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Alle anzeigenxoxoJade
Vor 1 Jahr
(16)Das erste Wort das mir hierzu einfällt: *verstörend*
Aber schon mal vorweg: das Buch ist mitnichten das was man sich unter dem Begriff "Psychothriller" vorstellt. Allerdings wüsste ich es auch nicht richtig einzuordnen, da würde mir als Beschreibung höchstens spannender, psychologisch betrachtet interessanter Jugendroman einfallen. Jedoch ist das eher dem Verlag anzulasten als der Autorin, deswegen spielt es für meine Bewertung keine Rolle.
Lizzie und Evie sind beide dreizehn Jahre alt und die besten Freundinnen. Auf einmal ist Evie weg. Einfach verschwunden und Lizzie muss feststellen, dass ihre beste Freundin Geheimnisse vor ihr hatte. Ist sie wirklich so unschuldig? Verdächtigt wird Mr. Shaw, dessen Auto Lizzie vor Evies Entführung gesehen hat. Ist er Evies nächtlicher Verfolger?
An den Schreibstil der Autorin muss man sich auch erst gewöhnen, mir hat er nicht zugesagt, aber schlecht kann man ihn beim besten Willen nicht nennen. Der Roman begingt relativ gemächlich und selbst nach Evies Verschwinden passiert trotz der interessanten Thematik nicht viel, es zieht sich über die Kapitel hinweg. Dennoch vermag es eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten insbesondere als die ersten Hinweise über Evies Verbleib bzw. allg über Evies Entführer auftauchen.
Lizzie schwärmt sehr für Mr Verve, Evies Vater, der zumindest vor der Entführung ein sehr lebensbejahender und vorallem charismatischer Mann zu sein scheint ganz im Gegensatz zur Mutter. Dusty, die Schwester ist die "Queen Bee" der High School, eine Eisprinzessin, von allen begehrt und doch unendlich einsam. Wir sehen die Geschichte aus Lizzies Perspektive, wobei sie die Dinge teilweise verklärt und teilweise aus einer gewissen Distanz betrachtet. Was mir an dem Buch gut gefällt ist, die Frage der Schuld. Keiner ist unschuldig und auch für den Täter empfindet man trotz der Abscheu unweigerlich Mitleid. Wie gesagt das Psychogramm ist gut gelungen (ich kann hier nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern). Dusty ist imao die interessanteste Figur. Doch die Nebenfiguren wie Lizzies Mum sind m.E viel zu blass geraten. Sympathieträger sind nicht vorhanden was mich vor allem bei Lizzie gestört hat. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden und auch ihr Verhalten ist teilweise sehr abstrus. -*Spoil Alert*: z.B verfälscht sie wichtige Hinweise und wirft die Suche nach Evie damit ein Stück zurück-
Die Auflösung war sehr interessant, einiges war abzusehen doch anderes wiederum sehr überraschend. Wenn man aufmerksam gelesen hat fällt einem eine Sache doch ziemlich auf, was ich recht gut fand. Allerdings fand ich es doch sehr unglaubhaft, dass eine gewisse Person Lizzie alles erzählt. Am Ende kam ich mir jedoch ein wenig "stehen gelassen" vor. Ich bereue nicht "Das Ende der Unschuld" gelesen zu haben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es kein zweites Mal lesen werden will/werde. Für Vier Sterne hat mich einfach zu viel gestört, deswegen sind es jetzt drei gute Sterne
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