Leser-Rezensionen zu „Vertraute Gefahr” von Michelle Raven
Rezension verfasst vor 1 Woche (3)
Eigentlich hat sich Autumn Howard die Ankunft im Arches National Park anders vorgestellt. Doch als blutige Anfängerin ab weit der gekennzeichneten Wanderwege verletzt sie sich ihr Knie und kann nicht weiter. Auf Rettung kann sie wahrscheinlich lange warten, denn die Sonne geht langsam unter und kein Tourist wird sich in der Gegend aufhalten, in der sie festsitzt. Doch wie aus dem Nichts taucht Shane Hunter, Ranger im Park, auf und hilft der durstigen und verletzten Autumn, die ihn trotz ihres anfänglichen Misstrauens schon jetzt fasziniert.
Autumn weiß nicht, wie sie mit dem offenkundigen Interesse von Shane umgehen soll. Ihre Vergangenheit lastet hart auf ihr und lässt sie nur schwer einem anderen Menschen Vertrauen schenken. Doch während sie sich im Park immer wohler fühlt, Shane sich nicht unterkriegen lässt, kann auch Autumn nicht länger ihre Gefühle wegsperren.
Shane Hunter weiß vom ersten Augenblick an, dass Autumn eine besondere Frau für ihn ist. Noch nie in seinem Leben ist ihm jemand so schnell unter die Haut gekrochen wie sie und er versucht mit allen Mitteln, dass sie ihm ihr Vertrauen schenkt. Doch er merkt, dass etwas schwer auf ihr lastet und sie sich deshalb in einem Schutzkokon hüllt. Mit der Zeit durchbricht Shane diesen Schutz und dringt zu Autumn durch, die Shane langsam in ihr Herz lässt.
Nach zwei wunderschönen Tagen bei seinen Eltern, fühlt sich Autumn stärker zu Shane hingezogen als je einem anderen Mann zuvor. Sie ist seit langer Zeit endlich wieder glücklich und kann sich eine Zukunft mit ihm und als Rangerin vorstellen. Doch dann kommt alles anders und eine üble Überraschung in ihrer Hütte lässt sie an ihre Vergangenheit erinnern. Ihr ehemaliger Freund und Folterer ist ihr auf der Spur und diesmal macht er vor nichts Halt, um Autumn zu sich zu holen und zu verletzen. Nicht nur Autumn, sondern auch Shane und alle andere neuen Freunde von ihr schweben nun in Lebensgefahr und erneut muss sie sich damit auseinandersetzen, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre, wieder zu fliehen.
Mit VERTRAUTE GEFAHR tauche ich das erste Mal in das Genre Romantic Thrill ein und ich hätte mir wahrscheinlich keine bessere Autorin als Michelle Raven aussuchen können. Schon von ihrer Ghostwalker-Reihe fasziniert, habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch ihre Hunter-Reihe zu beginnen und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Auch wenn Autumn anfangs sehr zurückhaltend ist und Shane nicht an sich herankommen will, so zeigt sich doch im Laufe des Buches, dass sie keine zerbrochene Persönlichkeit ist, selbst wenn man es am Anfang vielleicht denkt. Denn sie ist durch ihre Vergangenheit geprägt und zu einer starken Frau geworden. Damit sie nicht noch einmal einen geliebten Menschen verliert, spinnt sie einen harten Schutzkokon um sich, der jedoch von Shanes liebevollen und offenen Art sehr schnell Risse bekommt. Aber mal ehrlich, wer würde einem Gentleman wie Shane Hunter nicht verfallen?
Er ist zuvorkommend, nett, liebevoll, lustig und einfach unwiderstehlich. Also kein Wunder, dass Autumn sich zu ihm hingezogen fühlt. Und obwohl sie ihn immer wieder abweist, lässt er sich nicht unterkriegen und versucht mit seiner charmanten Art ihr Herz zu gewinnen. Dass sie schlechte Erfahrungen gemacht hat, ahnt Shane und genau deshalb bedrängt er sie auch nicht, sondern bemüht sich liebevoll um sie.
Bis zur letzten Seite ist die Spannung um Autumn, Shane und ihrem Verfolger mit den Händen greifbar. Neben der sehr unterhaltsamen und romantischen Liebesgeschichte zwischen Shane und ihr, erhält man eine rasante und spannende Verfolgerjagd, die einem bis zum Schluss in Atem hält und man nicht genau weiß, wie es zu Ende geht. Für jedem zu empfehlen, der entweder die Ghostwalker liebt oder eine spannende Liebesgeschichte lesen will.
