Leser-Rezension zu „Das Gedicht des Pornographen” von Michael Turner

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JimmySalaryman JimmySalaryman
Verfasst von JimmySalaryman
am 21.01.2012
 

Turner verpasst seiner Coming-of-Age Geschichte einen seltsam konventionellen, wenn nicht sogar konservativen oder gar reaktionären Erzählrahmen: Sein Protagonist sitzt im Vorzimmer von Gott, und dann wird er sozusagen in die Mangel genommen. Eine Befragung findet statt, die sich gewaschen hat, fast wie beim KGB! Wieso? Porno ist heute im Mainstream angekommen, keiner kräht danach, wenn man weiß, wer Gina Wild ist. Dieser moralinsaure Zeigefinger, den hätte er nicht gebraucht, denn dazu ist seine Geschichte viel zu gut. Der Protagonist erzählt, wie er, mehr oder weniger unfreiwillig und gleitend, in die Pornobranche abrutscht (allerdings noch völlig harmlos, alles hat den Touch der "Golden Ara of Porn") dort die Kamera führt und nebenbei eigene sexuelle Erweckungserlebnisse verarbeitet. Das ist nett und auch amüsant zu lesen, Turner bleibt bei nah an seinen Protagonisten, fängt einiges an Flair und Atmosphäre ein; Porno chic rulte damals wohl doch sehr. Bis auf das Manko mit dem Erzählrahmen ein ordentliches Buch...

 

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Das Gedicht des Pornographen Das Gedicht des Pornographen
Michael Turner

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Das Gedicht des Pornographen
von Michael Turner

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