Klappentext:
Als Abby sich nach einem Unfall plötzlich an wichtige Ereignisse in ihrem Leben nicht mehr erinnern kann, ist sie mehr als beunruhigt. Warum spielt sie so gut Klavier und was ist mit ihrer Familie los? Und wer ist bloß der charmante Finn, der behauptet, mit ihr einen zauberhaften Tag in New York verbracht zu haben?
Meine Meinung:
Stellt Euch vor, Ihr findet die Liebe Eures Lebens und lauft Gefahr, sie zu vergessen.
Der Mann den ihr über alles liebt, erscheint Euch von heute auf morgen als ein Fremder.
Nichts kann die Erinnerung an ihn zurückholen, oder etwa doch?
Genau so geht es der Protagonistin Abby, die nach einem Schlag auf dem Kopf einen schweren Gehirnschaden bekommt und dieser Gehirnschaden dafür sorgt, dass vor allem kurfristige Erinnerungen unwiderruflich verloren gehen.
Abby die vorher sich hinter ihrer Arbeit versteckte, da sie verzweifelt versuchte, ihre ehemalige Beziehung zu vergessen, muss plötzlich lernen, das Leben bewusst zu genießen und ihre Erinnerungen irgendwie zu sammeln.
Gar nicht so leicht, wenn man doch weiß, dass man alles vergessen könnte und wenn dann plötzlich mitten in diesem Gefühlschaos ein Mann ihr Herz erobert,
Melissa Hill hat mit „Denk an mich“ einen besonderen Liebesroman geschrieben, der nicht nur romantisch, sondern auch tragisch ist..
Die Handlung war für mich etwas Besonderes, hatte ich doch zeitweise das Gefühl, mich mit der Protagonistin auf einer Art Zeitreise zu befinden.
Die Figuren sind von der Autorin sehr ausdrucksstark dargestellt, es fiel mir leicht, mich in diese hineinzudenken und mit ihnen zu fühlen. Ich konnte sie mir auch unheimlich gut bildlich vorstellen.
Gerade Abbys Familie wuchs mir sehr ans Herz und wird auch sehr präsent dargestellt. Am liebsten mochte ich Abbys Schwester Caroline, sie wurde für mich am sympathischsten beschrieben.
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Handlung einzusteigen, da sich die Geschichte, zumindest zu Beginn, sehr in die Länge zog.
Jedoch wird es ab Mitte des Buches wirklich turbulent, spannend und vor allem romantisch.
Der Leser wird mitgenommen in Abbys Schicksal und erlebt gemeinsam mit ihr einige Abenteuer, von denen er hofft, dass sie sie nicht einige Seiten später wieder vergisst.
Melissa Hill schaffte es auch, mich mit einigen Szenen so richtig in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Sie verwendet in meinen Augen einen sehr feinfühligen Schreibstil mit vielen kleinen Details und wirft auch nicht mit großartigen, medizinischen Begriffen um sich, was den Gehirnschaden betrifft. Die Beschreibung kam mir so lebhaft vor, dass ich mir zum Beispiel richtig gut vorstellen konnte, New York in der Weihnachtszeit zu erkunden.
Gut, ein klein wenig hatte ich Probleme, Melissas Gehirnschaden zu verstehen, der Grund war aber für mich auch eher zweitrangig, was die Geschichte betrifft.
Die entscheidenden Handlungsorte sind Dublin, New York und Paris. Auch die Orte fand ich sehr feinfühlig beschrieben, gerade New York konnte ich mir sehr gut vorstellen, obwohl ich noch nicht da war.
Erzählt wird dieser Roman aus zwei Perspektiven. Mal berichtet er über Abby, Mal über Fynn. Zwischendurch liest man auch ein paar Tagebucheinträge Abbys.
Unterteilt ist der Roman in 45 recht kurzen Kapiteln.
Zwischendurch erscheint der Roman, mit seinen 471 Seiten etwas zu langatmig, aber es lohnt sich diesen weiterzulesen, da man stellenweise die Seiten richtig schnell lesen will, um zu wissen, wie es weitergeht.
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Sehr farbenfroh mit dem fast magentafarbenen Cover, das mit Blumen verziert ist.
Der Titel „Denk an mich“ passt ebenfalls recht gut.
Fazit:
Dieser Roman war für mich ein richtig unterhaltsamer Liebesroman. Die Handlung faszinierte mich und dank dem lebhaften Schreibstil konnte Melissa Hill mich mit in Abbys Gefühlschaos entführen.
Man mag die kurzen, etwas langatmig wirkenden Passagen ruhig verzeihen, geht es danach doch turbulent und romantisch weiter.
Melissa Hill landete mit ihrem Debütroman „Ja ich will“ bereits ganz oben in den irischen Bestsellerlisten. Außer dem Roman „Denk an mich“ sind noch „Ja ich will“, „Übermorgen kommt das Glück“, Wünsche für ein ganzes Leben“, „Gleich hinter Wolke Sieben“ und „Liebe völlig ausgeschlossen“ im Knaur Verlag erschienen. (Quelle: „Denk an mich“, Knaur).
© Michaela Gutowsky