Ich für meinen Teil werde natürlich auch die nächsten Bücher der Familie Hunter verschlingen und freue mich schon sehr auf Clint, der mir schon in Shanes Buch mehr als einmal ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert hat.
Herzen: 5 von 5
Infos zur Reihe:
1. Vertraute Gefahr
2. Riskante Nähe
3. Gefährliche Vergangenheit
4. Trügerisches Spiel (November 2012)
(von Mel's Bücherblog)
Rezension verfasst vor 1 Monat (3)
Schon mit der Kulisse schafft Michelle Raven etwas unvergessliches. Die weiten des Arches National Park in Utah bietet vor allem dem Leser ein andere Art von Leseerlebnis, denn der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich sind viele stellen des Parks detailliert beschrieben und dennoch ... es ist einfach einmal eine ganz andere Art von Freiheit.
Und gerade diese Freiheit zieht auch die Protagonistin Autumn in den National Park, denn sie ist noch immer auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit - vor ihrem Ex-Freund. Also fasst sie als Parkwächterin Fuß. Ich konnte Autumns Begeistung von dem Park verstehen, denn die Weiten bieten wirklich ein Gefühl von Freiheit und genau das braucht sie auch. Nur der attraktive Shane macht ihr manchmal ein wenig ... ja, nicht Angst, aber sie fühlt sich auch nicht sehr wohl bei einem Mann. Aber das hält nicht lange an und schon bald schlägt ihr Unwohlsein in ein sehr angenehmes Bauchkribbeln um. Und trotzdem kann sie ihn einfach nicht an sich heran lassen.
Shane ist ein sehr geduldiger und liebevoller Mann. Das zeigt sich schon gleich zu Beginn der Geschichte, nachdem Autumn ihn zwar offensichtlich attraktiv und anziehend findet, sie ihn trotzdem weiterhin gezwungen auf Abstand hält. Doch so schnell gibt es nicht auf und versucht Autumns Vertrauen zu gewinnen. Diese Einfühlsame, Treudoofe Art die ihm anhaftet hat mir recht gut gefallen. Auch, wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass er mehr Mann ist und auch mal ein bisschen Matchohaft handelt. Denn genau diesen Eindruck hatte ich anfangs von ihm und dann war er komplett weichgespühlt. Aber es ist nicht nur negativ.
Mir hat besonders gefallen, dass Autumn wieder lernt was es heißt zu leben und glücklich zu sein. Und bald scheint alles immer besser zu werden. Doch die Vergangenheit ist ihr plötzlich direkt auf den Fersen.
Mit einem rasanten Ende schafft Michelle Raven also alles zusammen zu bringen. Autumns Vergangenheit und Gegenwart und es eröffnet sich ihr plötzlich eine ganz eigenene Zukunft und so schafft sie es doch sich weiter an die Hoffnung zu klammern wie eine Verdurstene. Ich war am Ende des Buches etwas überfordet damit, dass die sichtweisen der Protagonisten und Autumns Ex-Freund, sowie Shanes Bruder in immer kürzer werdenen Absätzen hin und her springt. So ging die Ernsthaftigkeit des Geschehens ein bisschen an mir vorbei und ich dachte mir nur so: "Ist nun endlich Schluss?"
Alles in allem handelt es sich hierbei um einen sehr schönen Roman. Mit der malerischen Landschaft des National Park, einem Liebevollen und sexy Mann bekommt Autumn das erst mal wieder ein Gefühl von Normalität. So erschreckend ihre Vergangenheit auch ist, umso schöner ist es den beiden beim umeinander her schleichen zu beobachten. Außerdem macht das Zusammentreffen mit Shanes Familie richtig Lust darauf auf mehr. Ich freue mich also auf neues von der Familie Hunter!
Rezension verfasst vor 1 Monat (7)
Autumn Howard will nach einem einschneidenden Erlebnis in ihrer Vergangenheit einen Neuanfang starten. Niemand darf wissen, wo. Durch Kontakte nimmt sie einen Job als Ranger im National Arches Park an und trifft dort auf den charmanten Shane Hunter, nachdem sie sich auf einer kleinen Erkundungstour durch den Park verletzt hat.
