Martin Walser

(526)

Lovelybooks Bewertung

  • 726 Bibliotheken
  • 11 Follower
  • 20 Leser
  • 67 Rezensionen
(84)
(191)
(163)
(59)
(29)
Martin Walser

Lebenslauf

Martin Johannes Walser wird am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee als Sohn eines Gastwirtes geboren. Er verliert im Alter von 10 jahren seinen Vater. Walser besuchte die Oberrealschule in Lindau und wurde danach als Flakhelfer eingezogen und erlebte das Ende des Zweiten Weltkriegs als Soldat der Wehrmacht. Er absolviert sein Abitur am Bodensee-Gymnasium und studiert Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Tübingen und Regensburg, an ersterer promoviert er 1951 mit einer Dissertation zu Franz Kafka. Bereits während seines Studiums arbeitet Walser als Reporter für den Süddeutschen Rundfunk. Mit seiner 1955 erschienenen Erzählung »Ein FLugzeug über dem Haus« wird Walsers Schaffen erstmals von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Im selben Jahr wird von der »Gruppe 47« für seine Erzählung »Templones Ende« ausgezeichnet, der er selbst auch angehört. Zwei Jahre später erhält er den Hermann-Hesse-Preis für seinen ersten Roman »Ehen in Philippsburg«. In den nächsten Jahren wird veröffentlicht Walser viele Werke, darunter Erzählungen, Romane und Theaterstücke und wird vielfach geehrt, darunter 1981 mit dem Georg-Büchner-Preis, 1987 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz, 1990 mit dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 1998 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Anlässlich des 70. Geburtstages Martin Walsers, bringt der Suhrkamp Verlag 1997 eine große Werksausgabe in 12 Bänden heraus. 2002 veröffentlicht er seinen Roman »Tod eines Kritikers« der bereits vor seinem Erscheinen einen Skandal auslöst. So zeigt die zentrale Figur starke Ähnlichkeiten mit Marcel Reich-Ranicki, der ihm in dem Werk Antisemitismus vorwirft. Trotzdem veröffentlicht der Suhrkamp Verlag das Buch. Zwei Jahre später wechselt Walser nach dem Tod von Siegfried Unseld vom Suhrkamp Verlag, in dem er 49 Jahre 136 Werke veröffentlicht hat, zum Rowohlt Verlag. Laut eigener Aussage, spielt dabei die fehlende Positionierung des Verlags im Streit um seinen Roman »Tod eines Kritikers« eine Rolle. Nach Martin Walsers Roman »Leben und Schreiben - Tagebücher 1951-1962« aus dem Jahr 2010, in dem er sich mit seinem Werdegang als Schriftsteller befasst, erscheint im Herbst 2012 sein aktuelles Werk »Das dreizehnte Kapitel«.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
Tags

Beitrag verfassen...

  • Rezension zu "Das dreizehnte Kapitel" von Martin Walser

    Das dreizehnte Kapitel
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    19:29

    Ich glaube, es ist noch nicht meine Zeit für dieses Buch gekommen. In diesem Buch wird eine andere Sprache gesprochen als die, die ich schön, aufregend und unterhaltsam finde. Die Sprache ist zwar intelligent und tiefgründig, aber die Wortwahl ist so überaus durchdacht, dass die Sätze schon wieder konstruiert wirkten und es mir zu langweilig wurde. Ich bin aber guter Dinge, dass ich die Story ...

    Mehr
  • Rezension zu "Das dreizehnte Kapitel" von Martin Walser

    Das dreizehnte Kapitel
    Bellami

    Bellami

    17:30

    Basil Schlupp, ein bekannter Autor, trifft auf eine schöne, kluge Frau. Er ist in Begleitung seiner Frau. Die schöne kluge Frau, Maja Schneilin hat ihren Mann an ihrer Seite. Basil Schlupp kann es nicht fassen, dass diese Frau nicht auf ihn aufmerksam geworden ist und als Meister des geschriebenen Wortes schreibt er ihr einen Brief, will so auf sich aufmerksam machen. Ohne viel Geplänkel ...

