Rezension zu "Knochenfinder" von Melanie Lahmer

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Bellexr

Vor 9 Monaten

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Grausige Funde
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Die Siegener Polizei ist auf der Suche nach einem Schüler, der spurlos verschwunden ist. Kommissar Winterberg und sein Team ermitteln auf Hochtouren, doch der 18-jährige Rene ist nicht aufzufinden. Dann wird von Geocachern ein menschlicher Finger in einem Geocaching-Versteck gefunden. Schnell steht fest, dass dieser dem Schüler gehört und es soll nicht der letzte Fund bleiben.
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Melanie Lahmer stellt das Thema „Geocaching“ klar in den Fokus ihres Debüt-Krimis, wobei auch die Verbreitung von Gewaltvideos an Schulen eine große Rolle spielt. Geschickt baut die Autorin ihre Story auf und wechselt regelmäßig die Handlungsstränge. Nicht nur die Ermittlungen von Winterberg und Natascha verfolgt man so, sondern ist auch immer wieder in kurzen Sequenzen bei einem Entführten dabei, der gefesselt in einer dunklen Höhle liegt. Auch wenn die Ermittlungsarbeit überwiegt, nimmt sich Melanie Lahmer dennoch Zeit, auch das Privatleben von Kommissar Winterberg wie auch von Natascha mit einfließen zu lassen. Und gerade der Kommissar wird bald auch persönlich in den Fall um den verschwundenen Schüler mit eingebunden.
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Spannung ist praktisch von der ersten Seite an vorhanden und steigert sich im Verlauf des Krimis kontinuierlich bis zur schlüssigen und fesselnd erzählten Auflösung. Die Story gestaltet sich ziemlich komplex, immer wieder lässt die Autorin Informationen zu Geocaching mit einfließen und auch bei dem Thema von Gewaltvideos an Schulen merkt man deutlich, dass Melanie Lahmer sich ausführlich mit den beiden Themen befasst und entsprechend recherchiert hat. Nur mit Informationen zu Täter und Motiv lässt die Autorin ihre Leser sehr lange im Unklaren und somit ist man immer auf dem gleichen Wissensstand wie die ermittelnden Beamten. Und auch ein wenig Lokalkolorit ist vertreten, da die Autorin auch immer wieder Auskünfte über das Siegerland und der Stadt Siegen selbst mit einfließen lässt.
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Neben der interessanten und spannenden Story sind auch die Charaktere detailreich beschrieben. Im Vordergrund stehen Kommissar Hagen Winterberg und seine junge Kollegin Natascha Krüger. Der Familienvater zweier fast erwachsener Söhne hat private Probleme, besonders mit seinem rebellischen älteren Sohn, was ihn auch beruflich beeinflusst. Natascha ist von Köln nach Siegen versetzt worden, vermisst ihre alte Heimat und kann sich nicht so recht mit dem beschaulichen Siegerland anfreunden. Mit ihren Kollegen dagegen versteht sich die engagierte Polizistin hervorragend und geht voll und ganz in ihrem Beruf auf.
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Fazit: Ein gelungenes Debüt, welches mit einer komplexen, spannenden Story, mit einer interessanten Thematik und gut heraus gearbeiteten Charakteren überzeugt.

Autor: Melanie Lahmer
Buch: Knochenfinder
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