Shane fühlt sich von Anfang an zu Autumn hingezogen, die ihn aber immer wieder abblockt. Denn Autumn kann keinen Männern mehr vertrauen. Jedoch beweist Shane fiel Geduld und so kommen sich beide langsam näher bis Autumn doch von vergangenen Erlebnissen eingeholt wird...
Der erste Band der Hunter Reihe.
Prinzipiell schätze ich ja Ravens Schreibstil sehr. Aber diesem Roman merkt man an, dass er bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, bzw. (soweit ich weiß?) ein Erstlingsroman ist. Zwischendurch habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch nicht abbrechen soll. Das hatte mehrere Gründe, aber auch überzeugende weiterzulesen.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt - primär von Autumn und Shane, dritte Person, Vergangenheit. Der Erzählstil wirkt aber so... steif und gestelzt manchmal, dass ich mich (leider) oftmals quälen musste, um weiter zu lesen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran das lag... Die Dialoge wirkten dazu noch wie aus einem Drehbuch, da die Charaktere richtig "Hochdeutsch" gesprochen haben und so korrekt einfach. Manchmal schimmerte etwas Farbe durch, aber diesen 'eigenen Stil' hatten sie trotzdem kaum. Vielleicht bin ich da auch zu sehr von den Ghostwalker Romanen beeinflusst.
Das nächste, was mich recht quälte, war Autumn selbst. Ich kann nicht sagen, dass ich sie nicht mochte oder unsympathisch fand. Aber ich konnte mich auch nicht wirklich in sie hineinversetzen und so mit ihr fühlen. Ich erkenne ihre Stärke durchaus an und respektiere sie. Aber ich war immer froh, wenn aus Shanes Sicht erzählt wird, obwohl er (bös' gesagt) ein bisschen wie ein liebeskranker Tölpel wirkte. Was aber auch sehr charmant war. Überhaupt fand ich Shane sehr sympathisch und niedlich, aber zwischen den beiden wurde es mir mit der Zeit ein bisschen zu kitschig.
Der Plot an sich war solide, aber auch nicht übermäßig spannend. Klar, kann man sich bei Romanen dieser Art das Ende denken - aber darum geht's mir nie. "Der Weg ist das Ziel", zumindest für mich. Es gab auch schon Passagen, die ich mit Spannung verfolgt habe, wo ich schmunzeln musste oder einfach nur schwärmerisch ein "hach, sooooo süß" in Gedanken ausstieß. So hielten sich die positiven und negativen Eindrücke in etwa die Waage. Außerdem wollte ich trotz allem wissen, wie es mit Autumn und Shane weitergeht.
Insgesamt habe ich wohl etwas viel erwartet. Der Roman ist nicht schlecht, aber eben (leider) in meinen Augen auch nichts besonderes. Er ist einfühlsam, sehr romantisch bis schon hin ins etwas kitschige, es gibt einen passabel spannenden Plot und eine "vertraute Gefahr".
Kurz: Die Erwartungen waren hoch und wurden leider nicht erfüllt. Trotzdem ein durchaus solides Werk. Autumn und ich lagen zwar nicht auf einer Wellenlänge, aber trotzdem gab es genügend Reize, sodass ich das Buch einfach beenden musste. Es gab prickelnde Gefühle, ein bisschen Spannung und ein nettes Liebespaar.
Rezension verfasst vor 3 Monaten (4)
Die Bibliothekarin Autumn will ihre schreckliche Vergangenheit hinter sich lassen und wagt deshalb einen Neuanfang als Rangerin im Arches National Park in Utah. Gleich am ersten Tag verletzt sie sich jedoch und bleibt hilflos in der Wildnis liegen. Durch Zufall wird sie von dem Ranger Shane Hunter gefunden, der sofort von ihr fasziniert ist. Doch Autumn reagiert zunächst ängstlich und abweisend auf seine Hilfe. Mit viel Geduld gelingt es ihm, ihr Vertrauen zu gewinnen. Durch Shanes Aufmerksamkeit beginnt Autumn langsam ihre Angst und die schrecklichen Erinnerungen zu überwinden. Aber dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, und nicht nur sie, sondern auch Shane schweben in höchster Gefahr ...
