Leser-Rezension zu „Schamanenfeuer” von Martina André
am 21.02.2011
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, einmal beginnend im Jahre 1908, zum anderen in der Gegenwart.
Leonard Schenkendorff, deutscher Student in Russland, gerät durch seine Freundin in revolutionäre Kreise. Eigentlich möchte er Katja da rausholen, doch während einer Revolte erschießt seine Freundin einen Soldaten. Beide werden verhaftet, das Todesurteil in eine Verbannung nach Sibirien umgewandelt, wo auf Leonard eine besondere Aufgabe wartet...
In der Gegenwart macht sich eine Gruppe deutscher Wissenschaftler zusammen mit ihren russischen Kollegen auf den Weg nach Sibirien. Sie sollen die Ursache des sogenannten Tunguska-Meteoriten erforschen. Doch das Sagen hat Bashtiri, ein russischer Multimillionär...
Auch wenn sich beide Geschichten unterscheiden, Eins haben sie gemeinsam: Sowohl 1906, als auch in der Gegenwart spielen Recht und Gesetz in den Weiten Russlands keine Rolle. Ein Menschenleben ist nichts wert.
Das Buch präsentiert eine völlig neue Theorie des Tunguska-Meteoriten. Mehr soll dazu nicht verraten werden. Physikalische Kenntnisse sind von Vorteil. Den Einfluss der Schamenen auf die Handlung habe ich eher mit gemischten Gefühlen gesehen. Hier ist mir zu viel Phantasie im Spiel.
Das Buch ließ sich flott lesen. Es ist spannend geschrieben. Ich würde es als ein Gemisch aus Wisenschaftsthriller (mit starkem Einschränkungen) und Fantasy bezeichnen. Besonders in der Gegenwart treffen völlig unterschiedliche Interessen aufeinander, was dem Buch zusätzliche Spannung gibt.

