Leser-Rezension zu „Dein Wille geschehe” von Michael Robotham

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Bücherwurm Bücherwurm
Verfasst von Bücherwurm
am 9.08.2011
 

Ich war lange Zeit unschlüssig, wie viele Sterne ich vergeben soll: "Dein Wille geschehe" war mein erster Kontakt zum Autor Michael Robotham und damit natürlich auch zum Psychotherapeuten Joe O´Loughlin.
Zum Inhalt möchte ich nur so viel verraten: Joe O´Loughlin ist selbst an Parkinson erkrankt. Eine Erkrankung die fortschreitet, für die es keine Heilung gibt. Durch Kontakte wurde ihm die Stelle als Dozent vermittelt an der Universität für nur wenige Stunden in der Woche, da er zu Hause "Hausmann" ist. Er kümmert sich hauptsächlich um die beiden Töchter, da seine Ehefrau eine begabte Dolmetscherin ist, die viele Sprachen fliessend spricht und als Übersetzerin für grosse Firmen in In- und Ausland arbeitet.
Dadurch ist sie viel auf Reisen und kann sich nicht um die Familie kümmern, was ihr selbst allerdings sehr zusetzt.
Ich möchte jetzt nichts falsches schreiben, aber hier handelt es sich offensichtlich um den 4. Band einer Serie, in den Bänden davor war die Familie wohl öfters durch Joe´s Arbeit ins Visier von psychisch gestörten Patienten geraten, jedenfalls wird ähnliches häufiger erwähnt.
Um endlich ein friedliches Fmailienleben zu haben ist die Familie umgezogen, raus aus der Grossstadt London aufs Land.
Mehr durch Zufall wird Joe nach der 1. Vorlesungsstunde zu einem Polizei-Einsatz gerufen: Eine nackte Frau droht sich von der Clifton Brücke in Bristol zu stürzen und ein Therapeut soll sie zur Umkehr bewegen.
Joe kommt noch rechtzeitig, nimmt auch Kontakt zu dieser Frau auf, kann sie aber vom Vorhaben nicht abbringen: Sie stürzt sich zu Tode.
Und schon hängt Joe mitten in einer Ermittlung um Selbstmord oder Mord (?), muss gleichzeitig -trotz Erkrankung- mit Frust in Familie und Unwillen der Ehefrau umgehen.

Mehr möchte ich nicht erzählen.
Joe O´Loughlin ist sehr sympathisch, die Figur mit einer Krankheit zu versehen, die ihn psychisch und körperlich sehr belastet, dazu als Gegenpart die erfolgreiche, blendend aussehende Frau, die natürlich einerseits Stolz auf ihr Können, andererseits durch den Stress frustriert ist und genügend Chancen bei anderen Männern hat, also eine derart brisante, gut nachvollziehende Beziehungskiste im Hintergrund aufzubauen, das ist schon raffiniert und macht einiges an Spannung aus.
Geradezu lahm fand ich dagegen die eigentlichen Ermittlungen.
Dazu kommt, dass der Autor eine sehr amüsante Art zu schreiben hat, allerdings auch Kalauer bei Wiederholungen doch schnell an Reiz verlieren.
Und es passte nicht recht: Wann immer Tempo aufkam, wurde die Spannung durch den Schreibstil gebremst. Erst im letzten Drittel kommt endlich die Geschichte in Gang, allerdings für mich nicht wirklich schlüssig, ob Mütter wirklich so kopflos in den Tod gehen....
Da ich nicht Mutter bin, konnte ich das nicht nachvollziehen, ich dneke, ich würde ganz anders reagieren.
Aber das ist ja häufig der Punkt bei Thrillern: Kann man den eigentlichen Plot als gegeben akzeptieren, ist die Geschichte an sich schlüssig und logisch?
Ich vergebe hier 4 Punkte, und ich halte die Augen offen: Sollte ich die vorherigen Bände zu fassen kriegen, werde ich sofort zugreifen, sie stehen auf der Wunschliste!

 

Kommentare zu dieser Rezension

Natalie77 vor 9 Monaten

Der Todeswunsch habe ich schon gelesen und fand es nicht so gut wie Dein Wille Geschehe, Amnesie und Adrenalin liegen noch auf meinem SuB ;-)


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Dein Wille geschehe Dein Wille geschehe
Michael Robotham

(129)  

273 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

thriller, selbstmord, psychothriller, folter, entführung

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Dein Wille geschehe
von Michael Robotham

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