Das Buch hat ein sehr ansprechendes Cover was für mich wichtig ist. Und nun zum Inhalt. Die Beschreibung hinten auf dem Buch ist super. Gleich wo ich das gelesen hatte, musste ich es haben. Ich finde die Figuren einfach klasse. In den meisten Bücher werden Frauen immer als dünne Models beschrieben, aber hier nicht. Es ist okay ein Narbe zu haben oder breite Hüften( was aus meiner Sicht eine Frau auszeichnet). Es ist spannend geschrieben, obwohl man wusste wer dahinter steckt. Die Spannung lag wohl darin, dass man nicht wusste was als nächstes passiert. Mal passiert ein Unfall und Mal ist es was ganz anderes. Ich war wirklich an einigen Stellen überrascht über die Handlung.
Eine Sache fand ich ganz besonderes toll Shanes Familie! Eine große Familie die immer zusammen hält. Genau so was wünsch ich mir auch. Zudem finde ich die Person Clint ganz spannend. Das war auch ein Grund warum ich das zweite Band gekauft habe. Seal!!
Das Buch liest sich fließend und es war leider viel zu schnell zu Ende.
Ich kann dasBuch nur jeden weiterempfehlen.
Besonderes Seals Fans!
Man sollte auf jedenfall das erste Buch lesen. Ist keine muss,empfehle ich einfach Mal.
Rezension verfasst vor 4 Monaten (6)
Inhalt:
Autumn Howard will eigentlich nur Ihre Vergangenheit vergessen und noch einmal neu beginnen.
Im Arches National Park bekommt Sie die Chance dazu.
Weit Weg wollte Sie sein, vor Ihrem Gewalttätigen Freund, der Ihr nicht nur Körperlich sondern auch Psychisch eine große Wunde und Angst hinterlassen hat.
Autumn kommt mit fast allen Menschen gut klar, nur bei aufdringlichen Typen, und allgemein Männern ist Sie noch sehr verschüchtert und hat auch gewisse Angst-Gefühle.
Dies soll sich aber je ändern als Sie Shane Hunter kennenlernt, einer der Ranger im Arches National Park.
Doch kann Sie ihm sich öffnen und Ihre Vergangenheit zurücklassen?
Auch Ihr Exfreund, der vor der Polizei flüchtet hat Sie nicht vergessen und ist immer noch hinter Ihr her.
Kann Sie Ihm entkommen?
Fazit :
Vertraute Gefahr von Michelle Raven ist der 1. Teil der Hunter-Serie.
Diese Serie Zählt zu meinen absoluten Favoriten.
Michelle versteht es gut, Schöne Landschaften und Charaktere mit Herz zu schreiben.
Ich konnte "Vertraute Gefahr" einfach nicht aus der Hand legen, bis ich ganz durch warund wusste wie es ausging.
Eine absolut schöne Geschichte Realistisch erzählt, es kam mir schon so vor, als ob es wirklich irgendwo so passiert wäre.
Auch ein Pluspunkt ist das Cover, was ich einfach nur Passend finde.
An dieser Serie sollte man einfach nicht vorbei gehen.
Ich bin schon gespannt auf die nächsten Hunter-Teile und kann diese Story wirklich jedem nur empfehlen.
Rezension verfasst vor 4 Monaten (5)
"Vertraute Gefahr" hat mir ziemlich gut gefallen, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, warum. Eigentlich ist die Geschichte ja doch eher einfach gestrickt und die großen Überraschungen bleiben aus. Der Leser weiß von Anfang an, was ihn erwartet und auch das Ende ist eigentlich vorhersehbar. Das hat mich aber nicht wirklich gestört, denn die Art, wie die Geschichte erzählt wird, macht vieles wieder gut.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. Shane ist sowieso der Traummann schlechthin, auf den viele Frauen ihr ganzes Leben lang warten. Autumn wird sehr sympathisch dargestellt und ich wurde sofort warm mit ihr. Aber auch die Nebenfiguren, wie Janet oder Clint haben alle ihre eigene Persönlichkeit. Abgesehen davon fand ich die gesamte Geschichte sehr realistisch erzählt. Die Liebesgeschichte könnte 1:1 so passieren. Es ist nicht zu kitschig und auch die intimeren Szenen sind genau richtig. Sie nehmen nicht Überhand, sind zwar detailliert, aber nicht unangenehm oder so. Ich fand es aber irgendwie sehr lustig, dass
Spoiler (Klick zum Anzeigen/Verbergen)
Ich kann mir schon vorstellen, wie die Serie weitergeht. Es ist jetzt nicht so, dass ich unbedingt gleich weiterlesen will, aber es reizt mich auf jeden Fall. Ich habe lange hin und her überlegt, ob mir das Buch jetzt ausgesprochen gut oder nur gut oder doch gar nicht so gut gefallen hat. Das ist in dem Fall nicht so einfach. Es hat mir schon gut gefallen, aber das letzte gewisse Etwas (vermutlich die Spannung - aber ich kann es nicht genau definieren) hat mir dann doch gefallen. Deshalb gibt es nicht die volle Punktezahl, aber fast, 4,5 Sterne.
