Klappentext
Die ehemalige Reporterin Marisa Pérèz lebt zurückgezogen in den Bergen Kaliforniens, nachdem ein Skandal ihren guten Ruf als Journalistin zerstört hat. Eines Nachts wird Marisa aus dem Schlaf gerissen und findet einen schwer verletzten nackten Mann auf der Veranda ihrer einsamen Hütte vor. Sie nimmt ihn in ihr Haus auf und versorgt seine Wunden. Am Tag darauf klopft die Polizei an ihrer Tür- in der Nachbarschaft wurde ein Mord verübt! Instinktiv deckt Marisa ihren geheimnisvollen Gast und begibt sich damit unwissentlich in tödliche Gefahr. Gemeinsam mit dem Fremden, der sich Coyle nennt, muss sie kurz darauf fliehen. Marisa fühlt sich unwiderstehlich zu dem faszinierenden Mann hingezogen, aber sie spürt, dass dieser etwas Ungeheuerliches vor ihr verbirgt. Zu scharf sind seine Sinne, zu lautlos und geschmeidig seine Bewegungen. Wie ein Schatten vermag er zu verschwinden und aufzutauchen, und manchmal verändern sich seine geheimnisvollen Augen. Marisa ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, und entdeckt eine Welt, die fremder ist als alles, was sie sich je vorgestellt hätte...
Meine Meinung
Das Cover zeigt einen Berglöwen und einen Mann, beides sind wichtige Teile in dem Buch. Auch der Titel "Ghostwalker" ist gut gewählt, was sich jedoch erst im Laufe des Buches erklärt. Der Klappentext gibt den Inhalt des Buches relativ gut wieder und hat mir sofort zugesagt.
Die Hauptcharaktere des Buches sind die Journalistin Marisa und der Wandler Coyle.
Marisa lebt zusammen mit ihrem Hund ziemlich abgeschieden und ist Journalistin. Obwohl sie einen schweren Vorfall verarbeiten muss, ist sie eine starke Persönlichkeit und wirklich stur. Marisa liebt leidenschaftlich und war mir auf Anhieb sympathisch. Zudem hatte ich des öfteren das Gefühl in Marisa meine Seelenverwandte gefunden zu haben. Meistens handelte und dachte sie genauso, wie ich es auch getan hätte.
Coyle ist ein Wandler der mit seiner Familie und den anderen Mitgliedern seiner Art versteckt lebt. Alle Angehörigen seiner Gruppe sind dazu fähig, sich in einen Berglöwen zu wandeln. Coyle hat eine starke Bindung zu den Mitgliedern seiner Sippe und obgleich es einen Rat gibt, fühlt Coyle sich für alles verantwortlich. Genauso wie Marisa ist auch er ziemlich dickköpfig. Coyle steckt seine eigenen Wünsche zurück, wenn er damit seiner Sippe helfen kann. Und obwohl er weit weg von der Zivilisation lebt und kaum Kontakt mit Menschen hat, vermisst er nichts.
Weitere wichtige Personen in dem Buch sind Marisas Hund Angus, der entführte Jugendliche Bowen und verschiedene Berglöwen-Wandler.
Die Liebesgeschichzte beginnt spannend, flaut aber relativ schnell wieder ab. Zwar verlieben die beiden sich in einander, doch die Verpflichtungen der Beiden steht schnell zwischen ihnen. Im Gegensatz zu den vielen anderen Büchern des LYX-Verlages ist die Leidenschaft zwischen den Beiden ziemlich schnell in den Hintergrund gerutscht und war kein Muss. Trotzdem waren die erotischen Szenen, die sich zwischen Marisa und Coyle abspielten, angenehm zu lesen und nicht übermäßig übertrieben.
Gestört hat mich jedoch, das Marisa sich auch sexuell zu Coyle hingezogen hat, als er seine Berglöwenform angenommen hat. Irgendwie konnte ich mir das nicht vorstellen mit einer alben Katze intim zu werden.
Glänzt die Liebesgeschichte nicht umbedingt mit spannenden und mitreißenden Szenen, so tut es die Suche nach Bowens Entführer umso mehr. So gibt es immer wieder richtig spannende Momente, die von ruhigen Szene umrahmt werden.
Ebenfalls gut gefallen haben mir die wechselnden Sichtweisen, die ein besseres Verständnis für die Geschichte schaffen und somit einen guten Einblick bieten. Auch das Ende hatte seine Vorzüge. So war es einerseits ein schönes Ende, andererseits jedoch etwas traurig und unabgeschlossen. Es wurde relativ schnell klar, dass es einen Folgeband geben muss.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen und obwohl das Buch über 500 Seiten hat, lässt es sich an einem Stück lesen- es kommt nicht eine Sekunde der Langweile auf. Man konnte sich gut in die Charaktere einfühlen und das Buch ließ sich wirklich leicht und flüssig lesen.
Mein Fazit
500 Seiten voller Spannung und verzweifelter Liebe. Ein Roman der mir auf Anhieb zugesagt hat und mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Michelle Raven ist mit "Der Fluch der Katze" ein guter Start in die "Ghostwalker"-Reihe gelungen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!