Rezension verfasst vor 10 Monaten
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"Houdini Girl" von Martyn Bedford
Inhalt
Fletcher "Red" Brandon arbeitet als Zauberkünstler "Peter Prestige" und lebt seit einem Jahr mit seiner Freundin Rosa zusammen. Doch dann kommt Rosa bei einem Unfall ums Leben und während der polizeilichen Ermittlungen muss Red erkennen, dass seine Freundin einige Dinge von ihm verborgen hat. Seine Suche nach der wahren Rosa führt ihn bis ins Rotlichtmilieu Amsterdams.
Meinung
Besonders nachdem ich hier die bisher er schlechten Bewertungen gesehen habe, stand ich dem Buch schon etwas skeptisch gegenüber, wollte aber nicht vorschnell urteilen.-Zum Glück, denn ich fand das Buch gut! Eine dramatische und traurige Liebesgeschichte, die in einen kriminalistischen Fall -die Suche nach dem potentiellen Mörder und der Wahrheit über Rosa- eingearbeitet wird. Nicht nur hier gelingt dem Autor die richtige Mischung, sondern auch in der Abwechslung von Vergangenheit und Gegenwart und manchmal kleine Ausblicke in die Zukunft.
Minuspunkte der Geschichte sind die Charaktere, die alle bis auf Red und Rosa etwas flach bleiben. Vor allem konnte ich mir die Charaktere nie bildlich vorstellen, weil die Beschreibungen dafür irgendwie nie ausgereicht haben, dafür hat man insbesonderen von den beiden Protagonisten umso mehr von ihrer seelischen Seite kennengelernt. Dies kam auch dadurch zustande, dass sich der Autor dazu entschieden hat, zwischen den von Red erzählten Kapiteln auch kleine Passagen aus Rosas Sicht zu erzählen. Das gefiel mir sehr gut, da Rosa einem dadurch sehr viel näher kam, da es ja bekannt ist, dass sie viel vor ihrem Freund verheimlicht hat.
Der aber wohl größte Minuspunkt ereignet sich besonders häufig in Rosas Passagen, denn Rosa spricht in einem Gossenslang, der mich so gar nicht anspricht. Bei ihr ist immer alles "scheiße", sogar ihr Freund "labert Scheiße" und hat eine "Scheißbirne"...ich fand diesen Slang wirklich sch**. Dazu kam, dass in Rosas Texten beim "nicht" grundsätzlich das "t" am Ende fehlte -"nich". Ich verstehe den Sinn dahinter nicht, ob das zu ihrem Gossenslang gehörte oder ihrem Dialekt aus Irland oder der Angewöhnung des Holländischem.....es bleibt mir wohl immer ein Rätsel, was sich Autor und/oder Übersetzer dabei gedacht haben.
Außerdem wird mir das Wort "f**cken" auch deutlich zu oft gesagt, aber irgendwie macht das auch einen Teil des Buches aus.
Als großer Pluspunkt kann die Geschichte an sich gewertet werden, die wie ich bereits zu Beginn gesagt habe, eine ausgewogene Mischung verschiedener Genre ist. Die dargestellten Zaubertricks zur Einleitung fast jeden Kapitels haben immer mit den darauffolgenden Geschehnissen zu tun und runden auch die Glaubhaftigkeit der Erzählung ab, da ja aus der Perspektive des Zauberkünstlers Red geschildert wird.
Fazit
Ich fand die Geschichte gut gelungen und war bis zum Ende gespannt, was Rosa über ihr Leben verheimlicht hat und warum sie starb. In meinen Augen hat das Buch somit 4 Sterne verdient, weil ich mich gut unterhalten gefühlt habe und meine Skepsis wegen der schlechten Bewertungen ganz unbegründet war.
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