am 8.06.2010
Ich war und bin nach wie vor enorm begeistert von Matt Ruffs "Ich und die anderen" und habe genau aus diesem Grunde zu "G.A.S." gegriffen wurde aber leider enttäuscht!
Schauplatz ist New York im Jahre 2023: Der Milliardär Harry Gant versucht in Folge eines gigantischen Projektes einen neuen Turm zu Babel zu bauen, zeitgleich kämpft seine Ex-Frau Joan in der New Yorker Unterwelt gegen einen Killerhai und zu allem Überfluss sieht es so aus, als hätten elekronische Diener einen Weg gefunden Menschen umzubringen...
"G.A.S." ist im wahrsten Sinne des Wortes völlig abgedreht, doch es zündet leider nie so wirklich - es scheint fast so als hätte Matt Ruff einfach zu viele Ideen gehabt und wollte sie alle um jeden Preis einbringen. Das führt beim Leser zu enormer Verwirrung, denn allein die Anzahl der auftretenden Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander sind dermaßen komplex, dass man niemals den Anschluss verlieren darf, da sich sonst das Gesamtbild nicht mehr erschließt. Es hätte ein wahrerer Rausch der Phantasie werden können doch leider ist die Geschichte an vielen Stellen einfach zu verworren, um wirklich fesseln zu können. Ich zumindest hätte mir von Matt Ruff mehr erwartet.