Rezension verfasst vor 7 Monaten (9)
Autumn versucht als Rangerin ein neues Leben zu beginnen. Im Arches National Park versucht sie das letzte Jahr hinter sich zu lassen. Mühevoll verlässt sie New York, um ja keine Spuren zu hinterlassen, die jemanden zu ihrem neuen Aufenthaltsort führen könnte... Gerade, als Autumn den neuen Park schon einmal erkunden möchte, rutscht sie ab und verstaucht sie ihr Bein. Stundenlang sitzt sie auf einem Felsen und kann nur hoffen, dass sie gerettet wird. Da taucht Shane Hunter in ihrem Leben auf, rettet sie und entpuppt sich schnell als ihr neuer Kollege... Nur schrittweise schafft es Shane in ihr Leben und ihr Herz zu kommen und gerade, als er es endlich zu schaffen scheint, taucht ein alter Bekannter von Autumn auf und mit ihrem all ihre Ängste, denn eines ist klar, dieser Bekannte meint es nicht gut mit ihr.
Michelle Raven war mir natürlich durch die Ghostwalker - Reihe ein Begriff, die ich ebenfalls gerne gelesen habe. ABER, mit dieser Reihe um die Familie Hunter hat Michelle Raven es geschafft auf die Liste meiner liebsten Autoren aufzugsteigen. Lange habe ich nach etwas vergleichbarem zu meiner geliebten Operation Heartbreaker Reihe gesucht und es nun gefunden.
Die Landschaft, die in meinem Kopf kreiert wurde, war wundervoll geschildert und einfach nur ansprechend. Michelle Raven hat wirklich ein Talent dafür, ihre Landschaften so zu beschreiben, dass man sie am liebsten selber einmal besuchen würde. Schon bei den Ghostwalkern schaffte sie es, in meinem Kopf Berge unn Wälder voller leben zu kreieren. Aber auch ihre Figuren sind einem sehr gut geschildert und wirken für einen "Liebesroman" sehr real. Besonders Autumn, die ja nun wirklich schon genug erlebt hat, wächst einem ans Herz. Aber auch Shane, der draufgängerische Ranger, zeigt, dass er voller Gefühle ist.
Die Liebesszenen, die sich ja nicht vermeiden lassen und auch bloß nicht fehlen sollten, waren an den passenden Stellen und nicht so ausladend, wie man es zum Beispiel von anderen Autoren manchmal "ertragen" muss. Neben der Liebesgeschichte, die einige Seiten braucht, um in Fahrt zu kommen, ist auch der Spannungsfaktor im Hintergrund sehr gut gewählt. Der Wahnsinnige Exfreund, der nur auf Rache brennt ist wirklich bösartig von Anfang bis Ende und damit der perfekte Kontrast zu den sieben Wolken, die über die Protagonisten schweben.
Die Familie Hunter, die man zwischenzeitlich auch schon kennenlernen durfte, ist wirklich nett und offen geschildert. Kein Wunder also, dass ich nun förmlich darauf brenne auch den dritten Band zu lesen. Angela, die Mutter, aber auch Shannon, die Romanautorin und Clint, ehemaliger SEAL, machen wirklich Lust darauf, diese besondere Familie wiederzusehen. Das Zwischenspiel, Clints Angst, dass seine Schwester herausbekommt, was er wirklich war und diese Herzlichkeit, mit der sie Autumn empfangen, all das bringt einfach nur extra Punkte.
Alles in allem ein toller Ladythriller, den ich wirklich nur empfehlen kann!
Rezension verfasst vor 8 Monaten (7)
Aufgrund des Covers hab ich anfangs geglaubt, dass es sich um ein Fantasybuch handelt, obwohl die Beschreibung keinen Hinweis darauf gegeben hat. Es ist auch keins und enthält keinerlei Fantasyelemente, was mich aber nicht enttäuscht hat, es war mal was anderes. Bis zu Hälfte des Buches geschieht nicht wirklich viel, die zarte Annäherung von Autumn und Shane steht im Vordergrund, das hat mich aber keinesfalls gestört. In der zweiten Hälfte hat Buch dann massiv an Spannung aufgebaut und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen!
Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass alle Personen so furchtbar nett, verständnisvoll und selbstlos waren und beinahe alle Nebenfiguren durchsichtig geblieben sind.
Die Autorin hat zwar immer mal wieder versucht, diese miteinzubeziehen.. aber najaa..
leider mehr schlecht als recht.
Sonst ist das Buch wirklich super, der Schreibstil ist toll und den zweiten Band hab ich auch schon neben mir liegen
Rezension verfasst vor 9 Monaten (12)
Glaubhafte Romanze vor atemberaubender Kulisse
Zum Inhalt:
Bibliothekarin Autumn Howard kehrt New York den Rücken. Ihre Eltern sind vor einiger Zeit bei einem Autounfall ums Leben gekommen, ihr eigenes Leben ist angsterfüllt und zerstört, sodass sie dort einfach nichts mehr hält. Sie verkauft Wohnung und Auto, informiert nicht einmal ihre Freundin, dass sie alles hinter sich lässt. Ihr neues Leben möchte sie im Arches National Park in Utah beginnen, wo sie eine Stellung als Rangerin antreten soll. Ihre erste Erkundung unternimmt sie allein, wobei sie prompt einen Unfall hat und sich verletzt. Ihr zukünftiger Kollege Shane Hunter befindet sich zum selben Zeitpunkt glücklicherweise gerade auf einer Fototour, sodass er auf dem Rückweg buchstäblich über die Verletzte stolpert. Allerdings will sie sich zunächst gar nicht helfen lassen, stößt ihn von sich, und es erfordert einiges diplomatisches Geschick, bevor Shane wirklich Erste Hilfe leisten kann. Während Shane Autumns Bein verarztet, fallen ihm zahlreiche schlecht verheilte, alte Narben auf, aber er ist Gentleman genug, um Autumn nicht auszufragen. Auch wenn er sofort von der Frau, deren Haar ihrem Namen alle Ehre macht, fasziniert ist, spürt er jedoch deutlich ihre Anspannung und Furcht. In den folgenden Tagen und Wochen lernt Autumn das gesamte Parkteam und auch Shane besser kennen. Obwohl sie Zuneigung für ihn empfindet und er sich ihr unaufdringlich immer weiter nähert, ist sie nicht in der Lage, sich voll und ganz auf ihn einzulassen. Zu tief ist ihr Vertrauen in Männer erschüttert. Zu sehr wurde sie vor nicht allzu langer Zeit nicht nur seelisch, sondern auch körperlich verletzt. Nach und nach integriert sich Autumn im Team, bleibt aber Erklärungen für ihr reserviertes Verhalten schuldig. Trotz Shanes Geduld und Fingerspitzengefühls öffnet sie sich, selbst als er sie am 4. Juli mit zu seiner Großfamilie nimmt, nicht. Doch bei ihrer Rückkehr findet sie ein abstoßendes Geschenk vor, denn ihre Vergangenheit will ihr perfides Spiel bis zur letzten Konsequenz fortsetzen.
Meine Meinung:
Meines Erachtens spiegelt der Buchumschlag den Roman recht gut wider, selbst wenn das abgebildete Frauengesicht nicht unbedingt meiner Vorstellung der Protagonistin entspricht. Atmosphärisch hingegen wird der Inhalt mit Felsformationen und rötlich-sandigen Texturen und der geheimnisvollen männlichen Silhouette passend eingefangen. Auch dem eher romantischen Touch der Liebesgeschichte wird Rechnung getragen.
"Vertraute Gefahr" ist die überarbeitete Neuauflage von Michelle Ravens Reihenauftakt rund um die Hunter-Familie, der zuerst unter dem Titel "Canyon der Gefühle" erschienen war.
Überwiegend aus Perspektive der Protagonistin erzählt die Autorin die Geschichte einer Frau, die unbeschreibliche Qualen durchleiden musste.
Ihre Angst sitzt so tief, dass sie jedes Wort, jeden Blick, jede Handlung, jede Berührung des Mannes, der ihr neues Leben sein könnte, mit ihrem einstigen Peiniger vergleicht.
