Leser-Rezension zu „Durst” von Michael Kumpfmüller
am 11.09.2008
Eine Mutter lässt aus Überforderung ihre 2 kleinen Kinder in ihrer Wohnung und lässt sie verhungern.
Kumpfmüller versucht in diesem Buch eine Annäherung an das Wesen des "Bösen", des unverständlichen Handelns einer jungen Frau, die 1999 tatsächlich ihre Kinder ohne Nahrung zurückließ. Selbstverständlich ist es ein furchtbares Buch, der Schreibstil ist seltsam, aber nachdem viele innere Monologe der Mutter geschildert werden, muss das auch so sein.
Mir kam es zwischenzeitlich schon etwas zu philosophisch vor, denn diese Frau wurde im Gerichtsverfahren als "infantil" bezeichnet.
Meiner Meinung nach eine höchstinteressante Annäherung an ein entsetzliches Thema.

