Rezension verfasst vor 8 Monaten
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Die Geschichte des Grundschülers Jonas Fink und seiner alleinerziehenden Mutter während eines Jahres in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seine Mutter wird psychisch krank und in die Psychiatrie des Allgemeinen Krankenhauses Ochsenzoll bei Hamburg eingeliefert.
Jonas versucht die Veränderungen und Verhaltensweisen seiner Mutter zu verstehen. Er versucht die Stabilität und Normalität seiner Kindheit aufrecht zu erhalten, oftmals erfolglos. "Ochsenzoll Mutter" und "Ochsenzoll Sohn".
Jonas lebt zuerst bei den Nachbarn, seinem Schulfreund Mark Bloom, dann kurze Zeit allein bei sich zu Hause bis seine Tante kommt. Er spielt mit Mark oder Dirk die gleichen Spiele wie immer (Playmobil) aber trotzdem wird Jonas Einsamkeit immer stärker.
Seine Mutter wird nach mehreren Wochen entlassen, das gemeinsame Leben geht weiter aber auch wenn sowohl Mutter als auch Sohn versuchen wieder Normalität in ihr Leben zu bekommen ist das Jonas sein Vertrauen in seine Mutter nachhaltig erschüttert.
Der Autor Michael Weins schreibt in sehr kurzen Sätzen. Ofmals nur Hauptsätze ohne Nebensätze. Beschreibungen werden mit kleinen Veränderungen wiederholt.
Das ist manchmal recht nett, dann störend oder sogar nervig.
Beispiel:
"Wir fahren an Hochhäusern vorbei. In Neugraben steigen wir aus. Wir suchen die Bushaltestelle. Wir stehen in Neugraben und warten auf den Bus. Ich war noch nie in Neugraben. Das ist Neugraben. Hallo, Neugraben. Der Bus kommt."
(Seite 15)
"Er schaut in den Spiegel, ein Junge. Er räumt die Kulturtaschen ein. Er packt die Zahnbürsten und Zahnpasta ein. Er geht in das Zimmer seiner Mutter. Er guckt aus dem Fenster. Er guckt Kirschbaumlaub an. Er nimmt Abschied. Er geht in sein Zimmer. Er setzt sich auf das Bett."
(Seite 95)
Der Titel des Buches ist nicht einleuchtend. Es spielt in den 80er Jahren also Joachim Witt mit seinem Hit der NDW? Beim Standbild August des Starken in Dresden fehlt komplett jeder Bezug zum Buch.
Der Autor zitiert Susan E. Hinton, Die Outsider am Anfang des Buches
"So, wie du dir einen Sonnenuntergang ansiehst, Pony, das ist golden. Blein so, das ist gut"
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