Was genau mit Autumn passiert ist, wird zunächst lediglich in Vergleichen angedeutet. Später kommen kursiv gedruckte Erinnerungen hinzu, die im Präsenz geschildert werden und auf unerklärliche Weise eine Distanz schaffen, die den Leser zum hilflosen Zuschauer macht.
Vor der atemberaubenden Kulisse des Nationalparkes gelingt es Michelle Raven hervorragend, den Leser in die Gefühle der Protagonistin eindringen zu lassen. Vorsichtig beginnt man, sich mit ihr gemeinsam freier zu fühlen, Distanz zur Vergangenheit zu empfinden und dem männlichen Part, Shane, entgegenzukommen. Sie hat einerseits Schreckliches erlebt, das unterschwellig immer präsent ist und sein wird, aber man gönnt ihr die Augenblicke, in denen sie sich erlaubt, Attraktivität zu empfinden und sich Nähe zu wünschen.
Auf nachvollziehbare, realistisch langsame Weise entspinnt sich zwischen den Charakteren eine Beziehung, die, und das ist nach Shannon McKennas "Die Nacht hat viele Augen" und Lisa Marie Rices "Gefährlicher Fremder" geradezu erfrischend, nicht in erster Linie auf Erotik aufbaut und trotzdem oder gerade deshalb weder eintönig noch langweilig ist. Eine überhastete Beziehung mit deutlichem Fokus auf Intimitäten wäre absolut unpassend und ein Affront gegenüber Autumns traumatischer Vergangenheit gewesen.
Shane ist ein geduldiger, sympathischer Charakter, hat einen Sinn für die Schönheit der Natur, die er ausgezeichnet im Bild festzuhalten weiß, aber ist in keiner Weise ein Weichei, sondern hat Biss und ist vor allem, wenn es um die geht, die ihm am Herzen liegt, bereit, alles zu geben und richtig zuzupacken. Dass er noch dazu ein ansehnliches Schmuckstück ist, überliest man angesichts seiner traumhaften Charakterzüge leicht. So präsentiert er sich von Anfang an als genau der Mann, den Autumn an ihrer Seite braucht. Damit wachsen beide dem Leser rasch ans Herz und man hofft, je länger man beobachtet, wie Autumn nach und nach die schwere Last von den Schultern gleitet, mit jedem Kuss, jeder Berührung, dass der große Knall möglichst nie eintreten möge.
Zwangsläufig muss dieser aber eintreten, denn das Genre will es so.
Nach anfänglicher Harmonie spitzen sich die Ereignisse zu, zeigen aber, dass Autumn nicht nur an Shanes Seite, sondern auch aus eigener Kraft so gewachsen ist, dass ihr Überlebenswille sich weder von Schuldgefühlen noch von Angst beugen lässt.
Obwohl die Autorin vergleichsweise viele Nebenfiguren, wie Ranger, Polizisten und Shanes große Familie, ins Spiel schickt, entsteht keine Verwirrung.
Jede Figur hat ihren Platz in der Geschichte, niemand wirkt überflüssig, und bei einigen Charakteren weiß man sofort, dass man sie nicht zum letzten Mal gesehen hat.
Shanes taffer Bruder Clint, ein Navy Seal, kommt im nächsten Buch Riskante Nähe zum Zug.
"Vertraute Gefahr" mag zwar etwas vorhersehbar, in sprachlicher Hinsicht noch unausgewogen und dem Erotikliebhaber noch zu vorsichtig sein, ist aber durchweg spannend, zum Ende hin sogar überraschend brutal, sodass die Sanftheit der Romanze und die landschaftliche Schönheit geradezu verpuffen. Michelle Raven beweist hier, dass auch deutsche Autorinnen Romantic Suspense beherrschen.
Fazit:
Gelungener Reihenauftakt, der für bildhafte Atmosphäre sorgt und mit glaubhaftem Verhalten der Charaktere überzeugt.
Gesamteindruck:
4 von 5 Punkten
Rezension verfasst vor 9 Monaten (9)
Die ehemalige Bibliothekarin Autumn Howard wagt einen Neuanfang im Arches National Park in Utah. Sie flüchtet vor ihrer Vergangenheit, ihrem psychopatischen Exfreund, der sie um jeden Preis besitzen will.
Mithilfe eines guten Freundes bei der Polizei kommt sie ungesehen nach Utah und bekommt im Park eine Anstellung als Ranger.
Bei ihrer ersten Erkundungstour verletzt sie sich prompt und wird – zum Glück – von ihrem Kollegen Shane Hunter gefunden und gerettet.
