Leser-Rezension zu „Durst” von Michael Kumpfmüller

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Lacrima_Atra Lacrima_Atra
Verfasst von Lacrima_Atra
am 8.07.2009
 

Conny ist eine junge, von ihrem Leben und ihren Kindern völlig überforderte Frau. Sie will flüchten, aber sie weiß nicht wohin. Eines Tages sperrt sie ihre 3 und 4-jährigen Söhne mit ein paar Packungen Saft im Kinderzimmer ein, wirft den Schlüssel weg, packt ihre Sachen und geht. In den nächsten Tagen kommt sie immer wieder in die Nähe ihrer Wohnung, aber sie schafft es nie hineinzugehen. Schlussendlich wird die Wohnung sowie die Tür zum Kinderzimmer aufgebrochen und man findet die toten Söhne. Die junge Frau ist aber schon so in ihrer eigenen Welt verloren, dass sie das gar nicht mehr mitbekommt.

Ich finde, Michael Kumpfmüller hat diese Geschichte wirklich genial erzählt und interpretiert. Man sieht an der Sprache und am Satzbau, wie Conny von Tag zu Tag verwirrter wird und kann so die stückweise „Zerstörung“ ihrer selbst miterleben. Dass diese Geschichte wirklich passiert ist, macht sie umso beklemmender. Aber Michael Kumpfmüller erklärt die Tat und die Motive der jungen Frau sehr überzeugend.

 

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Durst Durst
Michael Kumpfmüller

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tragödie, familie, leben, abgründe, überforderung

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Durst
von Michael Kumpfmüller

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