Leser-Rezension zu „Wo die Zitronen blühen” von Massimo Carlotto
am 7.09.2009
Ein Dorf im Nordosten Italiens.
Zwei einflussreiche Familien.
Die Calchi Reniers und die Visentins.
Francesco ist der Sohn des sehr erfolgreichen Anwalts Visentin. Auch Francesco ist auf dem Wege zu einem guten Anwalt, allerdings verlangte sein Vater von ihm, seinen Weg erst einmal alleine zu gehen, bevor er nach der Heirat mit Giovanna in die väterliche Kanzlei mit einsteigt.
Die Kindheit und Jugend von Francesco lassen ihn immer wieder spüren aus welchem Hause er stammt. Man behandelt ihn anders, man bringt ihm Respekt entgegen, es ist ihm unmöglich echte Freundschaften zu knüpfen und zu vertiefen. Alles beschränkt sich auf Bekanntschaften, das gesellschaftliche Ansehen und dessen Gepflogenheiten.
Der einzige Mensch den er liebte, der seine Freundin, Gefährtin, Geliebte und zukünftige Frau war, wurde einige Tage vor der Hochzeit ermordet. Giovanna.
Carla, Giovannas beste Freundin, und Francesco fangen an, verschiedenen Spuren nachzugehen, welche Verstrickungen mit der Mafia, illegale Müllentsorgungen, Verleumdung und Morde ans Licht bringen.
Man bekommt verdeutlicht welche Macht die einflussreichen Familien haben, wie sie integrieren und dabei über Leichen gehen.
Die Leseprobe fand ich sehr ansprechend, leider war das Buch nicht das, was ich mir erhofft oder was ich erwartet habe.
Dem Buch fehlt es an Tiefe, die Intrigen und Vorkommnisse werden beschrieben, aber viel zu oberflächlich. Man liest sich durch die Zeilen, ohne mit dem Herzen dabei zu sein.
Am schlimmsten fand ich den Teil, in dem der Mörder entdeckt wurde. Hatten die Autoren keine Lust mehr? Wollten sie schnell fertig werden? Mir kam es so vor.
Ein Buch, was nicht so schlimm war, das ich mich bis zur letzten Seite durch kämpfen musste, aber auch ein Buch, welches man nicht gelesen haben muss.