Er ist von der ersten Sekunde an ihr interessiert und versucht von Anfang an ihr Vertrauen zu gewinnen, was durch ihr abweisendes Verhalten nicht einfach ist. Aber nach und nach kann er sie aus ihrem Kokon locken und Autumn für sich gewinnen.
Doch dann taucht Autumns Exfreund Robert im Park auf und beide schweben in tödlicher Gefahr. Denn er will Autumn, und wenn er alle Mittel dazu verwenden muss.
•●•
Von der ersten Seite an war ich im Geschehen gefangen und das hat sich bis zum Ende nicht geändert. Dieses Buch war einfach perfekt und noch jetzt, nach einigen Tagen, starre ich sehnsüchtig auf das Cover in der Hoffnung, dass ich noch ein paar Seiten dazu zaubern kann.
~
Autumn ist eine junge Frau, die schon viele schlimme Dinge in ihrem Leben durchmachen musste. Sie hatte sich in ihrem früheren Freund Robert getäuscht und es viel zu spät bemerkt. Er hatte sie kontrolliert, und sie durfte sich nicht dagegen wehren.
Durch seine Behandlung war sie schreckhaft und ängstlich gegenüber Männern, vor allem den Männern, die an ihr interessiert waren – wie Shane.
Auch hielt sie zu allen stets Abstand, ließ niemanden emotional an sich heran, da es ja sein könnte, dass Robert auftaucht und ihr dieses Leben wieder nimmt.
Doch mit der Zeit besserte sie sich und Autumn machte eine riesige Entwicklung durch, vor allem Shane gegenüber, womit ich jetzt zu ihm komme.
~
Shane ist ein Mann, den man einfach nur lieben kann. Es bleibt einem nichts anderes übrig. Er ist so liebevoll und aufmerksam, ein Gentleman durch und durch.
Und doch springt Autumn nicht auf seine Flirtversuche an, die ansonsten immer erfolgreich gewesen zu sein scheinen. Er findet sie interessant und Shane weiß von Anfang an, dass etwas mit ihr nicht stimmt, dass sie schlimme Dinge durchgemacht haben muss.
Er will ihr helfen und mit der Zeit schafft er es auch. Er ist einfach ein herzensguter Mensch, den Autumn auch wirklich braucht. Deswegen passen beide perfekt zusammen.
~
Vom Beginn an ist bei beiden diese gewisse Anziehung vorhanden, die Shane auch bemerkt, Autumn aber gewissentlich ignoriert und ausblendet.
Die Gefühle, und vor allem ihre Angst, wurden sehr gut dargestellt. Besonders gut fand ich dafür die Traumpassagen, die hin und wieder kamen. Dort wurde das Leid, was ihr angetan wurde, besonders deutlich.
Zunächst gab es nur die Sichten von Autumn und Shane, doch später kamen noch andere dazu, wie die von Robert. Da wurde mir erst einmal klar, wie krank dieser Mensch wirklich ist und wappnete mich innerlich auf einen spannenden Showdown, der dann auch kam.
Und er hätte nicht besser sein können!
~
Besonders gefallen hat mir noch die Landschaft des Parks, die immer wieder beschrieben wird. Ich konnte es mir bildlich vorstellen und war von den Beschreibungen immer wieder verzaubert.
Auch die Arbeit der Ranger fand ich sehr interessant – es war wirklich schade als dieses Buch vorbei war!
Shanes Familie war ein zweites Highlight, was ich total klasse an diesem Buch fand. Es sind so viele verschiedene Charaktere, die einfach Lust auf mehr machen und ich bin gespannt auf die Geschichte jedes einzelnen.
Aber vor allem hat es mich berührt, dass sie so herzlich miteinander umgegangen sind. Auch, dass sie Autumn gleich aufgenommen hatten, fand ich klasse.
•●•
Wie man sehr deutlich an meinen Schwärmereien erkennen kann, hat das Buch mitten ins Herz getroffen. Es war perfekt, in allen Punkten. Es gab nichts, was mir nicht gefallen hat.
Shane und Autumn sind einfach ein Traumpaar und ich kann jeden dieses Buch empfehlen, der die zarten Bande der Romantik mit einem unglaublich gutem Thrilleranteil lesen möchte, wo tiefgründige Figuren durch Höhen und Tiefen wandern, um am Ende ihrer Reise die große Liebe zu finden.










