Leser-Rezension zu „Der letzte Weynfeldt” von Martin Suter
am 7.02.2012
Geschichte aus dem Kunstmilieu. Der Kunstexperte Weynfeldt, Mittelalter, ohnehin schon reicher Kunstexperte, arbeitet bei einem Auktionshaus. Eines Tages will ein Freund ein ziemliches wertvolles Bild versteigern, zu dem es auch noch eine recht gute Kopie gibt. So wird ein fauler Deal eingefädelt, bei dem das Duplikat verkauft werden soll. Weynfeldts geregeltes Leben wird überdies noch von einer Frau empfindlich gestört, für die er erst echte Gefühle empfindet, dann aber feststellen muss, dass sie auch nicht ganz so unbescholten ist, wie es den Eindruck macht.
Eine nette kleine Geschichte mit einem schönen Ende, dass aber auch vorhersehbar ist. Suter schreibt unaufgeregt, ohne Tiefgang, schnell hat man die Geschichte gelesen, die dann ohne weiteren Eindruck zu hinterlassen, als leichte Bettlektüre zu bezeichnen ist. In jedem Fall kann Suter bessere Romane schreiben und dieser ist bestimmt 100 Seiten zu lang. Eine gute Erzählung hätte es auch getan.

