Rezension zu "Der Sommer des Commissario Ricciardi" von Maurizio de Giovanni

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walli007

Vor 1 Jahr

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Bella Italia
Anfang der 1930er geschieht ein Mord in der Stadt des Commissario Riccardi, in Neapel. Die Frau des Herzogs wurde sehr gründlich getötet. Und der Commissario, der die letzten Gedanken der Toten hört, muss nun heraus finden, was es mit dem Ring auf sich hat. Die Herzogin war die zweite Frau des alten Herzogs, der selbst schwer krank im Sterben liegt. Leichtlebig wie sie war, hatte sich die Herzogin nicht gerade beliebt gemacht. Da tauchen nach und nach immer weitere Verdächtige auf. Für den schwermütigen Kommissar, der niemanden mit seiner ungewöhnlichen Fähigkeit behelligen möchte, ist es nicht einfach das Gewirr an Spuren zu durchschauen. Zudem wird er sogar durch zwei Frauen abgelenkt, die sein stilles, schüchternes Dasein durcheinander bringen.
Ein besonderer Kommissar in einer politischen Aera in Italien, die einen interessanten geschichtlichen Hintergrund verspricht. Ja, genau so ist dieser Krimi. Ein buntes Gemisch an Geschichten und Verflechtungen, das mich beim Lesen gefesselt hat. Die Art des Aufbaus des Romans muss der Leser erstmal entschlüsseln, was das Buch in meinen Augen umso anregender machte, weil es die Gehirntätigkeit auf Trab brachte. Da ich diesem Stilmittel, das ich nicht allzu genau bezeichnen möchte, um nicht die Überraschung zu nehmen, sehr positiv gegenüber stehe, war es für mich eine Bereicherung. Die ausgelegten Fährten waren vielfältig und lockten zu Fehlschlüssen. Die privaten Gedanken und Gefühle des Commissario Riccardi ließen mich mitfühlen und ihm die Daumen halten, damit er die richtige Entscheidung träfe. Doch so wie es vier Jahreszeiten gibt, so wird es wohl auch mindestens vier Fälle für den Commissario geben. Mit Winter, Frühling hat die Reihe begonnen, um hier mit dem Sommer fortgesetzt zu werden.

Autor: Maurizio de Giovanni
Buch: Der Sommer des Commissario Ricciardi
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