Rezension zu "Micro" von Michael Crichton

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sonjastevens

Vor 1 Jahr

(21)

Michael Crichton und Richard Preston „Micro“
Der neue große Roman vom „Meister des Technologie Thrillers“ (Der Spiegel)

Was an der Natur macht dem modernen Geist eigentlich so viel Angst? Warum ist sie ihm so unerträglich? Weil die Natur grundsätzlich gleichgültig ist. Sie ist unerbittlich und teilnahmslos. Es ist ihr vollkommen egal, ob Du liebst oder stirbst, Erfolg hast oder scheiterst, Vergnügen oder Schmerz verspürst Das ertragen wir einfach nicht. Wie können wir in einer Welt leben, die sich so wenig um uns schert? Also definieren wir die Natur um. Wir nennen sie „Mutter Natur“, obwohl sie doch dem, was wir sonst unter diesem Begriff verstehen, in keiner Weise entspricht (…)

Die Autoren:
Michael Crichton starb im Jahr 2008 an Kehlkopfkrebs, sein Roman „Micro“ wurde von Richard Preston zu Ende geschrieben und posthum veröffentlicht.
In etwa ein Drittel des Romans wurde von Crichton selbst geschrieben, Preston hat den Roman nach Chrichtons Skizzenform, Notizen und Forschung beendet. (wikipedia)

Die Handlung:
Es werden drei Leichen gefunden in einem abgeschlossenen Raum, alles deutet auf Gruppenselbstmord hin, sie sind verblutet, jedoch ist kein Mordwerkzeug zu finden…

Vin Drake ist in Cambridge auf der Suche nach talentierten Studenten, die ihre Forschung auf Nanigen auf Hawaii weiterführen sollten. Die sieben Laborpartner scheinen größtenteils von der Idee angetan und wollen sich die Forschungsstätte vor anschauen. Peters Bruder Rick ist begabter Physiker und arbeitet schon eine Weile für Nanigen. Kurz vor der Abreise bekommt Peter eine Wahrung in Form einer SMS „Komm nicht“ – danach hatte er keinen Kontakt mehr zu ihm… Rick scheint bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen zu sein, nur ist sich Peter eigentlich sicher, dass es sich nicht um einen Unfall handelt – denn Rick war ein guter Bootsfahrer und kannte sich mit den Tücken des Meeres aus. Er will herausfinden was wirklich geschehen ist, jedoch hat er sich und seine Kommilitonen mit diesem Vorhaben in große Gefahr gebracht und schon bald finden sich die Studenten in der Gefahr des Hawaiianischen Dschungels wieder – und alles sieht ganz anders aus, als die Stundenten sich in ihren schönsten oder auch schlimmsten Träumen haben vorstellen können. Es beginnt eine große Reise um den Kampf ums Überleben…

Die Studenten:
Rick Hutter: Ethnobotaniker, der von Eingeborenenvölkern verwendete Medizin untersucht.
Rick hat es nicht einfach in der Gruppe von Studenten, denn er wird mit seiner großkotzigen Art von kaum jemanden gemocht.
Karen King: Arachnologin (Expertin für Spinnen, Skorpione und Milben). Erfahrene Kampfsportlerin.
Karen ist eine sehr starke Persönlichkeit, aber auch Einzelgängerin. Sie weiß es, sich bei den anderen durchzusetzen.
Peter Jansen: Experte für Gifte und Vergiftungen
Peter entwickelt sich mit seiner besonnenen Art zum Anführer der Gruppe und versucht diese zum Zusammenhalt zu überreden – denn nur gemeinsam sind sie in der Wildnis stark und haben so eine Chance zu überleben.
Erika Moll: Entomologin und Koleopterologin (Käferforscherin)
Erika ist deutsche Studentin, sie wird in der Wildnis zwar als schwach gedacht, entwickelt aber dennoch einige Stärken.
Amar Singh: Botaniker mit dem Spezialgebiet Pflanzenhormone.
Amar bildet den Ruhepol in der Gruppe.
Jenny Linn: Biochemikerin, Expertin für Pheromone, den von tieren und Pflanzen beutzten Botenstoffen.
Jenny kann mit ihrem ausgeprägten Wissen der Gruppe aus so mach misslicher Situation helfen.
Danny Minot: Doktorrand, der gerade eine Doktorarbeit über „wissenschaftliche lingustische Codes und Paradigmenwechsel“ schreibt.
Danny ist definitv das schwächste Glied in der Gruppe. Er passt auch nicht zu den anderen, er geht ihnen auf die Nerven – auch schon damals in Cambridge – im Dschungel entwickelt er sich zu einem weinerlichen Nervenbündel, der ein Klotz am Bein der Gruppe ist.
… dennoch müssen alle zusammenhalten!

Die Gestaltung des Buches:
Das Buch ist wunderschön gestaltet, das rote Cover mit dem schwarzen Insekt sticht sofort ins Auge. Innen findet man eine Karte von Hawaii, ein Vorwort über das Buch von Michael Crichton (leider ist der Text unvollendet), eine weitere Karte vom Dschungel, in dem sich die Studenten wieder finden werden und ein kurze Beschreibung der Student. Hinten befindet sich noch eine Bibliographie, die auf eine große Nachforschung seitens Crichton schließen lässt. Das Buch selber ist in drei Teile und 52 Kapitel geteilt.

Meine Meinung:
Das Buch lässt sich wunderbar lesen, es ist spannend und sehr interessant und informativ. Man wird die Welt beim Lesen des Buches definitiv mit anderen Augen sehen. Es hat so einige Überraschungseffekte, vor allem am Anfang – leider wird das Buch je weiter man liest immer durchschaubarer und es meiner Meinung nach auch zum Schluss einige Längen – wo ich mir gedacht habe: „Man jetzt muss es aber auch mal weiter gehen“. Je mehr das Buch zum Schluss kam, hat es mich an einen typischen amerikanischen Actionthriller erinnert, das „Neue“, was mich am Anfang so fasziniert hat, hat dann gefehlt.
Dennoch ist das Buch auf jeden Fall wert es zu lesen. Es ist unterhaltend, aber auf einem höheren Niveau – ich werde 4 Sterne vergeben!

Autor: Michael Crichton
Buch: Micro

berka

Vor 1 Jahr

So lang wird meine Rezension aber nicht ;) !
Mir hat die Expedition durchs Unterholz am besten gefallen, überraschende Einblicke!

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