Rezension verfasst vor 4 Monaten
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Oliver Krachowitzer, genannt Krach, ist aus seiner Kaltduscher-WG ausgezogen und lebt jetzt allein in seiner 2-Zimmer-Wohnung in Berlin. Er verdient mit seinem Job als Sprecher für Radiowerbespots zwar ganz gut, aber trotzdem ist er nicht zufrieden mit seiner Situation. Besonders montags, wenn er nach einer der üblichen Alptraumnächte schlecht gelaunt auf dem Weg zur Arbeit ist, bekommen dies seine Mitmenschen zu spüren. So auch dieses Mal, als ihm eine gutaussehende Geschäftsfrau mit ihren hochhackigen Schuhen aus Versehen auf die Füße tritt und ihm zu allem Überfluss anschließend vor Schreck noch eins mit der Handtasche verpasst. Oliver revanchiert sich wie jedes Mal mit einem Potpourri an Schimpfwörtern, aber dieses Mal ist es irgendwie anders. Er bekommt die Frau nicht mehr aus dem Kopf und als er sie wieder sieht, stellt er fest, dass sie sich aus der Schule kennen. So nimmt eine turbulente Geschichte seinen Lauf...
Neben der eigentlichen Beziehungsgeschichte ist der „Linksaufsteher“ auch eine Parodie auf die sogenannten „neuen Medien“, hier vor allen Dingen die Werbebranche und Internet-Portale wie Facebook und Youtube. An manchen Stellen übertreibt der Autor dann aber für meinen Geschmack ein wenig (z.B. beim „iKoffer“); und viele Gags – wie z.B. die Unterhaltungen mit den beiden Werbe-“Heinis“ Elvin und Adrian oder die mit Fremdwörtern gespickten Konversationen mit Internet-Guru Rüdiger Rodeo – wiederholen sich all zu oft. So ist das Buch zwar als Geschichte recht unterhaltsam, aber mit rund 350 Seiten deutlich zu lang. So kann ich dem Ganzen leider nur das Prädikat „bedingt lustig“ verleihen.
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