    Mehr
  • Rezension zu "Das dreizehnte Kapitel" von Martin Walser

    Das dreizehnte Kapitel
    54books

    54books

    13:27

    Insgesamt enttäuschender Liebes-Brief-Roman des Altmeisters, auch wenn hin und wieder seine Klasse aufblitzt. Meine kritische Auseinandersetzung hier http://wp.me/p37mWY-59

  • Rezension zu "Ehen in Philippsburg" von Martin Walser

    Ehen in Philippsburg
    malter

    malter

    Worum es geht Kann man in der Inhaltsangabe nachlesen. Was mir gefällt Das Buch lebt von seinen schönen, sehr bildhaften und treffenden Beschreibungen der Menschen und deren Begegnungen. Es vermitteln dem Leser interessante Einblicke in die beschriebene Gesellschaft und überzeichnet diese stellenweise bis hin zur Karikatur. Die vier Episoden sind geschickt ineinander verflochten, bilden aber ...

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Das dreizehnte Kapitel" von Martin Walser

    Das dreizehnte Kapitel
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    13:08

    Einen Briefroman über die Liebe legt Martin Walser in seinem neuen Buch vor, voller theologischer Reflexionen nicht nur über die Kraft der Liebe nach 1. Korinther 13, das dem Buch den Namen gab, sondern auch eine Art Fortsetzung seiner drei letzten Bücher „Mein Jenseits“ , „Muttersohn“ und „Über Rechtfertigung“. Es ist nämlich kein Zufall, dass der Schriftsteller Basil Schlupp (so ein Name ...

    Mehr
  • Rezension zu "Das dreizehnte Kapitel" von Martin Walser

    Das dreizehnte Kapitel
    HeikeG

    HeikeG

    10:47

    Gefühlsausführlichkeiten im Nähe-Glück oder doch nur Dekorateure des Nichts . "Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte ...

    Mehr
  • Rezension zu "Ehen in Philippsburg" von Martin Walser

    Ehen in Philippsburg
    Kathafee

    Kathafee

    10:58

    Der Schreibstil gefiel mir gut. Ich mochte die Vergleiche und Metaphern, durch die ich mich in die Gedanken von Hans, Alwin und Benrath mühelos hineinversetzen konnte. Außerdem mochte ich, dass es verschiedene Erzähler gab, die die Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven wiedergaben (nur schade, dass kein weiblicher dabei war). Jeder Teil war in sich abgeschlossen und endete mit einem ...

    Mehr
  • Rezension zu "Ehen in Philippsburg" von Martin Walser

    Ehen in Philippsburg
    HolleyMcFly

    HolleyMcFly

    18:46

    Die Ehen in Philippsburg habe ich gerne und zügig gelesen. Durchaus nicht immer einfach - ein Satz kann durchaus mal über eine halbe Seite gehen. Aber sehr gefällig und teilweise ironisch. So manche Situation kann man immer noch nachvollziehen und brachte mich zum Schmunzeln. Eine kleine Leseprobe? Bitte schön: "Seit er aber seine Amerikareise hinter sich hatte, ließ er - was er früher ...

    Mehr
  • Rezension zu "Ein fliehendes Pferd" von Martin Walser

    Ein fliehendes Pferd
    PaulTemple

    PaulTemple

    12:38

    Durch Zufall treffen sich im Urlaub am Bodensee zwei alte Schulkameraden in den 40ern, mitsamt ihren Ehefrauen. Während Helmut und Sabine ein augenscheinlich ruhiges, uninspiriertes Leben führen und ihre Ehe sich an einem toten Punkt zu befinden scheint, verkörpern Klaus und Helena das komplette Gegenteil. Sportlich sehr aktiv, miteinander glücklich, voller Tatendrang, sexuell sehr potent - ...

    Mehr
  • Rezension zu "Ein springender Brunnen" von Martin Walser

    Ein springender Brunnen
    PaulTemple

    PaulTemple

    19:27

    Der stark autobiographisch geprägte Roman Walsers schildert die Kindheit Johanns in den 1930er und 40er Jahren. Johann wächst in Wasserburg am Bodensee auf und der Leser begleitet ihn zwischen den Jahren 1932 und 1945. Liebevoll und mit großer Präzision, beinahe schon anekdotisch schildert Walser den dörflichen Alltag, die Eigenheiten und Verhaltensweisen der Bevölkerung im ...

    Mehr
  • weitere