"Hüter des Unheils" ist der zweite Band der "Immortals"-Reihe von Melissa de la Cruz und setzt nahtlos dort an, wo der erste Band aufgehört hat.
Skyler van Alen ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Großvater. Er ist der einzige, der sie in die Geheimnisse der Blue-Bloods und Silver-Bloods einführen kann. Die letzten Anhaltspunkte seiner Existenz findet sie in Venedig. Doch welches Spiel wird hier gespielt? Und warum ist der Mann, der sich als ihr Großvater Lawrence zu erkennen gibt, so distanziert und doch dann wieder so normal?
Skyler muss sich nicht nur mit Familienverhältnissen der Vergangenheit und Gegenwart herumschlagen. Größere Probleme sind in ihrer Gefühlswelt zu finden, denn Oliver, ihr bester Freund, hegt mehr als kumpelhafte Gefühle für sie. Dies erkennt sie jedoch erst, als sie sein Blut trinkt und sich seine Emotionen für sie verständlich zeigen.
Wie soll Skyler damit umgehen? Jetzt, da Jack ihr etwas näher kommt und ihre Wünsche sich zu erfüllen scheinen - muss sie sich dann zwischen ihrem besten Freund und dem Jungen, den sie liebt entscheiden? Und vor allem, hat sie das Recht diese Entscheidung zu treffen - mit allen Konsequenzen, die sie birgt? Denn diese Entscheidungen wirken sich auf die gesamte Vampirgemeinschaft aus...
Als dann auch noch Mimi, Jack's Zwillingsschwester und Geliebte, versucht, Dämonen heraufzubeschwören und ein neuer Schüler, Kingsley, auftaucht, welcher nichts Gutes im Schilde führt, ist das Chaos perfekt...
"Hüter des Unheils" befasst sich mit vielen Aspekten der Blue-Blood-Welt. Vor allem mit dem Beziehungsgefüge - wie es in der Vergangenheit gestaltet war und wie es in der momentanen Gegenwart konzipiert ist. Skyler steht zwischen den Menschen, die sie liebt und sie muss sich entscheiden.
Vor allem wird hier die Dreiecksbeziehung zwischen Skyler, Jack und Oliver ins rechte Licht gerückt, die sich jedoch mehr in eine Vierecksgeschichte verstrickt, da Mimi eine wichtige Rolle spielt.
Der zweite Band steht "Tochter der Finsternis" in fast nichts nach. Jugendlich geschrieben, leicht verständlich und flüssig zu lesen, ist auch "Hüter des Unheils" ein schöner Zeitvertreib und man möchte direkt mit dem dritten Band beginnen, um den weiteren Verlauf des Geschehens zu erfahren.