerliste. Also vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Martin Mosebachs "Was davor geschah", erschienen im Hanser Verlag."
— Gelöschter Benutzer